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DVD-Besprechung - Death Sentence - Todesurteil
Story:
Nachdem sein Sohn Brendan (Stuart Lafferty) von einer Gang ermordet wurde und der Täter von der Justiz nicht ausreichend bestraft werden kann, nimmt sein Vater Nick Hume (Kevin Bacon), eigentlich ein unscheinbarer Versicherungsangestellter, die Sache selbst in die Hand und bringt den Mörder um. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er damit einen Krieg mit der Verbrechergang anzettelt und auch den Rest seiner Familie beträchtlich in Gefahr bringt.
Meinung zum Film:
Filme mit Selbstjustizthematik
sind eine schwierige Sache. Wenn der Rachefeldzug nicht in so übertriebener
Weise dargestellt wird wie in „Kill Bill“ oder dem ganzen ein satirischer
Unterton gegeben wird wie in „Muxmäuschenstill“, bleibt oft ein sehr bitterer
Nachgeschmack. So auch in diesem Fall. Am Anfang des Films wird mit Heimvideos in
aller Ausführlichkeit ein beinahe kitschiges Bild vom perfekten Familienidyll
gemalt, mit den liebenden Eltern und den zwei talentierten und netten Söhnen, so dass
eigentlich jedem klar wird, dass jeden Moment etwas schlimmes passieren muss.
Als dann die brutale Gewalttat verübt wird, wird vom Zuschauer geradezu
erwartet, den Tätern, wie es auch der Vater tut, den Tod zu wünschen und beim
folgenden Rachfeldzug mitzufiebern.
Zwar kann man
bisweilen durchaus etwas kritische Untertöne erahnen und es werden auch
negative Folgen der Handlungen des verzweifelten Vaters dargestellt, insgesamt
weidet sich der Film aber zu sehr an der Gewalt, die ausführlich und mit
überaus blutigen Effekten zelebriert wird. Nicht einmal die Polizistin (Aisha
Tyler / „Ghost Whisperer“), die dem Vater mehr oder weniger auf die Schliche kommt, hält ihn
von seinem Feldzug ab. Zwar warnt sie ihn mehrmals vor einem schlimmen Ausgang,
macht aber keine Anstände, ihn zu verhaften oder ihm auf sonstige Weise Einhalt
zu gebieten.
Vom technischen
Standpunkt kann man nicht viel gegen den Film sagen. Kevin Bacon („Mystic River“), Kelly Preston ("Ein Kater macht Theater"), Garrett Hedlund ("Vier Brüder"), John Goodman ("The Big Lebowski")
und die weiteren Darsteller spielen ihre Figuren überzeugend und der Film ist zwar nicht
sehr inspiriert, aber schnörkellos und solide inszeniert, so dass einige
Spannung aufkommen kann. Auch die Kameraführung und die Make-Up-Effekte sind
gelungen. Wer sich also nicht an der klischeehaften Behandlung des fragwürdigen Inhalts stört und exzessive
Filmgewalt gut aushält, könnte ganz gut unterhalten werden.
Digitale Aufarbeitung:
Der Kontrast ist sehr tief gehalten, was zu einem düsteren Aussehen führt, aber auch ausgeprägte Details verhindert, wodurch die Schärfe des Bildes nur als höchstens durchschnittlich bezeichnet werden kann. Der deutsche Ton in dts oder Dolby Digital 5.1 ist sehr klar verständlich und nutzt bei den entsprechenden Szenen auch effektvoll die hinteren Lautsprecher und den Tieftöner.
Die Extras zum Film fallen recht überschaubar aus. Nennenswert ist lediglich eine knapp 10-minütige, ausführliche Analyse einer Verfolgungsjagd aus dem Film. Lediglich kleinere Beigaben sind eine unkommentierte B-Roll mit Szenen vom Dreh, kurze Interviews und Biografien mit den Künstlern, 7 Tafeln mit Produktionsnotizen, eine knappe Fotogalerie und der Trailer zum Film. (MT)
Fazit:
"Death Sentence - Todesurteil“ ist zwar ein routiniert inzenierter und stellenweise wirklich spannender Thriller, dessen Selbstjustiz-Moral jedoch bitter aufstößt und dessen überaus blutige Gewaltszenen nicht jedem bekommen werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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101:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making a scene
- B-Roll
- Interviews & Infos zu Cast & Crew
- Produktionsnotizen
- Fotogalerie
- Kinotrailer
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Death Sentence - Todesurteil
Death Sentence
Ein grundsätzlich recht solider Thriller, wäre da nur nicht die sehr fragwürdige Moral
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: James Wan Drehbuch: Ian Jeffers (basierend auf einem Roman von Brian Garfield) Darsteller: Kevon Bacon, Kelly Preston, John Goodman, Aisha Tyler, Garrett Hedlund, Jordan Garrett, Stuart Lafferty, Matt O'Leary, Edi Gathegi, Hector Atreyu Ruiz, Kanin J. Howell, Dennis Keiffer, Freddy Bouciegues, Leigh Whannell, Casey Pieretti
Label :
Concorde Home Entertainment
Verleihstart : 27.02.2008 Verkaufsstart : 27.02.2008
Vertrieb :
Warner Home Video Switzerland
Verleihstart : 27.02.2008 Verkaufsstart : 27.02.2008
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