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DVD-Besprechung - Deep Ocean
Story:
Ein Pottwal strandet an der Küste Neuseelands und sein Körper erzählt
viele Geschichten. Er stammt aus dem Atlantik, hat eine unglaublich
lange Reise und ein langes Leben hinter sich. Der Mensch kann nur
versuchen zu erahnen, wo dieser Wal gewesen ist, was er gesehen hat.
Ein Wesen, das von selbst zwei Kilometer in die Tiefe tauchen kann, das
Kämpfe durchlebt und gewonnen hat, ist dabei, sein Leben auf einer
Sandbank auszuhauchen. Die Dokumentation begibt sich auf eine Reise
zurück in die Vergangenheit, ins Jahr 1929, als dieser Wal geboren
wurde und begleitet ihn auf seiner langen Reise.
Meinung zum Film:
Pottwale sind definitiv die größten Jäger auf dieser Welt. Mit einer
Länge von bis zu 18 Metern und einem Gewicht von bis zu 50 Tonnen sind
diese Säugetiere so lang und so schwer wie die schwersten in Europa
zulässigen Lastkraftwagen. Sie haben fast keine Feinde, wenn man einmal
von sagenhaften Oktopussen und natürlich dem Menschen absieht, der
gleich mehrere Bedrohungsszenarien bereithält. Sei es durch Walfänger,
durch Überseekabel oder durch Methoden zur Kriegsführung. So gesehen
ist es ein Wunder, dass so viele Wale überlebt haben und dass sich der
Bestand sogar wieder leicht erholt.
Kaum glaubt man, dass die BBC wohl keinen mehr überraschen
kann, da wird man als Zuschauer eines Besseren belehrt. Eigentlich sind
Dokumentationen ein recht einfaches Genre. Man begleitet Tiere,
Menschen, Maschinen, dokumentiert deren Leben, deren Tätigkeiten. Und
doch ist es nicht leicht, eine Dokumentation zu drehen, die spannend
ist und dann auch noch ausreichend Fakten transportiert. Gerade im
Fernsehen gibt es zahlreiche Beispiele, wie man es eher nicht machen
sollte. Die BBC weiß, wie es richtig geht und sie hat bereits die
Dinosaurier zum neuen Leben erweckt und diverse andere Dokumentationen
so lebensecht wie kaum eine andere gestaltet. Mit "Deep Ocean" hat sich
das britische Fernsehen aber noch einmal übertroffen und setzt neue
Maßstäbe für alle weiteren großen Dokumentationen.
Nun hat diese Dokumentation der BBC einen ganz anderen Weg
genommen als andere Werke dieser Art. Anstatt möglichst viele Fakten zu
transportieren, wurde hier eine komprimierte Fassung der Fakten
zusammengestellt. Das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil,
denn die BBC hat sich auf das Wesentliche konzentriert und dabei vor
allem filmisch eine unglaublich intensive Reise herausgebracht. Durch
genial gesetzte 3D-Effekte, die fließend in die restlichen filmischen
Elemente eingebettet sind, entsteht ein Bild der Tiefsee, wie es noch
nie zuvor zu sehen war. Alleine der visuelle Aspekt macht einen Kauf
dieser Dokumentation unumgänglich. Besser, interessanter und spannender
wurde diese geheimnisvolle Umwelt, von der die Menschheit noch so wenig
weiß, noch nie dargestellt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist glasklar und so perfekt, dass man einfach nichts daraus
aussetzen kann. Der Ton liegt in Englisch und Deutsch leider nur in
Dolby Digital 2.0 vor. Hier hätte man sich aber einen 5.1-Upmix
gewünscht, der die Töne der Tiefsee etwas besser hätte wiedergeben
können. Auch wenn das Fernsehen "nur" mit Stereo auskommt, warum hätte
ein filmisches Meisterwerk hier nicht gekrönt werden können?
Das einzige "Extra" dieser formschönen Box ist das Hologramm
auf dem Titel der Metalbox, das einen kleinen, plastischen Einblick in
die Tiefsee gibt.
Fazit:
"Deep Ocean" ist die eine, die beste, die schönste Dokumentation über
die Tiefsee, die man sich vorstellen kann. Besser und interessanter hat
dies bisher noch niemand fertig gebracht und es wird schwer werden,
diesem Vorbild zu folgen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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92:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Deep Ocean
Deep Ocean
Das Leben eines Wals
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 2006 Regie: Dave Allen Drehbuch: - Darsteller: -
Label :
BBC
Verkaufsstart : 25.05.2007
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