 |
DVD-Besprechung - Half Light
Story:
Die erfolgreiche Thrillerautorin Rachel Carlson (Demi Moore) gerät vollkommen aus der Bahn, als ihr kleiner Sohn Thomas (Beans El-Balawi) ertrinkt. Die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Bryan (Henry Ian Cusick) zerbricht und sie ist nicht mehr in der Lage zu schreiben. Um sich wieder fangen zu können, zieht sie in die Einsamkeit der schottischen Küste, aber auch hier wird sie von den Visionen ihres verstorbenen Kindes verfolgt. Ein wenig Halt gibt ihr Angus (Hans Matheson), mit dem sie sich schnell anfreundet und für den sie schon sehr bald Gefühle zu entwickeln beginnt. Doch die mysteriösen Eindrücke nehmen immer größere Ausmaße an und es wird zunehmend schwieriger für Rachel, die Visionen in den Griff zu bekommen, die sich immer mehr in ihre Realität vermischen.
Meinung zum Film:
"Half Light"-Regisseur Craig Rosenberg ("Hotel de Love") ist als Drehleiter bislang noch nicht groß in Erscheinung getreten, hat dafür aber als Co-Drehbuchautor mit der erfrischenden Action-Komödie "After the sunset" für reichlich Vergnügen bei Filmfreunden gesorgt. Das Drehbuch zu "Half Light" hat er diesmal alleine geschrieben und es muss schon einen großen Eindruck auf Hollywood-Star Demi Moore ("Enthüllung") gemacht haben, dass diese sich für sicherlich relativ kleines Geld für die Besetzung der Hauptrolle zur Verfügung stellte. Die Ideen in der Geschichte sind dabei noch nicht einmal unbedingt neu und vieles hat man ihn ähnlicher Weise bereits in anderen Filmen gesehen, doch die Mischung in der Geschichte macht daraus ein gelungenes Ganzes.
Vielleicht wollte Demi Moore es aber auch einfach nur der Kollegin Nicole Kidman gleich machen und auch mal in einem Mystery-Film mit geisterhaften Erscheinungen mitspielen, nachdem Frau Kidman in "The Others" für reichlich Grusel-Stimmung sorgte. Und von der Stimmung ist "Half Light" recht ähnlich gelagert. Nicole Kidman musste sich in einem weit abgelegenen Landsitz von unheimlichen Geistern heimsuchen lassen, während sich Demi Moore auf einem sehr einsam gelegenen Landstrich an der schottischen Küste von unheimlichen Erscheinungen langsam in den Wahn treiben lässt. Last but not least sind es jeweils die Kinder, die zu einem großen Teil dazu beitragen, dass die Stimmung in den Filmen angespannter und immer spannungsgeladener wird. Beides mal gehören sie auch zu dem Mysterium in irgendeiner Weise dazu, wenngleich sich die Geschichten aber doch vollkommen unterschiedlich erzählen.
Dafür, dass "Half Light" die erste Arbeit von Rosenberg in Sachen Spannung ist, ist ihm die Stimmung des Filmes gut gelungen. Die geisterhaften Erscheinungen sind effektvoll eingesetzt worden, ohne jedoch zu effekthascherisch zu erscheinen. Der Regisseur macht sich dabei die Gegebenheiten der schottischen Küstenlandschaft zu Nutze und fängt eine sehr natürlich wirkende, unheilvolle Stimmung ein. Auch für die romantischen Momente zwischen Rachel und Angus bietet die Landschaft genügend Nahrung, um stimmungsvolle Aufnahmen zu garantieren. Zu Beginn hat man auch ausreichend Zeit, sich mit den Bildern zu beschäftigen, da abgesehen von einer paar Schockmomenten sich die Geschichte recht langsam aufbaut. Doch mit wachsender Spielzeit wird auch die Schlagzahl bei der Spannung erhöht und endet in einen höchst stimmungsvollen Grusel-Thriller, der ohne große Gewalt zu unterhalten weiß. "Half Light" ist ein gut anzusehender Mystik-Thriller, der neben einer weitestgehend interessant erzählten Geschichte, die allerdings kaum neue Ideen zu bieten hat, und einigen schönen Landschaftsaufnahmen auch reichlich spannende Momente bietet. Da sieht man auch gerne über ein paar kleinere dramaturgische und inhaltliche Schwächen hinweg, die im Laufe des Geschehens zu erleben sind.
Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes sind ein klein wenig matt und ein feines Rauschen ist zu erkennen, ansonsten bietet es aber ein gutes Äußeres. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut verständlich, nennenswerte räumliche Effekte sind jedoch nur vereinzelt zu vernehmen.
Als Extra gibt es insgesamt rund 10 Minuten Interviews mit den Künstlern nebst Texttafeln mit ihren Biografien. Es folgen noch knapp 6 Minuten "Behind the Scenes", eine Slideshow mit einer paar Motiven zum Film sowie Produktionsnotizen in Form von Texttafeln. Abschließend ist noch der obligatorische Trailer zum Film verfügbar.
Fazit:
"Half Light" ist ein guter Vertreter des Grusel-Mystery-Kinos, der vor allem für Freunde von langsam in der Spannung ansteigenden Geister-Thrillern eine Empfehlung ist. Die Story hat zwar nicht viel neues zu bieten, verarbeitet aber gekonnt bekannte Versatzstücke anderer Filme zu einem stimmigen Ganzen.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
2,35:1
|
105:27 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Interviews und Filmografien
- Szenen vom Dreh
- Fotogalerie
- Produktionsnotizen
- Trailer
|
|  |
Half Light
Half Light
Ein atmosphärischer Geisterfilm mit tollen Aufnahmen, der allerdings nicht viel neues zu bieten hat
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / UK, 2006 Regie: Craig Rosenberg Drehbuch: Craig Rosenberg Darsteller: Demi Moore, Therese Bradley, James Cosmo, Henry Ian Cusick, Beans El-Balawi, Polly Frame, Joanna Hole, Kate Isitt, Hans Matheson, David Monteath, Mickey Wilson
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 21.07.2006
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 21.07.2006
|