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DVD-Besprechung - Hände voller Blut
Story:
Die kleine Anna musste mit ansehen, wie ihre Mutter von Jack the Ripper, ihrem eigenen Mann ermordet wurde. Danach wächst das kleine Mädchen bei ihrer zwielichtigen Tante auf, die ihr Geld damit verdient, dass sie angeblich mit den Toten in Kontakt treten kann und die junge Frau an Männer vermietet. Als sie Anna (Angharad Rees) eines Tages an einen Freier verkaufen will, geht dieser Versuch schief und die junge Frau tötet ihre Tante mit einem Schürhaken. Dr. John Pritchard (Eric Porter) nimmt die junge Frau in seinem Haus auf, in dem er mit seinem Sohn Michael (Keith Bell) und den Bediensteten lebt. Der überzeugte Anhänger der Theorien Freuds möchte Anna als seine persönliche Fallstudie verwenden, um die graue Theorie der Psychoanalyse praktisch durchführen zu können.
Meinung zum Film:
Filme über Jack the Ripper gibt es reichlich. Stets geht es um dessen brutale Taten und um die geheimnisvolle Identität, die der Dirnenmörder mit in sein Grab genommen hat. Doch die britische Horrorproduktion geht die Thematik dieses mal von einer ganz anderen Seite an. Hier steht bereits von Anfang an fest, wer der Ripper ist, ohne, dass dies jedoch von irgendeiner Bedeutung wäre. Regisseur Peter Sasdy ("Komtesse des Grauens") stellt in seinem Film die Frage in den Raum, ob eine junge Frau vom bösen Geist Jack the Rippers besessen ist und ob sie unter diesem Einfluss das Werk des Serienkillers fortsetzt.
Darstellerisch fällt vor allem der Shakespeare-erfahrene Eric Porter ("39 Stufen") in der Rolle des Dr. John Pritchard auf. Seine Leistung sticht klar heraus und im englischen wird dieses durch den markanten britischen Akzent edler Abstammung noch wesentlich deutlicher. Ihm nimmt man den feinen Wohltäter mit gezielter Absicht von der ersten Sekunde an ab und es ist vor allem seine leicht düstere Ausstrahlung, die dem Film einen Großteil seiner Stimmung gibt. Angharad Rees in der Rolle der Anna spielt ganz ordentlich, kann allerdings nicht sonderlich auffallen. Man hat stets das Gefühl, dass aus ihrer Rolle mehr herauszuholen gewesen wäre. Aber in den britischen Gruselstreifen ging es ohnehin seltener um die schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure, als vielmehr um die atmosphärische Dichte.
Doch gruselige Geisterstimmung sucht man bei "Hände voller Blut" vergebens. Die viktorianische, gotische Stimmung ist eher untergeordnet und die Morde stehen vielmehr im Vordergrund, als man dieses vom britischen Gruselkino gewohnt ist. Die grafische Darstellung fällt recht drastisch aus und selbst bei der FSK wurde dem Film bei der vor dem Verleihstart stattgefundenen Prüfung das Siegel "Keine Jugendfreigabe" verliehen. Vielleicht ein wenig zu viel des Guten, aber so ganz ohne sind die einzelnen Effekt-Szenen tatsächlich nicht. Doch trotz der gut inszenierten Tötungen fehlt es dem Film meist ein wenig an Stimmung. Die Handlung ist interessant, allerdings nicht unbedingt besonders spannend. Es gibt immer kleinere Spannungshöhen, wenn Anna wieder unter offensichtlichem Einfluss ihres verstorbenen Vaters einen Mord begeht, doch gerade zu Beginn plätschert die Handlung meist nur langsam vor sich hin. Erst in der letzten halben Stunde kann der Film ein wenig durchgängiger fesseln. Aber es hat sicherlich schon wesentlich zähere Beiträge aus dem Genre gegeben und "Hände voller Blut" gehört sicherlich zu den Filmen, die man sich gut ansehen kann. Guter Durchschnitt eben.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht gut aus und kommt fast gänzlich ohne Verschmutzungen daher. Auch die Farben können mit ihrer Kraft überzeugen. Der Kontrast ist schwankend und von gut aussehenden Momenten bis hin zu verschluckendem Schwarz ist alles zu erleben. Als kleines Problem stellen sich auch das mal mehr und mal weniger deutliche Bildrauschen und die schwankende Schärfe heraus. Insgesamt sind dies allerdings nur kleinere Probleme, die nicht zu störend ins Gewicht fallen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 Mono ist klar verständlich, hat allerdings deutliche Verzerrungen in den Spitzen.
Das Bonusmaterial auf der DVD fällt eher schmal aus und besteht lediglich aus dem Trailer zum Film, dem alten deutschen Vorspann, sowie dem Presseheft und Werberatschlägen. Am interessantesten fällt eindeutig das beiliegende Booklet aus, das mit den gewohnten Hintergründen zur Entstehung des Filmes aufwarten kann.
Fazit:
"Hände voller Blut" bietet über seine rund 80 Minuten gute Horror-Thriller-Unterhaltung, ohne dabei jedoch Glanzpunkte setzen zu können. Wer dem britischen Horror-Kino der etwas neueren Prägung etwas abgewinnen kann, wird aber sicherlich gut unterhalten werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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81:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Deutscher Titel
- Bildergalerie
- Presseheft
- Werberatschlag
- Rank Werberatschlag
- Booklet
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Hände voller Blut
Hands of the Ripper
Der Hass von Jack the Ripper reicht weit über seinen eigenen Tod hinaus
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1971 Regie: Peter Sasdy Drehbuch: L. W. Davidson (nach einer Story von Edward Spencer Shew) Darsteller: Eric Porter, Jane Merrow, Angharad Rees, Derek Godfrey, Dora Bryan
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 12.05.2005
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