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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Hypnosis

Story:
Detective Sakurai (Ken Utsui) steht vor ein paar mysteriösen Fällen, bei denen sich unterschiedliche Menschen auf unglaubliche Weise selbst in den Tod trieben. Ein alter Mann sprang durch ein Fenster, eine junge Frau lief sich sprichwörtlich zu Tode und ein junger Mann strangulierte sich auf seiner eigenen Hochzeitsfeier mit seiner Krawatte. Doch es gibt eine Verbindung zwischen den Vorfällen, da alle drei kurz vor ihren Taten von einem "grünen Affen" sprachen. Die Ermittlungen führen Sakurai zu dem Hypnotiseur Jissoji (Takeshi Masu) der scheinbar in direkter Verbindung zu den Morden zu stehen scheint.

Meinung zum Film:
Für viele ist es alles bloß Hokuspokus, ein Zaubertrick, mit dem man in Varieté-Shows Menschen unterhält. Doch umso weiter die Zeitrechnung geht, umso höher wird auch die Anzahl der Menschen, die an die Kraft von Hypnose glauben. Es geht mittlerweile sogar so weit, dass Patienten vor kleineren Operationen allein durch hypnotische Beeinflussung von ihren Schmerzen abgelenkt werden. Buchautor Keisuke Matsuoka greift in seinem Roman, der als Grundlage für den Film diente die Faszination und die Ängste auf, die man mit dem Thema verbindet. Zum einen ist es die Faszination, der Macht des Unterbewussten, zum anderen ist es aber auch die Angst davor, von anderen dazu gebracht zu werden, wie eine Marionette zu handeln.

Zündstoff für einen spannenden Film bietet die Thematik auf jeden Fall. Es lag also nur an den Drehbuchautoren und dem Regisseur, daraus ein packendes Filmerlebnis zu machen. Gelungen ist dies zumindest zum Teil. Denn die Jagd nach dem mysteriösen grünen Affen, die obskuren Arten des Selbstmordes und die düstere und skrupellose Ausstrahlung des Hypnotiseurs bieten immer wieder gute Momente im Film. Die Darsteller leisten ebenfalls allesamt eine ordentliche Arbeit und verkörpern ihre ihnen anvertrauten Charaktere annehmbar gut. Auch die deutsche Synchronisation, die sogar mit einigen bekannten Stimmen aufwarten kann, ist für eine asiatische Produktion überdurchschnittlich gut gelungen und sorgt für das passende Ambiente.

Wo es dem Film allerdings ein wenig mangelt ist an der richtigen Spannung. Es wird zwar nie langweilig doch dümpelt die Handlung teilweise langsam vor sich hin, ohne recht von der Stelle zu kommen. Erst zum Finale hin wird es stellenweise packend und die Anspannung ein klein wenig dichter. Zuvor wird teilweise geredet, wo ein wenig Spannungsmomente wesentlich angebrachter gewesen wären. Stellenweise wirkt der Film wie ein alter deutscher Krimi aus den 60er-Jahren, die mit Übeltätern wie Dr. Mabuse und reißerischen Titeln aufwarteten oder innerhalb der Edgar-Wallace-Reihe ihren Weg in die Lichtspielhäuser fanden. Was "Hypnosis" allerdings von diesen Filmen wieder klar unterscheidet, ist der fehlenden Charme, welchen die Klassiker meist mit sich bringen. Doch der Film ist trotzdem alles andere als schlecht oder gar langweilig. Es reicht halt nur nicht ganz zur Oberklasse der Psycho-Thriller, für einen oberen Platz im Mittelfeld ist er aber allemal mit ausreichend Qualitäten gefüllt.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild lässt jegliche Kraft in den Farben vermissen. Dies ist vor allem deshalb der Fall, weil der Kontrast belastend auf deren Intensität lastet. Zusätzlich hat dies den Effekt, das in dunkleren Bildern Details teilweise in dunkleren Flächen verloren gehen. Ein satter Schwarzwert wird auch nie erreicht, die entsprechenden Flächen wirken vielmehr wie in grau getaucht. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, bietet allerdings kaum Effekte im hinteren Bereich.

Das Bonusmaterial ist schnell abgehandelt. Außer dem Trailer zum Film und einer Bildergalerie gibt es in diesem Segment nichts zu finden.

Fazit:
"Hypnosis" bietet gute Unterhaltungskost, die allerdings nicht ganz mit der spannungsgeladenen Dramatik aufwarten kann, die man auf Grund des Themas von ihr erwartet. Richtig langweilig wird es im Film allerdings nie und wer sich an ruhigeren Thrillern im 60er-Jahre-Krimi-Stil erfreuen kann, wird sicherlich bestens unterhalten werden. Die deutsche Synchronisation ist bemerkenswert gut, dem Bild fehlt es dafür allerdings eindeutig an kräftigeren Farben.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
109:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Japanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Trailer
Hypnosis - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Hypnosis
Saimin

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Die hypnotisierenden Augen des Jissoji


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 1999
Regie:
Masayuki Ochiai
Drehbuch:
Yasushi Fukuda, Masayuki Ochiai (nach dem Roman von Keisuke Matsuoka)
Darsteller:
Goro Inagaki, Miho Kanno, Ken Utsui, Takeshi Masu, Yuki Watanabe, Shigemitsu Ogi, Kenta Satoi, Akira Shirai, Tadao Nakamura, Ren Osugi

Label Deutschland :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
04.08.2005