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DVD-Besprechung - I, Robot
Story:
Es ist das Jahr 2035. Roboter gehören zum täglichen Leben, wie im auslaufenden 20. Jahrhundert Computer. Durch speziellen Code ist es den Maschinen unmöglich, einen Menschen zu verletzen, geschweige denn zu töten. Allerdings nicht, wenn es nach Detective Del Spooner (Will Smith) geht. Denn geprägt durch ein Ereignis in seiner Vergangenheit steht er den Maschinen abweisend gegenüber und predigt, dass es nicht lange dauert, bis ein Robot einen Menschen verletzt. Als Dr. Alfred Lanning (James Cromwell), der geistige Vater der künstlichen Geschöpfe und Gründer des Multikonzerns U.S. Robotics ums Leben kommt, wird der Theorie des Beamten neues Futter gegeben. Denn der am Tatort gefundene Robot Sonny (Alan Tudyk) scheint am Tod des Doktors nicht unschuldig zu sein. Gemeinsam mit der Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin (Bridget Moynahan) versucht Del die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und gerät dabei in ein weitaus schwerwiegenderes Netz aus Verrat, als er sich anfangs in seinen kühnsten Träumen ausgemalt hätte.
Meinung zum Film:
Regisseur Alex Proyas als Fließbandarbeiter zu bezeichnen wäre eine glatte Lüge. Neben der ersten Verfilmung des düsteren Kultcomics "The Crow - Die Krähe" und des auf Grund seiner stimmungsvollen Inszenierung zu kleinem Kult gelangten "Dark City", brachte er es seit seinem Erstling 1980 nur auf sehr wenige Filme. Doch die Produzenten von "I, Robot" hatten auf Grund der beiden liebevoll und perfekt gestylten Erfolge Proyas das in ihm steckende Potential erkannt und ihn in seine erste Multimillionen-Dollar-Produktion geworfen. Es war sicherlich ein Risiko, das Fox damit eingegangen ist, doch letzten Endes hat es sich ausgezahlt, denn der Blick in die nahe Zukunft ist atemberaubend und bietet auf Grund seiner Mischung aus Bekanntem und Futuristischem eine annehmbare Zukunftsvision, die vergleichbar mit der Welt aus "Minority Report" ist.
Überhaupt ist es die Verbindung aus Herkömmlichen und Futuristischen, die einen großen Reiz des Filmes ausmachen. Will Smith ("Bad Boys", "Independence Day") in der Rolle des Detectives ist ein Relikt aus den alten Tagen, der am liebsten Sneakers aus den Anfängen des 21. Jahrhunderts trägt, sein Auto manuell steuert und noch ein Motorrad griffbereit in der Garage stehen hat, obwohl es durch seinen Benzinmotor, im Gegensatz zu den genutzten Elektroautos explosionsgefährdet ist. Zu orientieren scheint sich Smith in der Auslegung seines Charakters an einen ganz großen unter den farbigen Ermittlern - Shaft. Denn genau wie dieser kuscht er vor niemanden, hat immer einen coolen Spruch auf der Lippe und trinkt seinen Kaffe mit einer gesundheitsschädlichen Menge Zucker. An seiner Seite spielt Bridget Moynahan ("Coyote Ugly", "The Recruit - Der Einsatz") die Verkörperung des modernen Menschen. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Maschinen sicher sind und würde jeden Schwur darauf ablegen, dass Sonny nichts mit dem Tod von Dr. Lanning zu tun hat. Dadurch stellt sie einen wunderbaren Gegenpol zu Spooner dar, was natürlich zu Beginn für einiges an Spannung zwischen den beiden führt, was wiederum ein Vergnügen für den Zuschauer ist. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern funktioniert perfekt und es wirkt natürlich, was sie jeweils verkörpern und wie sie miteinander umgehen und sich annähern.
Doch der geheime Star des Films ist zweifelsohne Sonny, der in Mordverdacht stehende Robot. In einem ähnlichen Verfahren wie Gollum im "Herr der Ringe" verwirklicht wurde, spielte Alan Tudyk ("Ritter aus Leidenschaft", "28 Tage") die Bewegungen der Maschine, die dann anschließend von den CGI-Gurus digital überpinselt wurden. Und dadurch ist etwas gelungen, was zum wichtigen Faktor für den Film wurde - die Robots, oder besser gesagt Sonny, ist eine künstliche Intelligenz, die menschliche Seiten hat und mit der man als Zuschauer mitleidet. Er ist die moderne Version von Frankensteins Monster, die aus totem Material geschaffene Lebensform, die nur das macht, was man ihr aufgetragen hat, ohne dabei sein Handeln vollends verstehen zu können. Sicherlich hinterlässt die Story einige offene Fragen nach dem Abspann und bei mancher Begebenheit fragt man sich unweigerlich, wie lebensnah diese wohl ist. Aber die Fragen kommen erst nach dem Abspann auf, wenn man wieder Zeit zum Nachdenken hat. Denn bis dahin ist man vom Kampf Spooners gegen die Maschinen so gefesselt, dass keine Zeit zum Nachdenken bleibt.
Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton sind beispielhaft gut gelungen. Die Farben des Bildes erstrahlen in ihrer ganzen Pracht, der Kontrast umschmeichelt das Auge und die Detailfülle geht auch in dunkleren Bereichen nicht verloren. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist kraftvoll und es gibt kaum eine Szene, in der er nicht raumfüllend zu Werke geht. Wenn es nicht die krachende Action ist, wird der Gehörgang von Musik und Umgebungsgeräuschen beschäftigt.
Auf der zum Test vorliegenden 1-Disc Version von "I, Robot" sind alle 3 Audiokommentare der Special Edition enthalten. Auf der einen Spur unterhält sich der Regisseur mit einem seiner zwei Drehbuchautoren über die Hintergründe zum Film. Technikinteressierte Filmfreunde können sich über den Kommentar einer großen Ansammlung des technischen Stabs freuen, die einiges über die tricktechnischen und ausstatterischen Aspekte erzählen können. Last but not least erzählt Komponist Marco Beltrami über seine Inspiration zur Musik. In den Momenten wo er nicht redet, wird der Score in den Vordergrund gestellt, während die Sprache und Effekte ausgeblendet bleiben. Es folgen noch ein kurzes, werbeträchtiges Making Of, eine Bildergalerie und der Trailer zum Film. Wer mehr Bilder über die Entstehung sehen möchte sollte auf die Special Edition zurückgreifen, die noch eine zusätzliche DVD im Amaray mit sich bringt.
Fazit:
"I, Robot" ist großes, lautes, buntes und perfekt gestyltes Actionkino, das zwar nicht immer ganz schlüssig ist, aber sein Publikum bis zur letzten Sekunde an den Sitz fesselt. Hinzu kommt eine kaum besser darstellbare menschliche Seite an Maschinen, auf Grund derer man mit dem Robot Sonny mitfiebert. Die 1-Disc Version bietet mit 3 Audiokommentaren schon reichlich Bonus. Wer mehr sehen möchte, holt sich die Special Edition.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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110:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Alex Proyas und Drehbuchautor Akiva Goldsman
- Audiokommentar mit der technischen Crew
- Audiokommentar mit Komponist Marco Beltrami
- Making Of
- Bildergalerie
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I, Robot
I, Robot
Wer "I" sagt muss in Zukunft auch "Robot" sagen - zumindest dann, wenn es um beste Actionunterhaltung geht
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Alex Proyas Drehbuch: Jeff Vintar, Akiva Goldsman Darsteller: Will Smith, Bridget Moynahan, Alan Tudyk, James Cromwell, Bruce Greenwood, Adrian Ricard, Chi McBride, Jerry Wasserman
Label :
20th Century Fox Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.12.2004
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