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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast

Story:
Ein misslungener Streich einer Gruppe Teenager bei der Feier zum 4. Juli führt bei einem von ihnen zum Tod. Ein Jahr später, ein paar Tage vor dem ersten Jahrestag des unglücklichen Todesfalls kommen die restlichen vier der Gruppe wieder zusammen, da sie unheimliche Botschaften erhalten haben und von Albträumen geplagt werden, in denen Sie die Vergangenheit einholt. Es hat den Anschein, als würde sich jemand an ihnen für die Geschehnisse aus dem letzten Jahr rächen wollen.

Meinung zum Film:
Nach der Renaissance des Teenie-Slashers durch den großen Erfolg an den Kinokassen mit "Scream" verhalf Drehbuchautor Kevin Williamson 1997 einem weiteren Film in die Kinos, in dem ein unheimlicher Killer eine Gruppe Teenager in Schrecken versetzt und behauptete "Ich weiß, was ihr letzten Sommer getan habt". Schon im nächsten Jahr schlug ein weiterer Killer auf einer Karibik-Insel unter der Prämisse zu "Ich weiß noch immer, was ihr letzten Sommer getan habt". Rund 8 Jahre später ist der Killer mit schwarzem Regenmantel und Enterharken zurück und verkündet diesmal lauthals "Ich werde immer wissen, was ihr letzten Sommer getan habt". Das Dumme an der Sache ist nur, dass es diesmal nur die Wenigsten interessieren dürfte, was der Fischermann weiß, da er sein Wissen kaum dazu einsetzt, um außerhalb der Gruppe Teenager für ein Gefühl der Angst zu sorgen, die Zuschauer inbegriffen.

Die Tatsache, dass mit Michael D. Weiss ("Octopus") ein Drehbuchautor engagiert wurde, der wahrlich weit davon entfernt ist, inhaltlich fesselnde Drehvorlagen zu gestalten, dürfte schon im Vorfeld für so manchen Unglauben an einen spannenden Film sorgen. Für seine Verhältnisse sorgt der Autor dann zwar für nur wenige Längen, er kann aber auch nicht sonderlich überzeugen und präsentiert eine Geschichte, die weitestgehend vor sich hinplätschert. Die Helden des Films bleiben durchweg blass, was zum Einen an der Ausarbeitung durch das Drehbuch liegt, zum Anderen aber auch an den durchweg austauschbaren Darstellern, die einen blassen Eindruck hinterlassen. Der Plot setzt ebenfalls kaum Akzente und die Geschehnisse lassen nie das Gefühl einer bedrohlichen Atmosphäre aufkommen, lediglich ein paar wenige kurze Schockmomente sorgen für einen kleinen und kurzweiligen Anstieg der Pulsfrequenz. Regisseur Sylvain White ("Quiet") hat zudem eine Vorliebe für schnelle Schnitte, wie sie bei Musikclips immer wieder gerne genommen werden, was in diesem Fall alles andere als passend oder ansprechend erscheint.

Den größten Bock schießt sich das Team der Kreativen aber eindeutig mit der Demaskierung des Killers. War es bislang die große Tradition in den Filmen, munter mitzuraten, wer sich hinter der Maske des Täters versteckt, wird dies durch einen Twist am Ende massiv vermiest. Die Erwartungshaltung an die Tradition derartiger Teenie-Slasher wird mit Füßen getreten und es wird eine Auflösung geboten, die den bis dahin vielleicht noch im unteren durchschnittlichen Bereich befindlichen Inhalt endgültig in eine Zone rückt, die man keinem Anhänger der Reihe mehr zumuten möchte. Aus Marketing-Sicht mag die Fortsetzung einer recht erfolgreichen Horrorreihe sicherlich Sinn machen, doch wenn die Freunde der selbigen anschließend die Namen Weiss und White mit billigen Horror-Trash gleichsetzen, weil diese einen Film präsentierten, der fast nichts mit der Ausrichtung des Originals gemein hat, dann dürfen sich diese nicht darüber beschweren. Auch die sicherlich strapazierungsfähige Geduld von Horroranhängern ist irgendwann ausgereizt. Dies ist mal wieder so ein Fall, wo ein übler Titelschwindel für enttäuschte Gesichter am Ende sorgen wird.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und lediglich unterschiedlich stark ausfallendes Rauschen stellt einen kleinen Makel dar. Der deutsche Ton ist vergleichbar gut gelungen.

Als Extra gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Sylvain White, ein Making Of, in dem sämtliche Beteiligten zu Wort zu kommen und den Trailer zum Film.

Fazit:
Der dritte Teil der Sommer-Saga ist eine Mogelpackung erster Güte. Die Auflösung des Täters stellt einen Schlag ins Gesicht der Freunde der Reihe dar und ist das Sahnehäubchen auf einer ohnehin schon weitestgehend spannungsarmen und ideenlosen Geschichte.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
88:38 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Regisseur Sylvain White
  • Making Of
  • Trailer
Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast
I'll Always Know What You Did Last Summer

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Es wird nie vergessen werden, dass dieser Sommer eine einzige große Mogelpackung war


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Sylvain White
Drehbuch:
Michael D. Weiss
Darsteller:
Brooke Nevin, David Paetkau, Torrey DeVitto, Ben Easter, Seth Packard, K.C. Clyde, Michael Flynn, Don Shanks

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
21.11.2006