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DVD-Besprechung - Das Imperium der Wölfe
Story:
Anna Heymes (Arly Jover) verliert immer mehr den Halt. Sie leidet unter immer stärker erscheinenden Gedächtnisverlust und kann sich nicht einmal mehr daran erinnern, wie sie ihren Mann kennen gelernt hat, geschweige denn, wie dieser überhaupt aussieht. Zur gleichen Zeit sorgt im türkischen Viertel von Paris ein Serienkiller für Angst, der schon drei rothaarige Frauen brutal ermordet hat. Der unerfahrene Kommissar Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin) ist mit der Ermittlung des Falles beschäftigt und sucht bei dem wenig beliebten Ex-Bullen Jean-Louis Schiffer (Jean Reno) nach Hilfe, der mit derartig bestialischen Fällen und vor allem den Gegebenheiten der türkischen Kultur vertraut ist. Während ihrer Suche nach der Wahrheit treffen sie auf eine Organisation mit dem Namen "Graue Wölfe", die auf der Suche nach einer bestimmten Frau ist - Anna Heymes.
Meinung zum Film:
2000 erschien mit "Die purpurnen Flüsse" die erste Verfilmung eines Romans des französischen Schriftstellers Jean-Christophe Grangé. Über Nacht wurde der Autor ein weit gefeierter Schreiber unter den Thriller-Autoren Europas, dessen harte Gangart in seinen Werken recht schnell eine große Anhängerschaft fand. Neben dem Schriftsteller etablierte sich auch Jean Reno ("Mission: Impossible") in der Rolle des harten, wortkargen Ermittlers, den er anschließend noch in der Fortsetzung "Die Purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse" spielte, welche allerdings außer dem Hauptcharakter nichts mit dem Roman von Grangé gemein hatte, und auch in "Das Imperium der Wölfe" schlüpft er wieder in den Part des einsilbigen Einzelkämpfers, der mit unkonventionellen Mitteln das gleiche entscheidende und brutale Vorgehen an den Tag legt wie seine Gegner. Nur mit dem Unterschied, dass er auf der anderen Seite des Gesetzes steht.
Aber so leicht wie in den anderen Filmes ist die Rolle des Schiffer nicht einzuordnen. Es stellt sich schon recht bald die Frage, welchen Part er wirklich in der Geschichte spielt. Ist er wirklich der früh-pensionierte Cop, der einem jungen Kommissar helfen möchte? Oder geht es ihm nur darum, seine Gewaltinstinkte offiziell ausleben zu dürfen? Oder kann es vielleicht sogar sein, dass er nichts all dem verfolgt und eigene Pläne hat? Über weite Strecken ist diese Frage recht interessant, doch irgendwann wird es mit der Person Schiffers ein klein wenig übertrieben. Es ist der Spannung und Stimmung sicherlich weitestgehend enorm zuträglich, der Geschichte verhilft es allerdings nicht unbedingt zu einer glaubhaften Story.
Interessanter wirken da schon die Probleme von Anna zu Beginn, die mit dem Rest der Handlung allerdings irgendwie nicht so recht zusammenzubringen ist. Das große Problem am Anfang ist es, dass der Teil mit Anna und der Teil mit dem Serienkiller nicht so recht zusammenpassen wollen. Sie erscheinen wie zwei eigenständige Geschichten, die zwar im Verlauf miteinander verknüpft werden, dies dann aber doch recht unglaubwürdig. Mit fortschreitendem Verlauf wird die Story ohnehin immer unglaubwürdiger und obendrein wird auch immer wieder das Tempo gedrosselt, wodurch unnötige Längen entstehen. Optisch weiß der Film durchweg zu gefallen und Jean Reno glänzt selbst, wenn die Rolle nicht unbedingt immer glaubwürdig erscheint. Als durchdachter und bodenständiger Thriller kann "Das Imperium der Wölfe" den "Purpurnen Flüsse" allerdings bei weitem nicht das Wasser reichen. Für ordentlichen Unterhaltungswert reicht es aber dennoch allemal.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild erscheint etwas verrauscht und die Farben erscheinen etwas blass, was aber nicht so sehr ins Gewicht fällt, dass es den Sehgenuss stören würde. Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 5.1 und dts vor und beide Varianten glänzen gleichermaßen durch saubere Abmischung und die Nutzung der Surroundkanäle und des Tieftöners.
Neben einem französischen Audiokommentars mit Darstellerin Arly Jover, Kameramann Michel Abramowicz und Regisseur Chris Nahon gibt es auf der Single-Disc-Variante des Filmes keine Extras zu finden. Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte sollte zur Special Edition greifen, die neben einer Steelbox auch noch eine DVD mit reichlich Extras zu bieten hat.
Fazit:
"Das Imperium der Wölfe" versucht sich recht offensichtlich an Grangès Erfolgs-Roman "Die purpurnen Flüsse" auszurichten. Was die Optik und Jean Reno betrifft, ist dies weitestgehend gelungen, inhaltlich wirkt alles mit laufender Spielzeit jedoch viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Für ordentliche Unterhaltung ist zwar gesorgt, für einen bleibenden Eindruck reicht es allerdings nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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123:17 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
Französisch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Französisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Darstellerin Arly Jover, Kameramann Michel Abramowicz und Regisseur Chris Nahon
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Das Imperium der Wölfe
L'Empires des loups
Das Imperium der Wölfe kann nicht halb so laut heulen, wie die purpurnen Flüssen mitreißend fließen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2005 Regie: Chris Nahon Drehbuch: Christian Clavier, Jean-Christophe Grangé, Chris Nahon, Franck Ollivier (nach dem Roman von Jean-Christophe Grangé) Darsteller: Jean Reno, Arly Jover, Jocelyn Quivrin, Laura Morante, Philippe Bas, David Kammenos, Didier Sauvegrain
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 08.03.2006
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