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DVD-Besprechung - The Inspector Lynley Mysteries 2
Story:
Det. Insp. Thomas Lynley (Nathaniel Parker) und Det. Sgt. Barbara Havers (Sharon Small) sind erfolgreiche Ermittler bei New Scotland Yard. Bei ihren Ermittlungen bekommen sie es mit einem Brandstifter zu tun, der einen Cricket-Star getötet hat, mit dem Entführer und Mörder eines kleinen Mädchens, mit verbrecherischen Vorkommnissen in der eigenen Familie und der Suche nach den Hintergründen am Tod eines Mitglieds der pakistanischen Gemeinde.
Meinung zum Film:
Krimi-Autorin Elizabeth George wurde 1949 in Warren/Ohio geboren. Aufgewachsen ist sie jedoch in Kalifornien, wo sie auch Englisch studierte und einen Abschluss in Psychologie machte. 1988 erschien mit "Gott schütze dieses Haus ("A Great Deliverance") ihr erster Roman, welcher den weiteren, recht erfolgreichen Weg begründete. Ihre folgenden Werke erfreuten sich allgemeiner und stets steigender Beliebtheit und konnten ohne Ausnahme auch an den Kassen gleichbleibenden Erfolg erzielen. "Gott schütze dieses Haus" begründete auch eine weitere Grundlage, in dem er die Charaktere Thomas Lynley und Barbara Havers einführte, welche fortan zu den Helden in den Kriminalgeschichten von Elizabeth George wurden. Nicht ganz alltäglich ist es sicherlich, dass ihre Abenteuer nicht im Heimatland der Autorin, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten spielen, sondern im weit entfernten Großbritannien. Dem Unterhaltungswert ihrer Geschichten tut dies jedoch keinen Abbruch, da alles recht authentisch erzählt und geschildert wird und es keine Zweifel daran gibt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Unter dem Titel "The Inspector Lynley Mysteries" begann die BBC 2001 damit, eine TV-Serie mit Spielfilmen zu den Elizabeth-George-Helden zu produzieren. Dadurch, dass die Romane eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Charaktere bieten und so einen roten Faden über den Einzelroman hinweg schaffen, wird sicherlich ein besonderer Reiz geschaffen, der sich auch für das TV-Format bezahlt macht. Allerdings werden nicht alle charakterlichen Aspekte der Bücher auch in den Filmen tiefergehend verfolgt. Wie zum Beispiel die adlige und wohlhabende Herkunft Lynleys, die in den Filmen eher nur am Rande ein Thema ist. Dafür haben es die privaten Probleme des Yard-Beamten auf den Bildschirm geschafft und sind in den Folgen auch ein zentrales Thema - genau wie die seiner ihm unterstellten Kollegin Barbara Havers, welche die Detektivarbeit hauptsächlich erledigt, dafür aber sicherlich auch die meisten Sympathien vom Publikum erhält. Ein Grund hierfür ist aber auch die charmante Art, in der Sharon Small ("About a boy") die Figur darstellt und wodurch sie eine Identifikationsfigur aus dem Volk bietet, auf deren Seite man sich bereitwillig schlägt, da man ihre Sorgen und Problem oftmals sehr gut nachvollziehen kann.
Bei der Lösung der Kriminalfälle werden immer ausreichend Protagonisten als mögliche Täter angeboten. Allerdings immer in einer Menge, bei der man nicht ob der Masse den Überblick verliert. Auch werden diese frühzeitig in die Handlung eingebunden, so dass es ein spätes Auftreten fast unmöglich macht, bei der persönlichen Jagd nach dem Verbrecher die korrekte Lösung finden zu können. Dies ist sicherlich eine der großen Stärken der Elizabeth-George-Krimis, bei denen es zwar nie offensichtlich ist, wer am Ende mit welchem Motiv entlarvt wird, die aber auch keine unfairen Fährten legen oder unlogische Verschleierungen als Mittel nutzen. Der Inhalt der literarischen Vorlage wird stellenweise zwar ein wenig angepasst, damit diese in die Chronologie der TV-Produktionen passt, aber es wird stets darauf geachtet, nicht zu viel zu verfälschen. Die Romane, die hier als Vorlage für die 4 Verfilmungen dienten sind "Asche zu Asche / Playing for the ashes" (1995), "Im Angesicht des Feindes / In the presence of the enemy" (1996), "Mein ist die Rache / A suitable Vengenace" (1991) und "Denn sie betrügt man nicht / Deception on his mind" (1997). Für Krimifreunde ist auf jeden Fall für reichlich spannende Unterhaltung gesorgt. Dabei ist es sicherlich von Vorteil, wenn man bereits mit den ersten vier Abenteuern aus der "Inspector Lynley Mysteries"-Serie vertraut ist, zwingend erforderlich ist es allerdings nicht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist wie von BBC-Dokumentationen gewohnt ein wenig verrauscht, ansonsten aber einer TV-Produktion angemessen gut. Gleiches gilt für den ordentlichen Dolby Digital 2.0-Ton.
Als Extras gibt es eine Biografie von Elizabeth George und ein Interview mit "Det. Insp. Lynley"-Darsteller Nathaniel Parker. Beides in Form von Texttafeln.
Fazit:
"The Inspector Lynley Mysteries 2" ist Pflichtprogramm für Freunde von britisch angehauchter Krimi-Unterhaltung. Sorgsam in die Geschichte eingebettete Verdächtige, durchdachte Plots und eine stetige Weiterentwicklung der Haupt-Charaktere sorgen für kurzweiliges Krimi-Vergnügen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:18 Minuten
88:55 Minuten
88:15 Minuten
89:18 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Biografie Elizabeth George
- Interview mit Nathaniel Parker in Form von Texttafeln
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The Inspector Lynley Mysteries 2
The Inspector Lynley Mysteries 2
Unterhaltsame Krimi-Kost basierend auf Romanen von Elizabeth George
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2003 Regie: Richard Spence, Brian Stirner, Edward Bennett, Tim Leandro Drehbuch: Kate Wood, Francesca Brill, Valerie Windsor (nach den Romanen von Elizabeth George) Darsteller: Nathaniel Parker, Sharon Small, Neve Macintosh, Phyllis Logan, Joe Duttine, Robert Whitelock, James Hazeldine, Peter Egan, Gabrielle Drake, Emily Joyce, Tanveer Ghani
Label :
BBC
Verkaufsstart : 31.03.2006
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 31.03.2006
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