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DVD-Besprechung - Keizoku - Ungelöste Morde
Story:
Jun Shibata (Miki Nakatani) ist gerade zur Leiterin des Keizoku Sonderdezernats ernannt worden, als sie mit einem Mitarbeiter ihres Teams auf eine Reise zur Insel Jakudzi eingeladen wird. Diese wird von Nanami veranstaltet, die vor 15 Jahren durch ein Schiffsunglück ihre Eltern verlor. Geladen sind neben den Keizoku-Beamten noch alle anderen Passagieren, die damals auf dem gleichen Schiff wie ihre Eltern waren, das Unglück aber überlebten. Auf der Insel stellt sich die Reise dann allerdings nicht als Urlaubsvergnügen heraus, sondern als mörderisches Spiel. Denn die Überlebenden sollen nun nach und nach sterben. Darüber hinaus geht es mit der Zeit immer unheimlicher vor, als Dinge und sogar eine ganze Insel spurlos verschwinden.
Meinung zum Film:
Auf dem Cover wird damit geworben, dass der Film eine Mischung aus "Akte X" und "Ring - Das Original" sei. Dies ist allerdings ein Vergleich, dem der Film nicht ganz gerecht werden kann. Die Ansätze zu "Akte X" kann man noch akzeptieren, doch mit "Ring" hat "Keizoku" herzlich wenig gemeinsam. Darüber hinaus wurde bei den Vergleichen noch eine entscheidende Komponente vergessen. Mit dem Zusatz "nebst einer gehörigen Portion "Monty Pythons - Der Sinn des Lebens" auf die japanische Art" würde man das Publikum gleich auf die albernen Gags vorbereiten, die vor allem zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig sind. Inakzeptabel sind diese Quatsch-Einlagen vor allem dann, wenn man auf Grund der Angaben auf dem Cover nicht darauf vorbereitet ist und einen handfesten Mystik-Thriller erwartet.
Noch besser wäre es allerdings gewesen, man hätte auf die unnötigen Albernheiten ganz verzichtet. Denn das Mörderspiel auf der Insel ist teilweise sehr gut gelungen und kann es problemlos mit den "Wer war der Täter?"-Klassikern von Agatha Christie aufnehmen. Eine Gruppe Menschen, bei der offensichtlich jeder etwas zu verbergen hat, ist gefangen auf einer abgelegenen Insel und nach und nach kommt einer nach dem anderen ums Leben. Sehr schön ist dabei vor allem die mysteriöse Nanami, die mit einer diabolischen Freude die immer mehr ansteigende Angst der in Gefahr befindlichen Gruppe genießt und dabei immer wieder mit freudestrahlendem Gesicht verkündet, dass sie an den einzelnen Todesfällen keine Schuld trägt und die anwesenden Ermittlern dies abschließend auch bestätigen werden.
So bleibt es vollkommen unverständlich, warum sich der Regisseur nicht allein auf diese spannenden Elemente verlassen hat. Denn in dieser Hinsicht hat der Film einiges zu bieten und kann ohne Zweifel unterhalten. Wenn man dann aber immer wieder die Klamauk-Einspieler über sich ergehen lassen muss, ist es mit der spannenden Atmosphäre und dem mystischen Eindruck hinüber. Ein Problem ist es auch, dass "Keizoku" auf einer japanischen TV-Serie im Stile von "Akte-X" beruht und einige Handlungsstränge daraus aufnimmt. Dies wird vor allem nach der Auflösung des Falles ein Problem, da dann noch einmal rund 30 Minuten Spukgeschichte präsentiert wird, die dem Film ebenfalls nicht sehr förderlich sind und ohne echten Bezug zum Hauptteil steht. Sieht man "Keizoku" allein auf den Krimi-Teil begrenzt, ist er sehr gut und unterhaltend. Zieht man allerdings die Manga-Comedy und das nicht ganz passende letzte Viertel in die Betrachtung mit ein, macht er nicht einmal mehr halb so viel Spaß.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt insgesamt ein wenig matt. Die Farben besitzen wenig Kraft und könnten durchaus ein wenig mehr Intensität vertragen. Ansonsten ist es jedoch über alle Zweifel erhaben und weist keine Probleme auf. Lediglich die üblichen Nachzieheffekte durch einen Transfer vom Videomaster machen sich bemerkbar. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, insgesamt aber ein wenig effektlos.
Bei den Extras ist vor allem das Making Of interessant, da man hier ein wenig Infos über die TV Serie erhält. Es ist zwar recht werbelastig, aber immerhin bekommt man so einen kleinen Einblick. Das Interview mit dem Regisseur geht gut 50 Minuten und dort wird fast schon wie bei einem Audiokommentar auf einzelne Szenen des Films eingegangen. Als kleinere Boni sind noch eine Bildergalerie und ein Trailer mit auf der DVD. Die Beiträge sind in Originalsprache mit deutschen Untertiteln.
Fazit:
Das japanische Mörderspiel "Keizoku" hat sehr stimmungsvolle Momente zu bieten und die Suche nach dem Mörder wird in allerbester Agatha Christie-Manier erzählt. Doch die albernen Späße, die den Film immer wieder heimsuchen, machen einen Großteil des Filmvergnügens zunichte, indem sie die Spannung schlagartig in den Keller drücken.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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114:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Japanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interview
- Bildergalerie
- Trailer
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Keizoku - Ungelöste Morde
Keizoku - The Movie
Japanische Version einer Agathe Christie-Story mit dem feinsinnigen Humor eines Kinder-Manga
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2000 Regie: Yukihiko Tsutsumi Drehbuch: Yumie Nishiogi Darsteller: Miki Nakatani, Atsuro Watabe, Inuko Inuyama, Shigeru Izumiya, Hairi Katagiri, Kera, Nanako Ôkouchi, Raita Ryu, Sarina Suzuki, Yu Tokui
Label :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart : 20.01.2005
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