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DVD-Besprechung - Ghost Rider
Story:
Johnny Blaze (Nicolas Cage) betreibt mit seinem Vater Barton (Brett Cullen) zusammen eine Motorrad-Stuntshow auf einem Jahrmarkt. Mit ihren waghalsigen Sprüngen durch Feuerreifen begeistern sie ihr Publikum, doch Johnny will mehr und vor allem die hübsche Roxanne (Eva Mendes). Als sein Vater jedoch eine niederschmetternde Krebsdiagnose erhält, macht Johnny ein mysteriöser Mann ein unglaubliches Angebot, denn für die Heilung vom Krebs verlangt er von Johnny dessen Seele. Der junge Mann nimmt an und am nächsten Tag ist sein Vater geheilt, doch gleich darauf verunglückt er bei einem Stunt tödlich. Johnny sieht sich von Mephistopheles getäuscht und zieht in die Fremde, um täglich aufs Neue sein Leben zu riskieren. Doch eines Tages meldet sich der Teufel bei ihm und fordert sein vertragliches Recht. Er macht den nun bekannten Stuntman Johnny zu seinem persönlichen Kopfjäger, dem „Ghost Rider“.
Meinung zum Film:
Comicverfilmungen sind in den letzten Jahren fast schon zu einer Bank an den Kinokassen geworden. Wenn die Comichelden mittels der nun möglichen Tricktechnik bzw. den Computeranimationen nun über die Leinwand toben, dann kommen die Fans auch ins Kino, was die durchweg ordentlichen Zahlen belegen. Die nun realen Figuren ziehen selbst im fernen Europa ein Publikum an und dabei ist es scheinbar unerheblich, dass es neben den weltbekannten „Spider-Man“, „Superman“ oder „Batman“ auch Fankult wie „Hellboy“ oder nun den „Ghost Rider“ gibt. Der Kopfjäger des Teufels steigt nun auf sein flammendes Bike und gibt dem Bösen mal so ordentlich Zunder. Damit dieses auch so richtig gut zur Geltung kommt, dafür sorgen die Spezialeffekte, die sich deutlich in der Topliga bewegen. Doch nicht nur die Höllenmaschine wird perfekt in Szene gesetzt, nein, alles Übrige passt auch. Die Effekte verwöhnen das Auge des Betrachters mit tollen Einstellungen und wenn Stuntfahrer Johnny Blaze einen Show-Sprung über Kampfhubschrauber wagt, dann lässt die Illusion einen glauben, dass das Geschehen auf dem Screen echt ist.
Für Nicolas Cage („Stadt der Engel“) ist die Rolle als feuriger Motorradfahrer ein echter Glücksgriff, aber auch für das Publikum. Für die Rolle scheint Cage disziplinarisch durch die Hölle gegangen zu sein, denn selten hat er sich in seinen Filmen so mager, aber völlig durchtrainiert gezeigt. In einer Szene macht er mit freiem Oberkörper Faxen vor dem Spiegel und versetzt damit sicherlich so manche Zuschauerin in Verzückung. Da darf natürlich auch keine attraktive Frau fehlen und mit Eva Mendes („Irgendwann in Mexiko“) taten die Produzenten einen weiteren geschmackssicheren Griff. Die kubanisch-amerikanische Schönheit bringt die passende Erotik mit, um auch dem männlichen Publikum einen Anreiz zu bieten. Als Teufel mit dem schönen Namen „Mephistopheles“ wurde Kinoveteran Peter Fonda („Easy Rider“) in das Rennen um die Macht in der Hölle geschickt. Seine Auftritte sind zwar kurz, aber intensiv.
Die getestete Kinofassung umfasst rund 105 Minuten, doch Anfang Juni erschien in den USA (Region 1) bereits eine Langfassung mit einer Laufzeit von 122 Minuten, die in Deutschland ebenfalls parallel zur Veröffentlichung der Kinofassung erscheint, und man darf schon jetzt gespannt sein, welche inhaltlichen Unterschiede die beiden Fassungen aufzeigen werden. Als Comicadaption ist die kürzere Fassung schon jetzt auf jeden Fall eine der besten Comicverfilmungen auf dem Markt und sollte sich in jeder Filmsammlung wiederfinden. Der Film ist schnell geschnitten und es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Die Bilderflut und der grandiose Sound des Bikes ziehen den Zuschauer schnell in ihren Bann und schnell wird klar, dass die etablierten Helden einen neuen Konkurrenten in der Publikumsgunst bekommen haben. Auf Fortsetzungen darf sich das Publikum schon jetzt freuen, denn der Teufel hat einen Konkurrenten bekommen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist richtig gut geworden und es ist ein echter Hingucker. Die Farben sind kräftig, aber nicht überzogen und der Kontrast bleibt auch in den dunkleren Szenen immer sauber. Der Ton ist wuchtig und stets präsent. Die Kombination von gutem Bild und erstklassigem Sound zieht den Zuschauer in seinen Bann, was einen kurzweiligen Effekt nach sich zieht.
Bei den Extras hat man sich ein wenig zurückgehalten und lediglich zwei Kommentarspuren spendiert.
Fazit:
„Ghost Rider“ ist eine richtig unterhaltsame Comicverfilmung geworden, die sich vor den ganz großen Produktionen nicht verstecken muss. Mit Nicolas Cage hat man einen würdigen Hauptdarsteller gefunden und er kann tatsächlich als Comicheld bestehen. Technisch ist die DVD vollkommen auf der Höhe und der Zuschauer bekommt so einiges für Augen und Ohren geboten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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105:36 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Mark Steven Johnson und Dem Leiter
- Audiokommentar von Produzent Cary Foster
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Ghost Rider
Ghost Rider
Erstklassiger Höllenritt aus der Comicwelt
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Mark Steven Johnson Drehbuch: Mark Steven Johnson, Shane Saleno Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes, Peter Fonda, Donal Logue, Brett Cullen
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 30.08.2007
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