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DVD-Besprechung - Abserviert - Extended Version
Story:
Es ist ein typischer Arbeitstag im Schnellrestaurant "Shenaniganz", in dem Mitch (John Francis Daley) gerade zu arbeiten angefangen hat. Unausstehliche Kunden, ein größenwahnsinniger Manager, zugekiffte Hilfskräfte und das für die Angestellten unwahrscheinlich motivierende "Peniszeigespiel" machen diesen ersten Arbeitstag für den Neuling zu einer unvergesslichen Erfahrung. Mitch erhält aber auch Einblick in den Maßnahmenkatalog der Vergeltungsmaßnahmen für unfaire und launische Kundschaft, von dem die Kunden glücklicherweise nichts mitbekommen. Währenddessen steht der in einer persönlichen Krise befindliche Dean (Justin Long), dem die Stelle des stellvertretenden Managers angeboten wird, vor seiner bisher wohl schwersten Entscheidung.
Meinung zum Film:
"Abserviert" verkörpert das Regie- und Drehbuchdebüt von Rob McKittrick, der den Film als guten Bericht über seinen Lebensabschnitt in der Gastronomie bezeichnet und darin eigene Erfahrungen verarbeitet. Der Film orientiert sich dabei an Vorbildern wie "American Pie" und "Clerks" von Kevin Smith und einer der Produzenten von "American Pie" war auch an der Entstehung von "Abserviert" beteiligt. In die deutschen Kinos hat es der Film trotzdem nie geschafft.
Auch wenn im Zusammenhang mit "Abserviert" das Branding "American Pie" doch arg strapaziert wird, verfügt "Abserviert" durchaus über seinen eigenen Stil und gibt sich auch nicht ganz so pubertär-dämlich wie die Filme der "American Pie"-Reihe. Zwar spielen auch hier Geschlechtsteile eine ziemlich bedeutende Rolle, diese werden einem aber nicht ständig bildlich gesprochen um die Ohren gehauen, und auf die Darstellung nackter Tatsachen wurde quasi komplett verzichtet. Ein Großteil des Humors ergibt sich aus den liebenswert-skurrilen Charakteren, die für eine solche Komödie, schauspielerisch, auf ziemlich hohem Niveau mit Leben erfüllt werden. Es gibt dabei eine Reihe unterschiedlichster Charaktere, die alle auf ihre eigene Art und Weise mit der Situation im "Shenaninganz" umzugehen versuchen, letztendlich aber alle zusammen ein unschlagbares Team bilden. Während Monty (Ryan Reynolds) mit flotten Sprüchen und großer Klappe die Stimmung im Diner hebt, ist Naomi (Alanna Ubach) das komplette Gegenstück zu ihm und gebärdet sich gegenüber den anderen Mitarbeitern wie eine aufgebrachte Furie. Kaum betritt sie jedoch den Kundenbereich, verändert sich wie auf Knopfdruck ihr Gesichtsausdruck von hassverzerrter Fratze zu einem Dauergrinsen. Währenddessen macht sich Dean in der nicht sonderlich tiefgründigen Rahmenhandlung Gedanken über seine bisher wenig glorreiche, berufliche Karriere. Calvin (Rob Benedict) hingegen hat ganz andere Probleme und schlägt sich damit herum, dass er seit eines traumatischen Erlebnisses auf einer öffentlichen Toilette kein Wasser mehr lassen kann.
Die Hauptbeschäftigung der männlichen Angestellten im "Shenaniganz", neben der Arbeit, für die sie bezahlt werden, ist das sogenannte "Peniszeigespiel". Bei diesem Spiel gibt es eine Rangfolge von fünf Figuren, die aus den zu diesem Zweck entblößten Genitalien gebildet werden. Ziel des Spiels ist es dabei, den Blick der anderen Mitarbeiter darauf zu lenken, bzw. sie mit diesen nackten Tatsachen zu konfrontieren, um sie dann hinterher im Erfolgsfall als "Schwuchtel" zu beschimpfen und sie mit der vorher festgelegten Zahl von Arschtritten dafür zu belegen. Besonders prägend für den Film sind weiterhin die Racheaktionen des Personals gegen ständig stänkernde Gäste, die einiges an Ekelpotential beinhalten, und einem den nächsten Besuch im örtlichen Schnellimbiss unter Umständen nachhaltig verderben könnten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann bis auf ein wahrnehmbares, aber nicht sonderlich störendes Rauschen durchaus überzeugen, nicht zuletzt durch die kräftigen Farben. Die akustische Untermalung und die Verständlichkeit der Dialoge kann bei beiden Tonspuren überzeugen.
Auf der DVD befindet sich der Trailer zum Film, wahlweise in Deutsch oder Englisch, Deleted Scenes mit einer Laufzeit von etwa 7 Minuten, Outtakes mit einer Laufzeit von fast 15 Minuten, sowie Szenen vom Casting der Hauptdarsteller mit einer Lauflänge von rund 12 Minuten. Leider sind diese Extras eher Füllmaterial und anders als der Film nicht sonderlich komisch. Deutlich besser ist da schon das fast 20-minütige Making Of, u.a. mit Informationen über die nicht ganz problemlose Entstehungsgeschichte des Films, sowie die komplette "Live-Planung" einer Szene, mit dem im Fenster eingespielten fertigen Endprodukt als Vergleichsobjekt.
Fazit:
"Abserviert" ist ein Gute-Laune-Film, der zwar einiges an Plattheiten und pubertärem Humor auffährt, diesen aber letztendlich doch ein wenig raffinierter, und nicht so niveaulos, wie z.B. "American Pie", präsentiert. Zwar ist der Film kein Überflieger, erfindet das Genre nicht neu und bietet auch keine Schenkelklopfer am laufenden Band, er kann jedoch über 90 Minuten durchaus ansprechend und ohne größere Längen unterhalten. Die Gagdichte ist dabei angemessen und bietet in Verbindung mit den liebenswert-durchgeknallten Charakteren genügend Potential für einen halbwegs amüsanten Abend.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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90:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer (Deutsch/Englisch)
- Deleted Scenes
- Making Of
- Outtakes
- Szenen vom Casting
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Abserviert
Waiting...
Verscherz es dir nicht mit den Leuten, die dir das Essen bringen, sonst kannst Du dich auf etwas gefasst machen
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Rob McKittrick Drehbuch: Rob McKittrick Darsteller: Ryan Reynolds, Justin Long, David Koechner, Luis Guzmán, Alanna Ubach, Rob Benedict
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 07.09.2007
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