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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Der Todesverächter

Story:
Luke Smith (Alan Ladd) arbeitet bei der Eisenbahn und ist dort für die Sicherheit zuständig. Nach einem Zugüberfall übernimmt er die Ermittlungen. Gleichzeitig ist er noch mit Murray (Robert Preston) befreundet, der ebenfalls Bahnangestellter ist. Eines Tages wird Murray entlassen und dieser schlägt sich auf die Seite der Banditen. Die Freundschaft zwischen den beiden Männern bekommt daraufhin starke Risse.

Meinung zum Film:
„Der Todesverächter“ entstand 1948 unter der Regie von Leslie Fenton („Die Todesreiter von Laredo“), der zuvor als Darsteller („Der öffentliche Feind“) agierte, bevor er 1938 die Kameraseiten wechselte. Mit Alan Ladd („Der große Gatsby“) stand ihm ein beliebter Haudegen als Hauptdarsteller zur Verfügung. Der Originaltitel des Filmes ist „Whispering Smith“, was auch in der deutschen Fassung der Spitzname des Protagonisten ist. Dieser Spitzname ist in der Synchronfassung jedoch nicht ganz nachvollziehbar, weil Ladds Charakter hier eher mit normaler Lautstärke spricht, während seine Stimme in der Originalfassung deutlich leiser ist. Nach einen actionreichen Beginn kommen beim „Todesverächter“ recht bald erste dramaartige Tendenzen ins Spiel und die zu Beginn fast unzerstörbare Freundschaft zwischen Smith und Murray bekommt deutliche Risse.

Recht kurz nachdem die Hauptfigur Smith eingeführt wurde, lernt der Zuschauer schon Murray (Robert Preston, "Das war der wilde Westen") kennen, der zusammen mit Smith für die Eisenbahn arbeitet. Die eigentlich unbeschwerte Freundschaft geht zu Ende, als Murray entlassen wird. Interessant hierbei die kindlich-naive Art Murrays, der seinen neuen bürokratischen Chef nicht akzeptieren kann und es völlig normal findet, einen Bericht erst 2 Tage später als erwartet abzuliefern, um dann nach einer Ermahnung des Vorgesetzten auch noch mit lustigen Sprüchen zu reagieren. Die anfänglich eher lockere Konfrontation wird dann später bei einer anderen Situation eskalieren und Murray zieht jobmäßig natürlich den Kürzeren gegen seinen Chef. Der komplette Gegensatz zu Murray ist dagegen der Held Smith, der stets pflichtbewusst und zuweilen verbissen seinen Job erledigt und Verbrecher jagt, die einen Zug überfallen haben. Aus dieser interessanten Konstellation heraus ergibt sich dann die Konfrontation zwischen den beiden, die die Erwartungen des Zuschauers auch immer erfüllen kann.

Direkt aus dem Italowestern entsprungen und 20 Jahre in der Zeit zurückversetzt könnte die kleine Nebenfigur des „Whitey“ sein, ein wortloser blonder Schurke, der nur eine einzige Emotion in seinem Repertoire hat und das Vorbild von Klaus Kinski sein könnte – ein grandioser Regieeinfall! Die Hauptdarsteller Alan Ladd und Robert Preston erledigen ihre Arbeit ebenfalls prima und so ist der „Todesverächter“ insgesamt ein sehr spannender Vertreter seines Genres mit Drama-Einschlag, den man als Westernfan nicht verpassen sollte! Sehr interessant auch die häufigen Studioaufnahmen, die in vielen Einstellungen eine Szenerie in frischer Luft nachahmen sollen oder auch die gelegentlichen Aufnahmen vor einer Leinwand. Diese Szenen wirken nie billig, immer sympathisch und passen sich vor dem Hintergrund der Entstehungszeit des Films wunderbar ins Gesamtgeschehen ein.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität kann überzeugen, die Schärfe ist angenehm, die Farben ebenso und altersbedingte Beschädigungen sind weit und breit keine zu entdecken. Der Ton kommt auf deutsch in Dolby Digital 2.0 daher und hat eine gute Dialogverständlichkeit.

An Extras gibt es neben dem US-Trailer und einer Bildergalerie noch ein 4-seitiges Booklet mit interessanten Hintergrundinfos zum Film.

Fazit:
„Der Todesverächter“ ist eine interessante Westernmischung aus Spannung und Drama über eine Männerfreundschaft, die über die gesamte Laufzeit gut zu unterhalten weiß. Die DVD ist technisch ok und so gibt es für diesen Film eine ganz klare Empfehlung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
85:20 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Trailer
  • Booklet
Der Todesverächter - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Der Todesverächter
Whispering Smith

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ein Zugüberfall und eine bröckelnde Männerfreundschaft


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1948
Regie:
Leslie Fenton
Drehbuch:
Frank Butler, Karl Kamb
Darsteller:
Alan Ladd, Robert Preston, Brenda Marshall, Donald Crisp, William Demarest

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
03.08.2007