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DVD-Besprechung - Sinking of Japan
Story:
Japan droht der Untergang im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgelöst durch
die pazifische Platte, die unter Japan versinkt, wird die japanische
Inselkette nicht mehr standhalten können und versinken, und das
innerhalb von weniger als einem Jahr. Es scheint, als ließe sich dieser
Prozess nicht aufhalten. Doch wer wird 120 Millionen Flüchtlinge
aufnehmen? Welche Auswirkungen wird dies auf die Wirtschaft haben? Oder
kann man vielleicht doch noch etwas gegen die Katastrophe tun?
Meinung zum Film:
Rein wissenschaftlich gesehen ist dieser Film vielleicht ein wenig
Science-Fiction, aber die pazifische Platte löst besonders in Japan
immer wieder verheerende Beben aus. Das letzte wirklich große Beben
fand in Kobe statt und da ist es nur verständlich, wenn sich japanische
Filmemacher nicht das erste Mal mit einem Untergang der Inselkette
beschäftigen. Und so ist auch "Sinking Of Japan" "nur" ein Remake eines
Films aus den siebziger Jahren, der den Titel "Der Untergang Japans"
trug. Nun wird Japan aber vermutlich weniger durch ein Versinken über
die Erdplatten bedroht werden, sondern eher durch die zunehmende
Erderwärmung und durch die von Experten berechnete Erhöhung des
Meeresspiegels. Das Szenario an sich, dass Japan versinken könnte, ist
also nicht unbedingt nur ein Horrorszenario, sondern kann durchaus
Realität werden. Nur, ob es so schnell gehen wird, das ist wieder eine
ganz andere Frage. Wie jedes Drama über Naturkatastrophen musste auch
dieser Film zeitlich eingegrenzt werden, um die Spannung zu erhöhen und
den Erzählfluss nicht zu sehr zu verwässern. Und so ist er schlicht und
ergreifend wissenschaftlich nicht wirklich haltbar.
"Sinking Of Japan" hat in Japan einen nicht unerheblichen
Box-Office-Erfolg hingelegt. Über 57 Millionen US-Dollar wurden
eingespielt. Vergleicht man das einmal mit dem Katastrophenfilm
"Armageddon" aus den USA von 1998, der rund 200 Millionen weltweit
einspielte, so ist dies mit Sicherheit ein großer Erfolg. "Sinking Of
Japan" zeigt vor allem Eines: Gute und große Spezialeffekte müssen
nicht unbedingt in der Traumfabrik Hollywood entstehen, sie können auch
in Japan produziert werden. Rein vom technischen Standpunkt her ist
"Sinking Of Japan" ein absolut sehenswerter Film, der den Untergang
Japans perfekt zelebriert. Regisseur Shinji Higuchi ("Lorelei") ist
seine Herkunft aus dem Special Effects Department anzumerken, wo er
schon 1985 mit Godzilla einige Zerstörungen auf Japan anrichten durfte.
Die Kameraführung ist exzellent, die Special Effects beeindruckend.
"Sinking Of Japan" funktioniert daher als reines Popcorn-Kino sehr gut.
Wer erwartet hat, einen Charakterfilm zu sehen, der wird
freilich enttäuscht werden. Higuchi hält sich nicht sehr stark mit
Charakterentwicklung auf. Sicher gibt es einige Hauptprotagonisten,
diese haben aber nicht sehr viel mehr als die üblichen
Katastrophensätze zu sprechen und bleiben weitestgehend blass. Da ist
es dann auch kein Wunder, wenn weder Namen noch Gesichter der
Charaktere oder der Schauspieler im Gedächtnis bleiben. Higuchi hätte
genauso gut die wenigen Storyschnipsel, die sich mit diesen Personen
befassten, komplett herauslassen können und es hätte nicht weiter
gestört.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist bis auf wenige Ausnahmen sehr gut übertragen worden. Es
gibt nur ein, zwei Szenen, bei denen der einfarbige Hintergrund etwas
grieselig wirkt. Kontrast und Farben wirken aber lebendig. Vom Ton her
liegt der Scheibe ein mächtiger Soundtrack bei. Hier kann man getrost
die Surround-Anlage aufdrehen und sich vom wummernden Bass der Erdbeben
direkt in den Film tragen lassen. An Effekten wurde hier nicht gespart
und die deutsche und die japanische Version sind gleichermaßen gut
ausgesteuert worden und liegen beide in Dolby Digital 5.1 vor.
Der zum Test vorliegenden Verleihversion des Films lagen keine
Extras bei. Es gibt aber eine Special Edition mit 2 DVDs im Verkauf.
Dort ist dann auf der zweiten DVD mehr zu erwarten.
Fazit:
Als reiner Katastrophen- und Popcornfilm funktioniert "Sinking Of
Japan" sehr gut. Eine Charakterentwicklung findet aber nicht statt und
die paar Schauspieler, die auftreten, kann man getrost schnell wieder
vergessen. Alleine aber wegen der Special Effects sollte man diesen
Film einmal gesehen haben. Von wegen Trash, das ist die hohe Kunst der
Effekte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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129:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Sinking Of Japan
Nihon chinbotsu
Getroffen und versenkt
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006 Regie: Shinji Higuchi Drehbuch: Masato Kato, Sakyo Komatsu Darsteller: Akira Emoto, Etsushi Toyokawa, Hideko Yoshida, Jun Kunimura, Koji Ishizaka, Kou Shibasaki, Mao Daichi, Mayuko Fukuda, Mitsuhiro Oikawa, Tsuyoshi Kusanagi
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 23.02.2007
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