Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Sinking of Japan
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Sinking of Japan

Story:
Japan droht der Untergang im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgelöst durch die pazifische Platte, die unter Japan versinkt, wird die japanische Inselkette nicht mehr standhalten können und versinken, und das innerhalb von weniger als einem Jahr. Es scheint, als ließe sich dieser Prozess nicht aufhalten. Doch wer wird 120 Millionen Flüchtlinge aufnehmen? Welche Auswirkungen wird dies auf die Wirtschaft haben? Oder kann man vielleicht doch noch etwas gegen die Katastrophe tun?

Meinung zum Film:
Rein wissenschaftlich gesehen ist dieser Film vielleicht ein wenig Science-Fiction, aber die pazifische Platte löst besonders in Japan immer wieder verheerende Beben aus. Das letzte wirklich große Beben fand in Kobe statt und da ist es nur verständlich, wenn sich japanische Filmemacher nicht das erste Mal mit einem Untergang der Inselkette beschäftigen. Und so ist auch "Sinking Of Japan" "nur" ein Remake eines Films aus den siebziger Jahren, der den Titel "Der Untergang Japans" trug. Nun wird Japan aber vermutlich weniger durch ein Versinken über die Erdplatten bedroht werden, sondern eher durch die zunehmende Erderwärmung und durch die von Experten berechnete Erhöhung des Meeresspiegels. Das Szenario an sich, dass Japan versinken könnte, ist also nicht unbedingt nur ein Horrorszenario, sondern kann durchaus Realität werden. Nur, ob es so schnell gehen wird, das ist wieder eine ganz andere Frage. Wie jedes Drama über Naturkatastrophen musste auch dieser Film zeitlich eingegrenzt werden, um die Spannung zu erhöhen und den Erzählfluss nicht zu sehr zu verwässern. Und so ist er schlicht und ergreifend wissenschaftlich nicht wirklich haltbar.

"Sinking Of Japan" hat in Japan einen nicht unerheblichen Box-Office-Erfolg hingelegt. Über 57 Millionen US-Dollar wurden eingespielt. Vergleicht man das einmal mit dem Katastrophenfilm "Armageddon" aus den USA von 1998, der rund 200 Millionen weltweit einspielte, so ist dies mit Sicherheit ein großer Erfolg. "Sinking Of Japan" zeigt vor allem Eines: Gute und große Spezialeffekte müssen nicht unbedingt in der Traumfabrik Hollywood entstehen, sie können auch in Japan produziert werden. Rein vom technischen Standpunkt her ist "Sinking Of Japan" ein absolut sehenswerter Film, der den Untergang Japans perfekt zelebriert. Regisseur Shinji Higuchi ("Lorelei") ist seine Herkunft aus dem Special Effects Department anzumerken, wo er schon 1985 mit Godzilla einige Zerstörungen auf Japan anrichten durfte. Die Kameraführung ist exzellent, die Special Effects beeindruckend. "Sinking Of Japan" funktioniert daher als reines Popcorn-Kino sehr gut.

Wer erwartet hat, einen Charakterfilm zu sehen, der wird freilich enttäuscht werden. Higuchi hält sich nicht sehr stark mit Charakterentwicklung auf. Sicher gibt es einige Hauptprotagonisten, diese haben aber nicht sehr viel mehr als die üblichen Katastrophensätze zu sprechen und bleiben weitestgehend blass. Da ist es dann auch kein Wunder, wenn weder Namen noch Gesichter der Charaktere oder der Schauspieler im Gedächtnis bleiben. Higuchi hätte genauso gut die wenigen Storyschnipsel, die sich mit diesen Personen befassten, komplett herauslassen können und es hätte nicht weiter gestört.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist bis auf wenige Ausnahmen sehr gut übertragen worden. Es gibt nur ein, zwei Szenen, bei denen der einfarbige Hintergrund etwas grieselig wirkt. Kontrast und Farben wirken aber lebendig. Vom Ton her liegt der Scheibe ein mächtiger Soundtrack bei. Hier kann man getrost die Surround-Anlage aufdrehen und sich vom wummernden Bass der Erdbeben direkt in den Film tragen lassen. An Effekten wurde hier nicht gespart und die deutsche und die japanische Version sind gleichermaßen gut ausgesteuert worden und liegen beide in Dolby Digital 5.1 vor.

Der zum Test vorliegenden Verleihversion des Films lagen keine Extras bei. Es gibt aber eine Special Edition mit 2 DVDs im Verkauf. Dort ist dann auf der zweiten DVD mehr zu erwarten.

Fazit:
Als reiner Katastrophen- und Popcornfilm funktioniert "Sinking Of Japan" sehr gut. Eine Charakterentwicklung findet aber nicht statt und die paar Schauspieler, die auftreten, kann man getrost schnell wieder vergessen. Alleine aber wegen der Special Effects sollte man diesen Film einmal gesehen haben. Von wegen Trash, das ist die hohe Kunst der Effekte.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
129:21 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Japanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • -
Sinking of Japan - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Sinking Of Japan
Nihon chinbotsu

Bild unseres Mitarbeiters Bernd Glasstetter
Getroffen und versenkt


Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006
Regie:
Shinji Higuchi
Drehbuch:
Masato Kato, Sakyo Komatsu
Darsteller:
Akira Emoto, Etsushi Toyokawa, Hideko Yoshida, Jun Kunimura, Koji Ishizaka, Kou Shibasaki, Mao Daichi, Mayuko Fukuda, Mitsuhiro Oikawa, Tsuyoshi Kusanagi

Label Deutschland :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
23.02.2007