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DVD-Besprechung - Der gefährlichste Job Alaskas
Story:
Krabbenfischer in Alaska, das ist ein hochgefährlicher Job, das ist
aber auch das Leben von einigen hundert Menschen im höchsten Norden
Amerikas. Tiefgläubig sind die Fischer und das nicht ohne Grund, denn
fast jede Fangfahrt wird von Unglücken begleitet. Sehr viel
abergläubischer könnten die Menschen wohl nicht sein und sie pflegen
eiserne Rituale, die Glück bringen sollen, um zu überleben - im
gefährlichsten Job Alaskas. Die Serie begleitet die Fischer auf zwei
Fischzügen, bei denen die Königskrabbe und die Schneekrabbe gefangen
werden.
Meinung zum Film:
Fischen. Was kann da eigentlich gefährlich dran sein? Wenn man an
Fischer denkt, dann vermutlich am ehesten an eine romantische Version
im Mittelmeer. Kleine, weiße Holzboote fahren gegen Abend aufs Meer, im
Mondschein werden die Netze ausgeworfen, die Fischer kehren am Morgen
in ihren Hafen zurück und versorgen am Nachmittag ihre Netze. Die
Realität in der Beringsee könnte nicht weiter davon entfernt sein. Die
Boote sind nicht aus Holz, sie würden gar nicht dem arktischen Wetter
standhalten. Sie sind auch nicht gerade klein, einige von Ihnen kommen
auf beachtliche Länge und Gewicht. Andere Boote haben nur eine
Mannschaft aus fünf Personen und müssen dennoch ihr Soll erfüllen. Die
Beringsee, in der die Schiffe kreuzen, ist neben dem Meer rund um
Kaphorn einer der gefährlichsten Ozeane der Welt. Die Wetterbedingungen
können blitzschnell umschlagen, Stürme und meterhohe Wellen machen den
Besatzungen das Leben mehr als nur schwer. Und dabei sollen doch
Fangkörbe mit einem Gewicht von mehreren hundert Kilo ausgeworfen und
wieder geborgen werden, gefüllt kommen diese Körbe sogar auf ein
Gewicht von bis zu einer Tonne.
Die Dokumentation wird ihrem Titel in jedem Fall gerecht, denn
man hat das Leben und auch das Sterben der Seeleute sehr gut
aufgezeichnet. Ausführlich werden zwei Fangsaisons auf je vier Booten
bekleidet. Nicht nur die Arbeit der Seeleute wird gezeigt, die Serie
blickt auch tief in das Privatleben der Protagonisten hinein und zeigt
auch unverblümt, wie es zu Problemen und Streitereien kommt. Die
ungeschminkte Wahrheit kann man das nennen und nun ist das auch nicht
gerade selbstverständlich, man hätte ja auch durchaus einige Konflikte
verbergen können. Es kam während der Dreharbeiten zur 2. Saison darüber
hinaus zum Verlust eines Fangschiffes und eines weiteren Seemannes
eines anderen Bootes. Hier muss man den Produzenten ein Kompliment
machen. Wenn auch einige Folgen recht sensationsheischend waren, so
hielt man sich beim Verlust des Fangbootes merklich zurück und versucht
daraus keine Sensation zu machen. Letztendlich ist aber alle sehr
spannend und authentisch gefilmt worden.
Es ist vielleicht die Sensationsgier, die einen schalen
Beigeschmack hinterlässt. "Der gefährlichste Job Alaskas" ist mehr eine
Realityshow, als eine Dokumentation. Bei jeder Folge werden die
dramatischsten Bilder der letzten Folge gezeigt, obwohl sie eigentlich
nicht unbedingt so tragisch sind. Das ändert sich erst ein wenig beim
zweiten Teil, der Saison der Schneekrabben. Vermutlich eben durch den
Verlust des Fangbootes. Es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt: Zum
Ende der Schneekrabbensaison wird von den teilnehmenden Fischern das
Ende des Wettbewerbs kritisiert, denn die Boote sollen feste Fangquoten
bekommen. Die Gegenseite, die Fischereibehörde wird aber nicht befragt
und so bleiben diese Statements sehr einsam stehen, ohne eine weitere
Reflektion zu erlauben. Der letzte Kritikpunkt bezieht sich auf einige
fehlende Erklärungen. Wie zum Beispiel zwischen den verschiedenen
Krabbenarten unterschieden wird, bleibt dem Zuschauer verborgen. Hier
zeigt sich die Schwäche des Formats, die mehr Realityshow als
Dokumentation ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist in einer hervorragenden Qualität auf die DVD übertragen
worden. Hier gibt es nichts auszusetzen. Der Ton wurde ordentlich
abgemischt und liegt in Dolby Digital 2.0 vor. Schade ist hier, dass es
nicht auch noch die originale Tonspur gibt, es wird nur Deutsch
angeboten.
Leider liegen den 10 Folgen keine weiteren Special Features
bei. Es wäre hier sicher interessant gewesen, die Arbeit der
Kamerateams zu zeigen. Schade, da hätte man noch mehr draus machen
können.
Fazit:
"Der gefährlichste Job Alaskas" ist eine sehr interessante
Dokumentation, die den Job der Krabbenfänger sehr authentisch
wiedergibt. Ein wenig mehr Distanz, ein bisschen weniger Realityformat
hätte der Serie aber ganz gut getan. Dennoch sollte man sich -
insbesondere wenn man gerne Krabben isst - diese Serie einmal ansehen,
um die Arbeit der Fischer besser würdigen zu können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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10 Folgen à ca. 50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Der gefährlichste Job Alaskas
Deadliest Catch: Crab Fishing in Alaska
Hart, härter, Krabbenfischer
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Thom Beers Drehbuch: Larry Law, Ethan Prochnik Darsteller: -
Label :
Discovery Channel
Verkaufsstart : 26.01.2007
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