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Kino-Besprechung - Rush Hour 3
Story:
Im dritten Teil der beliebten "Rush
Hour"-Reihe ermitteln der pflichtbewusste Chief Inspector Lee (Jackie
Chan) und sein chaotischer Partner Detective Carter (Chris Tucker)
gegen die chinesische Mafia. Einer Spur folgend, verschlägt es das
ungleiche Duo bald schon nach Paris, wo sie sich nicht nur mordlüsterner
Triaden-Gangster, sondern auch Amerika-feindlicher Taxifahrer, all zu
forscher Polizeibeamten und widerspenstiger Varieté-Schönheiten
erwehren müssen.
Meinung zum Film:
Immerhin sechs Jahre nach dem zweiten und fast eine Dekade nach dem ersten Teil sollte es dauern, bis Jackie Chan ("Police Story", "Shanghai Noon") und Chris Tucker ("Das Fünfte Element", "Money Talks - Geld stinkt nicht") wieder einmal gemeinsam die Leinwand unsicher machen. Inzwischen hat sich an dem aus den Vorgängern bekannten und bewährten Konzept nicht das Geringste verändert: Mit grosser Klappe und flinken Fäusten retten sich die Beiden von einer prekären Situation in die nächste und tappsen unterwegs mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit in jedes Fettnäpfchen.
Die Umschreibung "schmückendes Beiwerk" wäre der Handlung noch geschmeichelt: Im Begriff, heikle Informationen über die chinesischen Triaden zu enthüllen, wird der aus Teil 1 bekannte Botschafter Han (Tzi Ma) niedergeschossen und kommt nur knapp mit seinem Leben davon. Der zu seinem Schutz bestellte Inspector Lee und sein alter Kumpel Carter nehmen die Ermittlungen auf, und bald schon sehen sie sich mit einer für sie fremdartigen Kultur konfrontiert - denn die einzige Spur führt nach Paris. Das liefert genügend Potential für Mißverständnisse und den beiden Protagonisten reichlich Vorwand, um ordentlich Chaos zu stiften. Wer hier auf eine nachvollziehbare, gut durchdachte Kriminalgeschichte hofft, ist schlichweg im falschen Film; die meisten Nebenfiguren sind nicht viel mehr als Stichwortgeber und eine echte Charakterentwicklung verirrt sich sowieso nur selten in dieses Genre.
Aber wer würde die auch schon vermissen? "Rush Hour 3" lebt von den aberwitzigen Actioneinlagen und Kapriolen seiner Hauptdarsteller. Verglichen mit den halsbrecherischen Stunts früherer Werke, gibt sich Chan zwar auffallend zahm - womöglich ein Zugeständnis an das schon etwas fortgeschrittene Alter des chinesischen Superstars, vielleicht aber auch eine Folge der in der amerikanischen Filmindustrie üblichen Minimum-Risk-Policy. Trotzdem kommen Martial Arts-Fans immer noch auf ihre Kosten. Die Chemie zwischen Chan und Tucker stimmt jedenfalls, und im Übrigen sorgt ein nicht abreissen wollender Strom augenzwinkender Gags und politisch herrlich unkorrekter Scherze dafür, dass 90 Minuten wie im Flug vergehen.
Fazit:
Für anderthalb Stunden anspruchslose und heitere Unterhaltung langt "Rush Hour 3" allemal. Mehr ist nicht drin, mehr wird niemand erwarten.
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Rush Hour 3
Rush Hour 3
Zum dritten Mal in alter Form und neuer Umgebung.
Autor der Besprechung:
Marcus Greger
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Brett Rattner Drehbuch: Jeff Nathanson Darsteller: Jackie Chan, Chris Tucker, Noémie Lenoir, Hiroyuki Sanada, Jingchu Zhang, Yvan Attal, Youki Kudoh, Tzi Ma, Max von Sydow
Verleiher:
Warner Bros.
Kinostart : 16.08.2007
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