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DVD-Besprechung - Ghost Whisperer - Staffel 1
Story:
Gleich nach ihrer Hochzeit ist Melinda Gordon (Jennifer Love Hewitt) zusammen mit ihrem Gatten David (Jim Clancy) ist das verschlafene Nest Grandview gezogen und betreibt dort einen Antiquitäten-Laden. Ihre Angestellte Andrea Moreno (Aisha Tyler) ist auch gleichzeitig ihre beste Freundin. Neben ihrem Geschäft hat Melinda dank einer besonderen Gabe aber noch eine andere, viel schwierigere Aufgabe. Ihre Gabe ist es, Geister zu sehen, die noch nicht bereit sind, vom alten Leben loszulassen, und auch mit ihnen zu sprechen. Die daraus entstandene Aufgaben für sie ist es, ihnen dabei zu helfen, noch offene Aufgaben im Leben der Verstorbenen zu klären, damit diese den Weg ins Licht und somit den ewigen Frieden finden können.
Meinung zum Film:
"Ghost Whisperer"-Hauptdarstellerin Jennifer Love Hewitt ist beileibe keine Unbekannte im Genre des Mysteryfilms. In "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" nebst Fortsetzung war sie auf der Flucht vor einem Killer mit einem Enterhaken und in "If Only" konnte sie selbst als Betroffene in einem tragischen Geistererlebnis Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Ihren Durchbruch schaffte die Darstellerin in der TV-Serie "Party of Five" und nun spielt sie mit der Rolle der Melinda Gordon erneut als Titelheldin in einer TV-Serie mit. Doch auch wenn sich die Serie von der Grundidee recht mystisch anhört und wie die wöchentliche Portion "The Sixth Sense" klingen mag, hält sich die Spannung sehr stark zurück und der emotionale Faktor steht klar im Vordergrund. Eines ist dadurch klar - Everybody's Darling Jennifer Love Hewitt ist somit eine sehr gute Wahl für die Hauptrolle gewesen.
Die Folgen spielen sich meist nach dem gleichen Muster ab. Melinda hat eine Begegnung mit einem Geist, dessen Geschichte und Schicksal nur grob angerissen wird und es geht dann darum, das Gewissen des Verstorbenen zu erleichtern oder falsch verstandene Situationen zwischen ihm und den Lebenden aufzuklären. Die Begegnungen mit den Toten sind so gut wie nie sonderlich erschreckend, es geht viel mehr um die Erzählung einer tragischen Lebensgeschichte. Der Aufbau eines Spannungsbogens und das Publikum gebannt vor den Bildschirm zu fesseln sind eindeutig nicht die Intention der Macher. Es werden auch keine ungelösten Verbrechen aufgeklärt, keine Mörder gejagt und auch keine tödlichen Racheakte vollzogen. Anstelle dessen werden Trauernde getröstet, alte Feindschaften beiseite geschafft und lang gehütete Geheimnisse gelüftet. Gelungen sind vor allem meist die Auftritte der Geister, da nicht immer gleich ganz klar ist, welche Person nun zu ihnen gehört. Dadurch ergeben sich teilweise recht nette Szenen und als Zuschauer stellt man sich bei jedem neuen Gesicht zwangsläufig die Frage: "Lebender oder Toter?"
Woran es der Serie deutlich mangelt, ist an der Durchgängigkeit der Folgen. Fast alle erzählen in sich geschlossene Geschichten, die lediglich kleine Randnotizen rund um David und Andrea als roten Faden enthalten, welche aber nicht unbedingt sonderlich entscheidend sind. Was fast noch mehr fehlt, ist ein erkennbarer Gegenspieler, der gegen Melinda arbeitet und in irgendeiner Form eine Bedrohung darstellt. Dadurch würde die Serie deutlich an Dramatik gewinnen und das zum Tränen anregende Finale jeder Folge wäre nicht gleich von Beginn an in harmonischer und weitestgehend unbeschwerter Weise vorherbestimmt. Ein bisschen mehr spannend und dramatischer wird es zum Saisonfinale hin, was ein wenig die Hoffnung aufkommen lässt, dass in der 2. Staffel neben den emotionalen Ereignissen auch ein wenig mehr Wert auf Spannung gelegt wird.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für eine TV-Serie ordentlich gelungen und weiß genauso wie der stets klar verständliche Ton die Erwartungen an eine Fernsehserie zu erfüllen.
Für eine TV-Serie gibt es erstaunlich viele Extras. Neben Audiokommentaren zu 3 Episoden gibt es ein 20-minütiges Making of, das über den Weg von der Idee zum Film berichtet. Es folgt ein knapp 8-minütiges Portrait über das lebende Vorbild für die Figur der Melinda Gordon. Anschließend gibt es noch einen Rundgang durch Grandview, das einst als Kulisse für "Zurück in die Zukunft" diente, einen Bericht über die Bedeutung der Grafiken in der Titelsequenz, einen kurzen Blick auf die im Film vorkommenden Effekte, ein paar Pannen vom Dreh und drei nicht verwendete Szenen.
Fazit:
"Ghost Whisperer" mag auf den ersten Blick wie eine auf Spannung setzende Mysteryserie aussehen, stellt sich aber schon recht bald als eher auf Emotionen setzende Serie dar. Gruselfans werden sich eher langweilen, wer allerdings auf zwischenmenschliche Erlebnisse setzt, wird garantiert nicht enttäuscht werden. Die Extras auf der DVD sind lobenswert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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22 Episoden a ca. 42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch |
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Bonusmaterial:
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- Kannst du mich sehen? Making of Ghost Whisperer
- Das zweite Gesicht: Berufsbild "Hellseher"
- Eine Tour durch Grandview
- Ghost Whisperer Mythologie
- Geisterhafte Pannen
- Zusätzliche Szenen
- Audiokommentare mit verschiedenen Sprechern zu 3 Folgen
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Ghost Whisperer - Staffel 1
Ghost Whisperer - Season 1
Die Geisterflüsterin mit ganz viel Herz für die Verstorbenen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Diverse Drehbuch: Diverse Darsteller: Jennifer Love Hewitt, David Conrad, Aisha Tyler, Douglas Bierman, June Squibb, Dariush Kashani, Grace Fulton, Wentworth Miller
Label :
Buena Vista Home Entertainment
Verleihstart : 07.07.2007 Verkaufsstart : 07.07.2007
Vertrieb :
Walt Disney Studios Home Entertainment Switzerland
Verleihstart : 07.07.2007 Verkaufsstart : 07.07.2007
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