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DVD-Besprechung - Die Again - Susan's Plan

Story:
Susan (Nastassja Kinski) wünscht sich nichts sehnlicher als ein baldiges Ableben ihres Ex-Gatten Paul (Adrian Paul), da sie derzeit noch immer als Alleinerbin für dessen Vermögen im Testament eingetragen ist. Um dieses herbeizuführen schmiedet sie mit ihrem Liebhaber Sam (Billy Zane) einen Plan, demnach die beide Chaoten Bill (Michael Biehn) und Steve (Rob Schneider) Paul umbringen sollen. Unterstützt werden sie von Betty (Lara Flynn Boyle) und falls der Anschlag schief gehen sollte, steht der grobschlächtige Bob (Dan Aykroyd) als Ersatzmann für die Tat bereit. Es kommt, wie es kommen muss und alle Planungen sind schon bald hinfällig, so dass man schnell einen neuen Plan zur Beseitigung schmieden muss.

Meinung zum Film:
Als Regisseur und Drehbuchautor John Landis 1998 passende Darsteller für seinen neuesten Film suchte, folgten eine Zahl bekannter Mimen seinem Aufruf. Geholfen hat ihm dabei sicherlich seine Filmografie, die zahlreiche erfolgreiche Titel beinhaltet. Den großen Durchbruch schaffte der Regisseur 1980 mit den "Blues Brothers", dem weitere Erfolge wie "Die Glücksritter", "Der Prinz aus Zamunda" und "Beverly Hills Cop III" folgten, die allesamt als Hauptdarsteller Eddie Murphy aufzubieten hatten. Doch nach dem letzten Abenteuer um Detective Axel Foley, das auch nicht unbedingt den ganz großen Erfolg darstellte, blieb es weitestgehend ruhig um John Landis, der sich mit "Die Again - Susan's Plan" wieder ins Gespräch bringen wollte. Doch am Ende blieb auch hier der große Erfolg aus, was ganz sicher mit auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die Figuren im Film äußerst stereotyp erscheinen und kaum Interesse oder Sympathien, bzw. Antipathien beim Publikum wecken können.

Da wäre zum einen Susan, gespielt von Nastassja Kinski ("Katzenmenschen"). Sie fällt vor allem dadurch auf, dass sie immer wieder hektisch auf die neuen Probleme reagiert, ohne dabei jedoch Witz verbreiten zu können. Billy Zane ("Titanic") ist der andere Kopf hinter dem Plan, allerdings ist sein breites Grinsen schon recht bald nervig und sein schleimiges Auftreten erzielt eine ähnliche Wirkung. Michael Biehn ("The Abyss") und Rob Schneider ("50 erste Dates") spielen die beiden Chaoten viel zu übertrieben und albern, als dass man sie wirklich ernst nehmen kann. Vor allem ihre üblen Slapstickeinlagen und ihre albernen Dialoge sind schon recht bald gar nicht mehr lustig und klinken sich in das nervige Gegrinse Billy Zanes ein. Die Dialoge sind ein generelles Problem, das sich in völlig dämlichen Themen bemerkbar macht, die weder lustig noch natürlich wirken. Lara Flynn Boyle ("Twin Peaks") spielt das Dummchen vom Dienst im Film, erscheint dabei aber viel zu kalkulierend und dominant, als dass man ihr dieses wirklich abnehmen könnte. Ihre deutsche Synchronstimme, die fast regelmäßig auch bei Meg Tilly ("Bound - Gefesselt") zu hören ist, ist zusätzlich so überzogen schrill auf blondes Dummchen ausgelegt, dass sie dadurch erst recht nervt.

Bleiben noch Dan Aykroyd ("Blues Brothers") als überzeugender Schläger, Bill Duke ("X-Men - Der letzte Widerstand"), als ermittelnder Detective, Thomas Haden Church ("Spider-Man 3") als behandelnder Arzt, Adrian Paul ("Highlander - Die Serie") als Opfer und Lisa Edelstein ("Dr. House") als Sams Frau, die in ihren Rollen zumindest zu bestehen wissen. Aber auch sie können nichts daran ändern, dass die Geschichte ohne Tempo und mit überschaubarem Witz weitestgehend vor sich hinplätschert und selbst im Finale nicht den richtigen Unterhaltungston treffen will. Hier geht es eher weniger lustig zu und was vielleicht schwarzhumorig ausfallen sollte, gerät nur unpassend und einfallslos. So bleibt es am Ende bei einer größtenteils im Keim steckenbleibenden Komödie, bei der es sicherlich kein Zufall ist, dass sie trotz zahlreicher bekannter Gesichter erst nach knapp 10 Jahren ihren Weg aus den Archiven in das digitale Heimkinozeitalter schaffte.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt ein wenig unscharf und die Konturen werfen leichte Überblendungen. Der deutsche Ton ist in einem sauberen Stereosound auf der DVD enthalten.

Als Extra gibt es ein kleines Featurette, das allerdings mehr Werbung als Information beinhaltet. Das "Behind the Scenes" bietet ein paar unkommentierte Szenen vom Dreh, die Interviews sind gespickt mit zahlreichen Kommentaren über die Figuren und wie toll die Dreharbeiten waren. Zumindest hatten die Darsteller eine Menge Freude an der Entstehung des Films. Es folgen noch der Trailer und eine Bildergalerie.

Fazit:
Bei "Die Again - Susan's Plan" bleiben die meisten Gags im Ansatz stecken. Platte Charaktere, ein müdes Tempo, ein alles andere als witziges Finale und nur wenig unterhaltsame Dialoge auf dem Weg dorthin sind die Gründe dafür, dass kaum ein Witz recht zünden will.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,66:1
1,66:1
85:04 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Behind the Scenes
  • Interviews
  • Featurette
  • Fotogalerie
  • Trailer
Die Again - Susan's Plan - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die Again - Susan's Plan
Susan's Plan

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Bekannte Schauspieler in platten Rollen, eingepackt in einer schleppenden Story


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998
Regie:
John Landis
Drehbuch:
John Landis
Darsteller:
Nastassja Kinski, Billy Zane, Michael Biehn, Rob Schneider, Lara Flynn Boyle, Thomas Haden Church, Dan Aykroyd, Adrian Paul, Joey Travolta, Bill Duke, Lisa Edelstein

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
20.07.2007