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DVD-Besprechung - Nightmare Detective
Story:
Keiko Kirishima (Hitomi) hat sich auf ihren eigenen Wunsch hin von ihrem ruhigen Job als Schreibtischermittlerin zu einem Platz als Ermittlerin vor Ort versetzen lassen. Ihr erster Fall ist gleich alles andere als gewöhnlich, da sie sich dabei mit zwei blutigen mutmaßlichen Selbstmorden beschäftigen muss. Sie hat jedoch große Zweifel daran, dass es sich tatsächlich um Selbstmorde handelt. Eine mysteriöse Rufnummer, die beide Verstorbenen vor ihrem Tod angerufen hatten und die Erkenntnis, dass beide offensichtlich schliefen, als sie getötet wurden, lässt Keiko zu einem ungewöhnlichen Mittel greifen - sie engagiert den sogenannten Alptraumdetektiv (Ryuhei Matsuda), damit dieser sich bei einem Beamten, der ebenfalls die Rufnummer hat, welche die beide Opfer vor ihrem Tod wählten, in den Traum einschleicht und die Geschehnisse mitverfolgt.
Meinung zum Film:
Regisseur Shinya Tsukamoto war als Darsteller in Filmen wie "Dead or Alive 2" und "Ichi, der Killer" zu sehen und mit seinem 1989 entstandenen "Tetsuo" schaffte er es zu kleinerem Kultstatus bei den Anhängern des Asienkinos. Der große Wurf gelang ihm nach diesem Film allerdings nicht mehr, aber immerhin schafften es fast sämtliche Regiearbeiten von ihm, unter anderem "Gemini - Tödlicher Zwilling", "Vital" oder "Haze" in die deutschen Heimkinos. Gerade bei asiatischen Regisseuren ist dies alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Der neueste Streich des japanischen Filmemachers ist "Nightmare Detective", der nun von SunFilm in die heimischen vier Wände gebracht wird.
Die Geschichte um die mysteriösen Selbstmorde entwickelt sich zu Beginn sehr interessant. In der Eröffnungsszene gibt es einen netten Seitenhieb auf die Schwemme an bleichgesichtigen Geistern mit langen schwarzen Haaren, die sich unter den Möbeln auf ihre Opfer zuschleichen. Danach geht der eigentliche Film mit dem Tod des ersten Opfers spannend, mysteriös und blutig los, wodurch der Zuschauer in den Bann der Geschichte gezogen wird. Bei dem zweiten Todesfall wird der gute Eindruck nicht nur bestätigt, sondern noch einmal verstärkt. Anschließend lässt es der Film dann allerdings deutlich ruhiger angehen und Dialoge und oberflächliche Charakterisierungen werden genutzt, wo ein wenig mehr Mystery und Spannung deutlich besser gepasst hätten. Da die einzelnen Charaktere weitestgehend oberflächlich dargestellt werden, schaffen sie es zudem auch nicht, die Aufmerksamkeit und Sympathie des Zuschauers zu gewinnen, was sich höchst nachhaltig auf den Film auswirkt. Vor allem der Nightmare Detective selbst, der neben Keiko nur ein Nebencharakter ist, erscheint viel zu uninteressant und lustlos, als dass er die notwendige Präsenz für die Rolle auch nur teilweise darstellen kann.
So ist die erste Hälfte des Filmes äußerst spannend geworden, während die zweite teilweise etwas schleppend daher kommt. Die Auflösung hinter den Vorgängen ist dann auch nicht unbedingt vollends gelungen und das Finale steht deutlich hinter den spannenden ersten beiden Morden zurück. Motivation und Möglichkeit hinter den Traummorden können mit einem "Naja" aber immerhin noch akzeptiert werden, scheinen aber doch ein wenig konstruiert. Der Mysteryfaktor beschränkt sich weitestgehend auf die Tatsache, dass die Morde im Traum geschehen, wodurch der Film in seiner Wirkung eher wie ein Serienkiller-Thriller erscheint. Doch auch wenn der Film am Ende nicht das halten kann, was er in der ersten Hälfte verspricht und was auf dem Cover an Mystery a la David Lynch versprochen wird, weiß er dennoch gut zu unterhalten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild erscheint weitestgehend mit kraftlosen Farben, was aber durchaus ein gewolltes Stilmittel sein kann. Davon abgesehen ist es gut gelungen und lässt kaum Wünsche offen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist in beiden Versionen gut gelungen und erzeugt ein dezentes Klangbild.
Außer dem Trailer finden sich keine Extras auf der DVD.
Fazit:
"Nightmare Detective" ist zu Beginn ein äußerst spannender Thriller, dem in der zweiten Hälfte allerdings merklich die Luft ausgeht. Vor allem die recht oberflächlichen Charaktere schaffen es nicht, den Zuschauer für sich zu interessieren. Doch trotz seiner kleineren Schönheitsfehler weist der Film genügend Potential auf, um für ein spannendes Filmvergnügen zu sorgen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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101:47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Nightmare Detective
Akumu tante
Ein starker Beginn mit einem durchschnittlichen Ausgang und überschaubarem Mysteryfaktor
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006 Regie: Shinya Tsukamoto Drehbuch: Shinya Tsukamoto Darsteller: Ryuhei Matsuda, Hitomi. Shinya Tsukamoto, Masanobu Ando, Ren Osugi, Yoshio Harada
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 29.07.2007
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