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DVD-Besprechung - Die fünf Pennies

Story:
Ernest Loring "Red" Nichols (Danny Kaye) zieht in den 20er-Jahren nach New York um seine Musikkarriere zu starten. Doch erst einmal hat er in der Liebe Erfolg. Er lernt die Sängerin Bobbie Meredith (Barbara Bel Geddes) kennen, heiratet sie kurze Zeit später und bald kündigt sich auch schon Nachwuchs an. Musikalisch beginnt sein Aufstieg als er die Band "Red Nichols and his Five Pennies" gründet, mit der Loring endlich die Musik machen kann, die er schon immer im Blut hatte. Doch das Leben wird durch den Erfolg nur bedingt leichter und schon bald muss er erfahren, wie schwer das private Familienglück mit seiner Musikerkarriere zu vereinbaren ist.

Meinung zum Film:
Der 1987 verstorbene Danny Kaye ("König der Spaßmacher") gehörte zu den großen US-Entertainern. An der Seite von Bing Crosby erweckte er in "White Christmas" den gleichnamigen, musikalischen Weihnachtsklassiker zum Leben. Mit "The Five Pennies" ist nun auch kurze Zeit nach "Der Hofnarr" ein weiterer seiner großen Erfolge auf DVD erhältlich. In diesem Film schlüpft Kaye in die Rolle von Ernest Loring Nichols, der zu den herausragenden Vertretern des Chicago Jazz gehörte. Wegen seiner roten Haare bekam Nichols den Spitznamen "Red", unter dem er auch bekannt wurde um mit den ganz Großen seiner Zeit zu spielen. Einer dieser Großen war Louis Armstrong, der Jazz-Trompeter mit der wohl markantesten Stimme aller Zeiten, der auch im Film Auftritt und sein unverkennbares, breites Grinsen präsentiert.

Eine ernste Darstellung des Lebens "Red" Nichols' darf hier allerdings nicht erwartet werden, schon alleine der Name Danny Kaye sollte als klares Indiz für eine starke Betonung des Unterhaltungsfaktors gesehen werden. Schon zu Beginn wird dies klar, als Loring seinem ungeliebten Bandleader störende Geräusche in die Songs legt und nach seinem Rauswurf bei unterschiedlichen Gelegenheitsjobs als Musiker immer aus der Reihe tanzen muss, oder ganz einfach als Tollpatsch vom Dienst herhält. So sollte man den Film in erster Linie als eher kitschorientiertes Werk mit einer starken Betonung auf leichte Unterhaltung betrachten, das nur ab und an mal ernste Töne anbringt. Dieses dann meist in Bezug auf Geschehnisse rund um Dorothy, Reds und Bobbies Tochter, die Nicols letzten Endes sogar an der Ausübung seines geliebten Berufes zweifeln lässt und ihm eine schwerwiegende Entscheidung abverlangt. Danny Kaye schafft es aber gewohnt gut die ernsten und komischen Seiten seiner Filmfigur zu vereinen, so dass es dem Zuschauer leicht fällt, ihm seine Sympathien zu schenken.

An seiner Seite spielt die später als Miss Ellie in "Dallas" bekannt gewordene Barabara Bel Geddes und auch sie hinterlässt einen guten Eindruck. In dieser frühen Arbeit gibt sie schon einen Vorgeschmack auf ihre Paraderolle als Mutter mit Herz. Egal wie hart die Situation auch ist, sie hat immer ein Lächeln parat und strahlt die zu ihrem Markenzeichen gewordene Herzenswärme aus. Doch letzten Endes sind es vor allem die witzigen Momente, die beim Publikum hängen bleiben und nur noch von den Musikeinlagen übertroffen werden. Zu den bemerkenswerten Momenten des Films zählt sicherlich das Duett zwischen Kaye und Armstrong, bei dem sie eine mitreißende Version von "When the saints go marching in" zum Besten geben. Gespielt hat Kaye hier allerdings nicht selbst. Er gab sicherlich sein bestes um den Stil von Red zu kopieren, doch tatsächlich eingespielt wurden die Stücke vom leibhaftigen Ernest Loring Nichols persönlich.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist als gut zu betrachten. Die Farben wirken klar, Verschmutzungen und Defekte sind selten zu sehen, lediglich ein feines Rauschen und eine durchschnittliche Tiefenschärfe sind Zeugen der Zeit. Der deutsche Ton in Dolby-Digital-Mono ist gut zu verstehen, klingt allerdings wie von älterem Material gewohnt ein klein wenig blechern und leicht dumpf. Der englische Ton hat einen Dolby-Digital-5.1-Mix erfahren, der vor allem in den Musikstücken seine Vorteile erkennen lässt. Dadurch ist das Umschalten bei den Musikstücken zu empfehlen, vor allem auch weil auch die Songs deutsch Synchronisiert wurden. Bei manchen Musikstücken ist manches allerdings recht schwer zu vernehmen, was sicherlich an einem nicht ganz optimalen Soundmastering liegt.

Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.

Fazit:
"Die Fünf Pennies" ist ein Portrait des Trompeters Ernest Loring "Red" Nichols, das allerdings weniger Wert auf Authentizität und Ernsthaftigkeit legt, sondern musikalischen Schwung und Witz in den Vordergrund stellt. Dadurch wirkt der Film vielleicht ein wenig kitschig, ist dafür aber wunderbar leichte Unterhaltung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
112:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Holländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • -
Die fünf Pennies - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die fünf Pennies
The five pennies

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Vielleicht ein wenig kitschig, dafür aber leichte Unterhaltung mit Schwung


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1959
Regie:
Melville Shavelson
Drehbuch:
Jack Rose, Melville Shavelson, Robert Smith
Darsteller:
Danny Kaye, Barbara Bel Geddes, Susan Gordon, Tuesday Weld, Louis Armstrong, Bob Crosby, Harry Guardino, Bobby Troup, Ray Anthony

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
02.08.2007