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DVD-Besprechung - Der Agentenschreck
Story:
Rick Todd (Dean Martin) und Eugene Fullstack (Jerry Lewis) sind seit gemeinsamen Tagen im Pfadfinderlager unzertrennliche Freunde und leben auch im Erwachsenenalter in einer gemeinsamen Wohnung. Eugene ist ein großer Anhänger der Vampir-Lady-Comic-Hefte und als er eines Tages Bessie Sparrowbrush (Shirley MacLaine), das Modell, das für die Zeichnungen der Titelheldin Modell steht im Treppenhaus begegnet ist es um ihn geschehen. Rick ist von Abigail Parker (Dorothy Malone), der Zeichnerin und Autorin der Comicserie höchst angetan. Als der Verleger Mr. Murdock (Eddie Mayehoff) Abigail wegen fehlender Action in den Heften feuert und Rick als neuen Künstler für die Heftreihe engagiert, bringt er damit einem Stein ins Rollen, der letzten Endes sogar zu einer Gefährdung der nationalen Sicherheit führt.
Meinung zum Film:
Ende der 40er- bis Mitte der 50er-Jahre präsentierte das Kino zwei Künstler auf der Leinwand, die auf den ersten Blick nicht unbedingt harmonisch als Duo erscheinen. Auf der einen Seite gibt es Dean Martin ("Frankie und seine Spießgesellen"), den smarten Crooner mit der sanften Stimme, dem die Frauen zu Füßen lagen und gleich daneben Jerry Lewis ("Der Ladenhüter"), den albernen Clown mit den schrägen Grimassen und der Quietschstimme. Doch dem Publikum gefiel die Mischung aus Gesang und Klamauk und sorgte für einige gemeinsame Auftritte des Duos vor der Kamera. 1956, kurz nach den Dreharbeiten zu "Der Agentenschreck" zerstritten sich die beiden Künstler und nach einem öffentlich ausgetragenen Disput wendete sich Dean Martin dem Rat Pack zu, während Jerry Lewis sich seiner Solokarriere widmete.
Mit "Der Agentenschreck" hat der deutsche Verleih eine reife Leistung in Sachen Titelgebung geboten. Aus dem Originaltitel "Artists and Models" wurde ein mit dem Film nur am Rande zu verbindender Titel, der erst in den letzten 30 Minuten ein klein wenig Verbindung zum Filmgeschehen hat. Auch bei der Comicheldin "Bat Lady" gab man sich nicht sonderlich kreativ und taufte diese in der deutschen Synchronisation "Vampirlady", was nicht Englischsprachige schon mal zu zeitweiser Verwirrung führen kann, da auf den Comicheften dick das "Bat Lady" prangert. Nur gut, dass man nicht auch noch auf die Idee gekommen ist, die Gesangseinlagen von Dean Martin deutsch zu synchronisieren, da diese natürlich in englischer Sprache vorgetragen wurden, dabei aber durchaus einen Bezug zum Geschehen aufweisen.
Inhaltlich gibt es eine gewohnt dünne Story zu erleben, die im Grunde nur als Faden dient, an dem die einzelnen Einlagen der Künstler mit ihren jeweiligen Stärken aufgereiht wurden. Das Duo Martin/Lewis treibt sich hierbei wie seit ihren Auftritten im "Club 500" in Atlantic City gegenseitig zu immer neuen Gags. Bei den Nebendarstellern weiß vor allem Shirley MacLaine ("Zeit der Zärtlichkeit") in der Rolle des Vampir-Lady-Models Bessie Sparrowbrush zu glänzen. Sie hat die gleiche einnehmende Ausstrahlung, wie man sie aktuell vor allem von Renée Zellweger ("Bridget Jones") kennt, und in den gemeinsamen Szenen stellt sie Partner Jerry Lewis schon mal in den Schatten. Ob es sich dabei um Kuss-Attacken im Empfangsbüro oder eine wunderbar choreographierte Gesangseinlage im Treppenhaus handelt, Shirley MacLaine weiß stets zu überzeugen. Als Gesamtwerk betrachtet fehlt es dem "Agentenschreck" aber sicherlich deutlich an inhaltlicher Substanz, um vollends überzeugen zu können. Doch wer sich mit dem dünnen Inhaltsfaden zufrieden geben kann, wird mit einigen gelungenen Gag- und Gesangseinlagen entschädigt, die bestens für kurzweilige Unterhaltung sorgen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen für das Alter guten Eindruck. Die Schärfe kann zwar nicht so ganz überzeugen und gelegentlich gibt es Schwankungen in den Farbtönen zu erkennen, dies sind aber nur kleinere Makel in einem ansonsten guten Gesamtbild. Der deutsch Ton in Dolby-Digital-Mono klingt für das Alter üblich ein wenig blechern, ist aber stets gut zu verstehen und auch die Musikeinlagen sind alles andere als eine Zumutung.
Extras gibt es keine auf der DVD.
Fazit:
"Der Agentenschreck" bietet die gewohnte Mischung aus Crooner Dean Martin und Blödelbarde Jerry Lewis. Die Geschichte ist nicht sonderlich anregend, die Musikeinlagen und die teils gut gesetzten Gags reißen dies aber wieder raus. Das ganz große Plus ist eine verzaubernde Shirley MacLaine, die große Sympathien beim Publikum sammeln kann und aus diesem Film ein klein wenig etwas Besonderes macht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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104:34 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch |
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Bonusmaterial:
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Der Agentenschreck
Artists and Models
Das Duo Dean Martin/Jerry Lewis wird verstärkt durch eine bezaubernde Shirley MacLaine
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1955 Regie: Frank Tashlin Drehbuch: Herbert Baker, Michael Davidson, Hal Kanter, Norman Lessine, Don McGuire, Frank Tashlin Darsteller: Dean Martin, Jerry Lewis, Shirley MacLaine, Dorothy Malone, Eddie Mayehoff, Eva Gabor, Anita Ekberg, Gorge Winslow, Herbert Rudley, Jack Elam, Alan Lee, Otto Waldis
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.08.2007
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