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DVD-Besprechung - Larva

Story:
Der Veterinär Dr. Eli Rudkus (Vincent Ventresca) hat in einem kleinen Örtchen, das hauptsächlich von der Viehzucht lebt, gerade erst seine Zelte aufgeschlagen, als er mit einer bisher unbekannten Art von Parasiten konfrontiert wird, welche immer mehr Rinder befällt. Nachforschungen, die er gemeinsam mit dem Rinderzüchter Jacob Long (William Forsythe) unternimmt lassen den Verdacht aufkommen, dass der Industrielle Fletcher Odermatt (John Selby) und sein an die Viehzüchter ausgegebenes Futtermittel am Auftauchen der Parasiten schuld sind. Doch dessen Anwältin Hayley Anderson (Rachel Hunter) macht dem jungen Arzt das Leben schwer. Während Machtkämpfe zwischen den Parteien entbrennen, entwickeln sich die Schmarotzertiere immer weiter, was sowohl ihre Größe als auch ihre Angriffslust betrifft.

Meinung zum Film:
Autor und Produzent Boaz Davidson gehört sicherlich nicht zur ersten Garde Hollywoods und seine Drehbücher und Produktionen erscheinen in den USA meist im TV, während sie in Deutschland als Heimkino-Premieren ihren Weg in die Wohnzimmer finden. Dennoch hat es Mr. Davidson geschafft, sich einen Namen zu machen. Angefangen mit den "Eis am Stiel"-Filmen in der 80er Jahren bis hin zu einigen Tier-Horror-Sci-Fi-Action-Werken wie "Crocodiles", "Spiders" oder "Octopus" in letzter Zeit, fand er immer ein Publikum, das sich für seine Arbeiten interessierte. "Larva" ist ebenfalls weit davon entfernt, großes Kino zu sein, aber dennoch schafft es die US-TV-Produktion, Freunde von Seuchen- und Tierhorror zu unterhalten, vor allem, wenn man an Monsterfilmen alter Tage gefallen gefunden hat.

Die Tatsache, dass sich insgesamt 5 Drehbuchautoren darum kümmerten, die Geschichte von Boaz Davidson in geeignete Form zu bringen, deutet im Grunde schon darauf hin, dass man in Sachen Storyaufbau klare Zugeständnisse machen muss. So sind die Charaktere allesamt ziemlich profillos, so manche Aktion im Film ist zum Haare raufen und der Hintergrund der Parasiten, und noch vielmehr das Ende lassen doch gelinde Zweifel an ihrer Bodenständigkeit aufkommen. Doch wer das Sub-Genre des Tier- und Seuchenhorrors kennt und liebt, ist ohnehin dazu bereit, inhaltlich fünf gerade sein zu lassen, wenn denn die äußere Verpackung stimmt. Und bei "Larva" stimmt diese eindeutig.

Angefangen bei einer ordentlichen Besetzung, die ohne große Ausfälle daher kommt, über eine solide Arbeit hinter der Kamera, bis hin zu den eigentlichen Stars, den Parasiten, passt es einfach. Zu Beginn, wenn die Schmarotzer noch als kleine schleimige Glibberwürmer zu sehen sind, haben diese einen recht hohen Ekelfaktor. Wenn sie dem Larvenstadium entsteigen und zu einer Mischung aus Fledermaus und Facehugger aus den Alien-Filmen werden, haben sie nicht mehr ganz den Ekelwert, kommen dafür dann aber mit einer Mischung aus B-Picture-Monster alter Schule und bedrohlicher Haltung daher. Wem das für spannende Unterhaltung reicht, sollte unbedingt zugreifen. Wer allerdings sehr viel Wert auf eine durchweg schlüssige und mit Charaktertiefe versehene Story legt, sollte besser gar nicht erst an das Einlegen der DVD denken.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist die meiste Zeit über von einem sehr tiefen Kontrast und einem übertriebenen Rotwert geprägt. Ob dies ein gewolltes Stilmittel oder ein Fehler beim Transfer ist, kann nicht gesagt werden. Was allerdings gesagt werden kann ist, dass es dem ansonsten ordentlichen Bild nicht zu Gute kommt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sauber abgemischt und nutzt auch den hinteren Bereich immer wieder zur Spannungserzeugung.

Als Bonusmaterial gibt es ein gut 11-minütiges Making Of, das mit einer Mischung aus Aufnahmen vom Set und Interviews einen kurzen Blick hinter die Kulissen wirft, sowie den Trailer zum Film in Deutsch und Englisch.

Fazit:
"Larva" ist ein Film für die Freunde von Tier- und Seuchenhorror. Wer Gefallen an dem Sub-Genre findet, wird allerbestens unterhalten und sollte auf jeden Fall zugreifen. Wer allerdings mehr von einem Film erwartet, als nur einen im Mittelpunkt stehenden, ekeligen Parasiten und eine löchrige Story, sollte besser was anderes für den Filmabend wählen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
89:40 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Larva - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Larva
Larva

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eklig, schleimig, ein bisschen blutig und recht unterhaltsam


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005
Regie:
Tim Cox
Drehbuch:
Kenneth M. Badish, David Goodin, Kevin Moore, J. Paul V. Robert, T.M. Van Ostrand, Boaz Davidson
Darsteller:
Vincent Ventresca, Rachel Hunter, William Forsythe, David Selby, Robert Miano, James Sheldon

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
21.06.2005