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DVD-Besprechung - Die Legende des Zorro
Story:
Wenn es darum, geht Kalifornien von Unterdrückung und wildgewordenen Banditen zu befreien, macht Zorro (Antonio Banderas) niemand etwas vor. Doch mit seinem Privatleben ist das etwas anderes. Denn Alejandros Ehefrau Elena (Catherine Zeta-Jones) hat es satt, dass ihr Gatte immer den Helden spielen muss und dabei den gemeinsamen Sohn Joaquin (Adrian Alonso) vernachlässigt. Als sich Elena von ihm scheiden lässt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Als er sie wenig später an der Seite des schmierigen Franzosen Armand (Rufus Sewell) sieht, muss er sich endgültig entscheiden - kämpft er weiterhin für die Freiheit des Landes, das er so sehr liebt, oder hängt er Maske und Umhang an den Nagel, um die Frau seines Herzens wieder für sich zu gewinnen?
Meinung zum Film:
Es war schon ein wenig verwunderlich, dass nach dem großen Erfolg an den Kinokassen kein Nachfolger zu "Die Maske des Zorro" in die Lichtspielhäuser kam. Ganze 7 Jahre hat es gedauert, bis Regisseur Martin Campbell ("Goldeneye") wieder einen Großteil der alten Crew für die Fortsetzung um sich versammelte und auch Antonio Banderas ("Desperado") und Catherine Zeta-Jones ("Terminal") wieder zu einer Teilnahme überreden konnte. Es wäre doch gelacht, wenn man nicht genügend Stoff finden würde, um einen weiteren abendfüllenden und unterhaltsamen Spielfilm drehen zu können. Unsere Großväter haben ganze Kinoreihen und Fernsehserien mit dem Helden mit der Maske gefüllt. Sicherlich, die Ansprüche des Publikums sind gestiegen und es wird etwas mehr von einem Blockbuster erwartet, als nur ein wenig Peitschenschwingen und Pferdeakrobatik. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, engagierte man für das Drehbuch zwei erfahrene Recken: Roberto Orci und Alex Kurtzman, die beide schon erfolgreich an der mehrfach preisgekrönten TV-Serie "Alias" mitgearbeitet haben. Und wie sich herausstellt, hat sich ihre Beteiligung gelohnt.
Der Grundton des ersten Zorro-Films von Martin Campbell wurde weitestgehend beibehalten und so ist auch diesmal eine comichafte Auslegung zu erkennen. Zum einen natürlich bei den Kämpfen, wo es meist mehr zu lachen gibt, als dass es ernst und spannend gehalten wird. Und natürlich ist Zorro der große Held, der auch in aussichtslosen Situationen einen Weg findet, um hilflose Menschen aus den aussichtslosesten Situationen befreien zu können. Das ganze hat natürlich gar nichts mehr mit aus dem Leben entnommenen Abenteuern gemein, sondern ist so weit davon entfernt wie die Erlebnisse einer gewissen Lara Croft. Puristischen Anhängern des klassischen Rächers mit der Maske wird das sicherlich stören, wer diese zeitgemäße Veränderungen verschmerzen kann, wird es sicherlich nicht bereuen, sich den Film anzusehen.
Ein großer Gewinn für den Film ist auf jeden Fall der kleine Adrian Alonso in der Rolle als Joaquin, Sohn von Elena und Alejandro. Durch seine natürliche und naseweise Art, mit der er sich in jede Schlacht stürzt und damit klar zu erkennen gibt, dass er die Heißblütigkeit seiner Eltern in den Genen hat, sorgt er nicht nur für reichlich Spaß beim Zuschauer, sondern treibt die Geduld seines Vaters auf die Spitze, während er den Vorhaben der Ganoven oftmals einen Strich durch die Rechnung macht. Ein weiterer Grund für das Gelingen des Films sind sicherlich auch die menschlichen Momente des Helden, in denen er in karikierter Darstellung seine privaten Probleme nicht lösen kann und sich zum Beispiel voll des Weines zum Trottel auf einem Ball macht. Ein weiterer Bruch mit der literarischen Figur, der sicherlich auch nicht von jedem gut geheißen wird. Vom Plot betrachtet ist der Film sicherlich ein wenig enttäuschend, was durch die einzelnen Situationen und Szenen problemlos aufgefangen werden kann. Wer sich an einer moderneren Auslegung des klassischen Helden nicht weiter stört und bei der Geschichte Fünfe gerade sein lassen kann, auf den wartet ein lockeres Actionabenteuer mit ganz viel Witz und dem sonnigen-staubigen Flair des Kaliforniens um 1850.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wird dem Erscheinungsbild einer großen Hollywood-Produktion gerecht und bietet keinerlei Anlass zum Klagen. Einen sehr guten Job haben auch die Soundtechniker erledigt, die es mächtig krachen lassen aus allen Lautsprechern des 5.1-Systems und auch dem Bass ein gutes Maß an Arbeit verschaffen.
Als Extra gibt es zuerst einen Audiokommentar des Regisseurs und des Kameramanns, auf Wunsch mit deutschen Untertiteln. Die Dokumentation zum Film kann auf Wunsch am Stück gesehen werden oder auch nur eines der 4 Kapitel einzeln. Die insgesamt 40 Minuten beinhalten auf Wunsch auch einen Kommentar des Regisseurs. Es folgen noch 4 entfallene Szenen, zwei kurze Multi-Angle-Szenen und der Trailer zum Film. Das Bonusmaterial wurde komplett mit deutschen Untertiteln versehen.
Fazit:
"Die Legende des Zorro" bietet eine recht moderne Auslegung der alten Abenteuer und macht aus dem klassischen Kämpfer einen historischen Superhelden. Herausgekommen ist eine moderne Abenteuerkomödie im klassischen Gewand, die bei der ganzen Familie für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Die DVD-Umsetzung, vor allem der Ton ist sehr gut und beispielhaft gelungen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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125:36 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Martin Campbell und Kameramann Phil Meheux
- Filmdokumentationen
- Entfallene Szenen
- Multi-Angle Dokumentationen
- Trailer
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Die Legende des Zorro
The Legend of Zorro
Eine moderne Auslegung eines klassischen Helden mit ganz viel Witz
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Martin Campbel Drehbuch: Roberto Orci, Alex Kurtzman (basierend auf dem Roman von Johnston McCulley) Darsteller: Antonio Banderas, Catherine Zeta-Jones, Rufus Sewell, Nick Chinlund
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 28.03.2006
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