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DVD-Besprechung - Like Minds
Story:
Detective Martin McKenzie (Richard Roxburgh) zieht die Psychologin Sally Rowe (Toni Collette) beim Verhör des mutmaßlichen Mörders Alex Bennett (Eddie Redmayne) hinzu. Da es ihm selbst nicht gelingt, Hinweise aus dem 17-jährigen Jugendlichen herauszubekommen, hofft er, dass die Psychologin mehr Erfolg dabei hat beim Versuch zu erfahren, wieso Alex seinen Kommilitonen Nigel Colby (Tom Sturridge) erschossen hat. Doch umso mehr Zeit Sally mit Alex verbringt, umso sicherer ist sie sich, dass mehr als nur ein bloßer Tötungsakt hinter der ganzen Sache steckt.
Meinung zum Film:
Wer sich vorab den etwas reißerischen Text auf dem Cover durchliest und einen derartig gelagerten Film erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Was der weitestgehend unbekannte Regisseur und Drehbuchautor Gregory J. Read präsentiert, hat nur sehr wenig mit dem dort beschriebenen Lesen der Gedanken anderer, der Lenkung fremder Gedanken zu tun und eine reine Männergemeinschaft, bei der Ritualmord, Inzest und Nekromantie an der Tagesordnung steht, sucht der neugierig gemachte Zuschauer ebenso vergebens. Was in "Like Minds" gefunden wird, ist viel mehr ein Film, der eine interessante, höchst subtile Mischung aus Mystik, Thriller und Drama darstellt, dabei aber bis auf minimale Ausnahmen auf Schockeffekte und Hokuspokus verzichtet.
Der Einstieg in den Film fällt allerdings nicht sonderlich leicht. Die erste halbe Stunde gestaltet sich relativ schwerfällig und es will sich beim Zuschauen keine rechte Bindung zum Geschehen aufbauen. Ist allerdings dieses etwas zähe erste Drittel geschafft, nimmt "Like Minds" stetig an Fahrt auf und steigert sich in Sachen Spannung und Dramatik zusehends, bis zu einem für viele sicherlich überraschenden Ende. Es steht zwar von vornherein fest, dass Alex maßgeblich an Nigels Erschießung beteiligt war, allerdings wird mit dem "Warum" dermaßen gut gearbeitet, dass kaum Zeit für große Langeweile aufkommt. Die am Ende gezeigten Ereignisse direkt vor dem Tod Nigels werden sicherlich nicht jedem gefallen und auch das Ende ist nicht nur als netter Twist anzusehen, sondern kann auch genauso gut als wenig gelungene und nicht sonderlich sorgfältig herausgearbeitete Wendung angesehen werden. Allerdings hat der Film bis dahin schon so sehr in seinen Bann gezogen, dass dieses den bis dahin gewonnenen, guten Eindruck nicht sonderlich trüben kann.
Bei den Darstellern weiß vor allem Toni Collette ("The Sixth Sense") zu gefallen. Sie schafft es, den inneren Konflikt, ob Alex nun einen kaltblütigen Mord begangen hat, ob der Hintergrund für die Tat nachvollziehbar ist, oder ob er vielleicht überhaupt nicht derjenige war, der abgedrückt hat, sehr gut auf den Bildschirm zu transportieren. Der aufstrebende Jungschauspieler Eddie Redmayne wirkt in der Rolle des Alex ein wenig sehr blass, was zum Teil aber sicherlich auch an der Auslegung der Rolle liegen mag. Tom Sturridge ("Vanity Fair") als unheimlicher Mitschüler bringt das bedrohliche und dämonische seiner Figur weitestgehend gut heraus, wirkt am Ende, in einer Schlüsselszene dann allerdings ein wenig zu sehr wie der unschuldige kleine Junge, was der Szene nicht sonderlich gut tut. Richard Roxburgh ("Van Helsing") als ermittelnder Beamter und Patrick Malahide ("Billy Elliot - I Will Dance") als Rektor der Schule und Vater von Alex können ebenfalls einen positiven Eindruck in einem Film hinterlassen, der beim Plot zwar nicht jede Frage wirklich zufriedenstellend klären kann und auch zu Beginn nur schwer in Gang kommen will, der es aber insgesamt betrachtet durchaus Wert ist, gesehen zu werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist weitestgehend gut geraten, lediglich die kraftlosen Farben und stellenweise feines Rauschen trüben den Sehgenuss ein klein wenig. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar, hinterlässt in Sachen Surround allerdings keinen bleibenden Eindruck.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"Like Minds" ist sicherlich kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, und schon gar nicht der reißerische Thriller, den der Covertext vermuten lässt. Was der Streifen allerdings ist, ist eine gelungene Mischung aus Thriller und Drama, die, wenn erst einmal in Fahrt gekommen, spannend zu unterhalten weiß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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104:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Like Minds
Like Minds
Ein nach leichten Startschwierigkeiten fesselnder Thriller
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien / UK, 2006 Regie: Gregory J. Read Drehbuch: Gregory J. Read Darsteller: Eddie Redmayne, Tom Sturridge, Toni Collette, Richard Roxburgh, Patrick Malahide, Jon Overton, David Threlfall, Cathryn Bradshaw
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 26.10.2006
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