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DVD-Besprechung - Lizard Woman

Story:
Eine Forschungstruppe befreit bei einem Zwischenfall während einer Expedition aus Versehen dämonische Geister, die in Gestalt von kleinen Geckos Besitz von Menschen übernehmen, die daraufhin zu willenlosen Zombies werden und den Horror weiterverbreiten. Die Schriftstellerin Kwanpilin (Rungrawee Barijindakul) kommt ebenfalls in Kontakt mit den bösen Geistern, als sie eine alte Holzbox in einem kleinem Dorf kauft. Langsam beginnt sie sich zu verändern und überall scheinen kleine mörderische Geckos herumzulaufen.

Meinung zum Film:
Unheimliche, weiße Fratzen mit den Augen einer Echse, angriffslustige kleine Geckos, die sich auf ihre Opfer stürzen und diese zu willenlosen Sklaven machen, welche dann selbst auf potentielle Opfer losgehen, all das sind Zutaten, die zu einem spannenden und schweißtreibenden Horrorfilm werden können, wenn man sie passend in Szene setzt. Enthalten sind diese ganzen Zutaten auch in "Lizard Woman" vom thailändischen Regisseur, Drehbuchautor, Produzenten und Editor Manop Udomdej. Doch hat er auch das passende Mixtur-Verhältnis gefunden, um es zu einem schmackhaften Ganzen zu machen?

Der Beginn des Films ist recht schnell vorangetrieben und lässt beim Zuschauer nach 30 Minuten die Frage aufkommen, was in den nächsten zwei Dritteln des Films noch alles passieren mag, da bis zu diesem Zeitpunkt schon eine gesamte Forschergruppe dahingerafft wurde, wodurch der Bodycount in jedem "Freitag, der 13."-Film als verachtenswert klein erscheint. Im Grunde sind die Toten aber ohne weiteren Wert für den restlichen Verlauf, der sich fortan nur noch mit der Schriftstellerin Kwanpilin beschäftigt, die in irgendeiner Form auch die Geckos sieht, die man als Zuschauer vorher beim dahinraffen der Forscher beobachten konnte. Was das ganze miteinander zu tun hat? Außer den Geckos im Grunde nichts, womit dann auch das große Problem des Filmes angesprochen wurde - vieles erscheint ohne großen Zusammenhang, das Gefühl einer durchgehenden Handlung, der man gespannt folgen kann, sucht man den gesamten Film hindurch vergebens. Ein weiteres Problem ist Kwanpilin-Darstellerin Rungrawee Barijindakul, die ungefähr genauso viel charismatische Ausstrahlung besitzt, wie schauspielerisches Talent - nämlich fast gar keine(s).

Doch es gibt auch einiges Gutes im Film zu sehen. Die Szenen mit den Geckos sind ganz nett gelungen, wobei die CGI-Monster nicht immer ganz überzeugend dargestellt werden und die besessenen Menschen schauen recht furchteinflößend aus und können in so mancher Szene auch für Angst und Schrecken sorgen. Eine Menge Spannungspotential geht jedoch durch die schwache Inszenierung der Geschichte verloren. Somit bleibt es bei durch einen losen Handlungsfaden verbundenen Schauerszenen, die zwar ordentlich zu gruseln wissen, aber durchaus einen faden Beigeschmack hinterlassen und zum Teil auch ein wenig Enttäuschung, da der Film durchaus Potential aufzuweisen hat. Die Kameraführung ist sehr ansprechend, die Musik spannungsfördernd und es gibt genügend Ansätze, bei denen man die Hoffnung hat, dass die losen Schreckmomente endlich mit einer fesselnden Geschichte verbunden werden. Doch irgendwann gibt auch der optimistischste Zeitgenosse diese Hoffnung auf und konzentriert sich nur noch auf den Moment.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt in kräftigen Farben und mit einem guten Kontrastwert daher. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich und schafft es auch, ein gutes Räumlichkeitsgefühl aufzubauen.

Als Extra gibt es eine Fotogalerie und den Trailer zum Film. Die auf dem Cover angepriesenen Interviews gibt es auf der DVD nicht zu finden.

Fazit:
"Lizard Woman" schafft es über ein seine Schauermomente ganz ordentlich zu unterhalten. Allerdings sorgen seine wenig begabte Hauptdarstellerin und das Fehlen einer stimmig vorgetragenen Geschichte dafür, dass man den Film nicht uneingeschränkt allen Horror-Freunden empfehlen kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
94:32 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Thailändisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Slideshow
  • Trailer
Lizard Woman - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Lizard Woman
Lizard Woman

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ohne rechte Geschichte gibt es auch keinen richtigen Horror


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2004
Regie:
Manop Udomdej
Drehbuch:
Manop Udomdej
Darsteller:
Rungravee Brijindakul, Pete Thongchua, Kowit Wathanakul

Label Deutschland :
MC One
Verkaufsstart Deutschland :
01.06.2006