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DVD-Besprechung - The Inspector Lynley Mysteries 3
Story:
Undank ist der Väter Lohn: Nicola Maiden und Gerald Cole werden erschlagen auf einem Campingplatz aufgefunden. Es gibt jedoch weder Spuren, noch eine Tatwaffe, oder gar eine Verbindung zwischen den Opfern. Bei den Nachforschungen über Nicola Maiden kommt jedoch so manches dunkle Geheimnis ans Licht, welche das vermeintlich behütet aufgewachsene Mädchen in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Nie sollst Du vergessen: Die Mutter des Geigenvirtuosen Gideon Martin wird brutal ermordet. Im Zuge der Ermittlungen stoßen Lynley und Havers auf eine lange zurückliegende Tragödie innerhalb der Familie, die jedoch bis in die Gegenwart hinein nachwirkt und eine Mauer des Schweigens manifestiert. Zusätzlich wird Lynley während der Ermittlungen massiv von seinem Vorgesetzten unter Druck gesetzt, der selbst in den Fall verwickelt zu sein scheint, Lynley darüber aber im Unklaren lässt.
Denn sie dürsten nach Gerechtigkeit: Eine Frau wird tot aufgefunden, es handelt sich um ein als Suizid getarntes Gewaltverbrechen. Alle Spuren führen in den wohltätigen "Crucible Club", in dem nur die oberste Schicht der Gesellschaft verkehrt. Havers wird schließlich undercover als Angestellte in den Club eingeschleust, um die Ermittlungen voranzutreiben und der schöne Schein des Clubs beginnt dabei langsam zu verblassen.
Dem Manne sei Untertan: Ein Gutachter und Polizeipsychologe wird durch eine Autobombe getötet. Lynleys schwangere Frau Helen war gut mit ihm bekannt und beteiligt sich an dem Fall. Als sie selbst zur Zielscheibe des Attentäters wird, sieht Inspektor Lynley rot und nimmt den Fall persönlich. Schließlich wird Havers als Lockvogel eingesetzt und gerät dabei ebenfalls in Lebensgefahr.
Meinung zum Film:
"The Inspector Lynley Mysteries" ist eine Krimireihe der BBC, die in Deutschland vom ZDF ausgestrahlt wird und auf den Romanen der Kriminalautorin Elizabeth George basiert. Mittlerweile hat es die Serie in England auf 5 Staffeln mit insgesamt 21 Folgen gebracht, die 5. Staffel lief bisher noch nicht im deutschen Fernsehen. Sie wird jedoch im April 2007, vom ZDF in der Reihe "Sonntagskrimis" ausgestrahlt. Zur Hälfte der dritten Staffel, die hier besprochen wird, waren alle Romanvorlagen von Elizabeth George verfilmt. Die weiteren Fälle basieren daher nur noch auf den Romanfiguren, jedoch nicht mehr auf originären Büchern von Elizabeth George. Elizabeth George ist Professorin für Literatur, sowie englische Sprache und wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen für ihre Kriminalromane geehrt, beispielsweise dem "Agatha Award".
Die einzelnen Teile der Reihe "The Inspector Lynley Mysteries" sind chronologisch angelegt und Ereignisse innerhalb der einzelnen Folgen haben Auswirkungen auf die späteren Fälle. Beispielsweise kommt es innerhalb der dritten Staffel zu einer Degradierung und später zu einer erneuten Beförderung von Inspektor Lynleys Kollegin Barbara Havers, Lynley erhält einen neuen Vorgesetzten und er erwartet Nachwuchs. Die inhaltliche Aufteilung der einzelnen Folgen der dritten Staffel ist dabei höchst unausgewogen ausgefallen. Während in "Undank ist der Väter Lohn" neben dem zu untersuchenden Fall vor allem Kompetenzrangeleien zwischen Lynley und Havers dominieren, stehen bei "Dem Manne sei Untertan" vor allem das Privatleben von Inspektor Lynley und seiner Frau, das auch sehr stark auf die Ermittlungen des Inspektors selbst durchschlägt, im Vordergrund. Überhaupt fehlt der dritten Staffel der Lynley-Mysteries eine klare Linie, die die Folgen inhaltlich zusammenhält, so gibt es nicht nur deutliche Unterschiede in der Inszenierung, sondern auch in der Qualität der einzelnen Folgen.
Die erste Folge "Undank ist der Väter Lohn" stellt einen starken und gelungenen Start in die dritte Staffel dar. Besonders im Verhältnis von Inspektor Lynley und Havers knistert es gewaltig, da Havers einerseits eigenständig Ermittlungen entgegen der ausdrücklichen Anweisung Lynleys durchführt, dieser sich aber andererseits als ihr Mentor sieht und ihr eigenmächtiges Handeln wichtige Erkenntnisse hervorbringt. Havers wandelt hier immer wieder auf dem schmalen Grat zwischen Lob und Rausschmiss, während Lynley vor allem seine konservative und autoritäre Seite hervorkehrt. Die weiteren Folgen bedeuten jedoch einen herben qualitativen Absturz. Die Charaktere wirken leblos, außer in der vierten Folge, in der vor allem Lynley selbst völlig überzogen dargestellt wird, die Atmosphäre ist steril und die Ermittlungen verlaufen äußerst bodenständig und tempoarm. Die vierte Folge wirkt dagegen vollkommen überkonstruiert und ist extrem durchschaubar und phantasielos. Durch den starken Fokus auf die Beziehung von Lynley und seiner Frau wirkt diese Folge extrem kitschig und erinnert daher eher an Rosamunde Pilcher als an Elizabeth George.
Digitale Aufarbeitung:
Für eine TV-Produktion ist das Bild ziemlich gelungen, weist jedoch ein deutlich wahrnehmbares Rauschen auf. Bei den beiden Tonspuren gibt es nichts zu beanstanden.
Es sind keine Extras vorhanden.
Fazit:
Die Box zur dritten Staffel der "Lynley Mysteries" kann technisch weitestegehend überzeugen, bietet aber enttäuschenderweise keinerlei Extras. Qualitativ kann im Grunde nur "Undank ist der Väter Lohn" wirklich überzeugen, zudem hinterlässt die dritte Staffel keinen einheitlichen Eindruck. Einzelne Folgen verhalten sich wie Fremdkörper zueinander, hinzu treten recht lahme Inszenierungen, phantasielose Wendungen und ein wenig sympathischer Hauptcharakter.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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4 Folgen à ca. 90 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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The Inspector Lynley Mysteries 3
The Inspector Lynley Mysteries 3
Diese Fälle sollten besser zu den Akten gelegt werden
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 2004 Regie: Brian Stirner, Alrick Riley Drehbuch: Elizabeth George, Ann-Marie di Mambro, Simon Booker, Kevin Clarke Darsteller: Nathaniel Parker, Sharon Small, David Burke, Lesley Vickerage, Al Weaver, Emma Willis
Label :
edel motion
Verkaufsstart : 30.03.2007
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