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DVD-Besprechung - Man on Fire - Mann unter Feuer
Story:
Der mexikanische Industrielle Samuel Ramos (Marc Anthony) ist auf der Suche nach einem Bodyguard für seine Tochter Pita (Dakota Fanning), damit diese nicht Opfer einer Entführung wird. Denn in Mexico wurden innerhalb von 6 Tagen 24 Kinder entführt. Da er seine Ausgaben jedoch im Rahmen halten muss, heuert er schließlich den ehemaligen CIA-Agenten Creasy (Denzel Washington) an, der wegen Alkoholproblemen zum Schnäppchenpreis zu haben ist. Der Ex-Agent freundet sich immer mehr mit dem kleinen Mädchen an und ist schon bald ein Vaterersatz für sie, da ihr richtiger Vater nur wenig Zeit für sie hat und auch nur wenig auf ihre Bedürfnisse eingeht. Als Pita eines Tages quasi vor seiner Nase entführt wird und die Entführer nach einer verpatzten Geldübergabe nicht mehr über eine Freilassung verhandeln, verwandelt sich Creasy in einen gnadenlosen Racheengel.
Meinung zum Film:
Tony Scott gehört zu den großen altgedienten Actionregisseuren mit Tradition. Mit Filmen wie "The last Boy Scout" oder "True Romance" schaffte er sich einen festen Platz in den Herzen der Fans, und auch wenn er sich ein wenig rar gemacht hat in letzter Zeit, werden Filme von ihm noch immer erwartungsvoll empfangen. Für "Man on Fire" holte er sich mit Denzel Washington ("Training Day") einen der ganz großen Darsteller Hollywoods in Boot, der sowohl in Charakterrollen als auch in Actionkost zu überzeugen weiß. Und seine Leistung als ausgebooteter CIA-Agent mit einer zweiten Chance ist erneut allererster Güte und bemerkenswert. Die Ausarbeitung der Figur ist zwar stellenweise sehr oberflächlich und einige Dinge werden aufgriffen und später nicht mehr weiter erwähnt, doch sind dies kleinere Makel, die man gerne verzeiht.
Gut besetzt wurde auch die bezaubernde Dakota Fanning ("Ein Kater macht Theater") in der Rolle der 9-jährigen Pita Ramos. Gleich zu Beginn, wenn sie versucht, sich mit ihrem Beschützer anzufreunden, dieser sie aber stets auf Distanz halten will und persönliche Gespräche schnell beendet, merkt man die Chemie, die zwischen den beiden einfach stimmt. Es ist eine Freude, ihnen bei ihrer langsam entstehenden Freundschaft zuzuschauen. Drehbuchautor Brian Helgeland ("Payback - Zahltag") und Regisseur Tony Scott haben es beispielhaft geschafft, die emotionale Verbindung zwischen Agent und Heranwachsendem herauszuarbeiten. Seine Reaktion nach der Entführung ist dadurch mehr als nachvollziehbar. Während rund die erste Stunde gebraucht wird, um diese spezielle Beziehung herauszuarbeiten, handeln die restlichen anderthalb Stunden vom Kampf des Beschützers und die Rache gegen den Sumpf aus Verrat und Korruption.
Wo es Tony Scott in seinem Film ein klein wenig übertreibt, ist bei seinem nicht immer ganz treffsicheren Einsatz von schnellen Bildfolgen und Verfremdungen. Aber sieht man einmal von diesem wenig gelungenen Kniff ab, kann die filmische Seite vollends überzeugen. Es gibt immer genügend Abwechslung und der Regisseur ist auch nie darum verlegen, seinem Geschehen einen neuen visuellen Blickwinkel hinzuzufügen. So bietet "Man on Fire" spannende und teilweise auch recht harte Unterhaltung in der Tradition von Scotts alten Filmen. Mit Christopher Walken ("Die durch die Hölle gehen"), Giancarlo Giannini ("Hannibal"), Radha Mitchell ("Pitch Black"), Mickey Rourke ("9 ½ Wochen") und Rachel Ticotin ("Was das Herz begehrt") standen ihm neben den bereits genannten weitere gute Darsteller zur Verfügung, die zum Gelingen des actionreichen und schonungslosen Thrillers beitragen. Nur Marc Anthony sollte in Zukunft besser beim Singen bleiben, wo er ganz sicherlich zu den Großen gehört und damit bei weitem besser aufgehoben ist als im Schauspielfach.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der deutschen DVD ist klar und ordentlich und als einzigen Kritikpunkt kann man vielleicht anbringen, dass es einen Tick zu dunkel ist. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ebenso gelungen - er erschallt klar verständlich aus den Lautsprechern und auch an räumliche Effekte und einen satten Bass wurde hinreichend gedacht.
Die deutsche Doppel-DVD enthält reichlich Bonusmaterial. Auf der Film-DVD befinden sich gleich 2 Audiokommentare. Auf dem ersten weiß Regisseur Tony Scott einiges zu berichten, während auf der 2. Spur der Produzent, der Drehbuchautor und "Pita" Dakota Fanning wesentlich heiterer zu Werke gehen. Das weitere Bonusmaterial findet sich auf einer separaten Scheibe. Hier gibt es u.a. Deleted Scenes, incl. einem sehr interessanten alternativen Ende, die wahlweise im Originalton oder mit einem Kommentar des Regisseurs gesehen werden können. Es folgt eine Multiangle-Szene der Entführung Pitas, bei der man allerdings nicht frei zwischen den Einstellungen wählen kann, sondern 4 verschiedene Blickwinkel im Split-Screen-Verfahren gezeigt werden. Als kleine Goodies gibt es ein Musik-Video zu einem Song aus dem Film und dem Trailer. Herzstück und äußerst informativ ist das Herzstück der DVD, eine gut 70-minütige Dokumentation, die einige interessante Blicke auf die Hintergründe und in die Entstehung des Filmes wirft und sich klar von den teilweise gelieferten Werbefeatures abhebt. Diesen Beitrag kann man episodenweise oder am Stück sehen. Die Extras sind in englischer Sprache mit optionalen Untertiteln vorhanden.
Das Bild der Schweizer DVD ist viel zu dunkel abgemischt, wodurch selbst in Szenen, die nicht im Dunklen spielen, Details verschluckt werden. Die Farben haben des Weiteren eine viel zu hohe Intensität, wodurch es fast unumgänglich ist, die ansonsten perfekten Einstellungen nachzuregeln, um einigermaßen Durchblick zu haben. Hier hat die deutsche Version eindeutig die Nase vorn. Der Schweizer Ton in Dolby Digital 5.1 ist vergleichbar gut und bietet das gleiche Spektrum wie das deutsche Gegenstück.
Bis auf die beiden Audiokommentare, die bei der Schweizer DVD fehlen, sind die Extras auf der separaten Bonus-Disc die gleichen wie auf der deutschen DVD.
Fazit:
"Man on Fire" bietet spannende und teils recht harte Unterhaltung mit sehr guten Darstellern. Vor allem Denzel Washington als Bodyguard und die kleine Dakota Fanning als zu Beschützende harmonisieren im ersten Drittel prächtig, während es in den letzten zwei Dritteln schonungslos und spannend zur Sache geht. Im direkten Vergleich ist die Deutsche Doppel-DVD gegenüber der Schweizer-Version etwas besser geraten.
Technische Daten (Schweizer Version):
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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140:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Französisch |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Dokumentation
- Multi-Angle Sequence von Pitas Entführung
- Alternatives Ende
- Musik Video "Oye Como Va" von Kinky
- Originaltrailer
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Technische Daten (Deutsche Version):
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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140:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Tony Scott
- Audiokommentar mit Drehbuchautor Brian Helgeland, Produzent Lance Hool und Darstellerin Dakota Fanning
- Deleted Scenes inklusive alternativem Ende
- Dokumentation
- Multi-Angle Sequence von Pitas Entführung
- Musik Video "Oye Como Va" von Kinky
- Originaltrailer
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Man on Fire - Mann unter Feuer
Man on Fire
Actionspezialist Tony Scott zusammen mit Superstar Denzel Washington in einem actionreichen, harten Actionthriller
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Tony Scott Drehbuch: Brian Helgeland (nach dem Roman von A.J. Quinnell) Darsteller: Denzel Washington, Dakota Fanning, Marc Anthony, Radha Mitchell, Christopher Walken, Giancarlo Giannini, Rachel Ticotin, Mickey Rourke
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 05.05.2005
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