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DVD-Besprechung - Minotaurus
Story:
In den Labyrinthen unter dem Königspalast in Minos lebt der sagenumwogene Minotaurus, ein Lebewesen, das halb Mensch und halb Tier ist. Verehrt als Gottheit werden ihm regelmäßig Menschenopfer gebracht. Theos (Tom Hardy), der Sohn des Häuptlings des Dorfes, von dessen Bewohnern die Opfer ausgesucht werden, ist schon lange gegen die Zahlung des Tributs und er macht er sich auf, dem Treiben des falschen Gottes endgültig ein Ende zu setzen und seine Geliebte aus den Fängen des Untiers zu befreien.
Meinung zum Film:
"Minotaurus" ist erst der zweite Film von Regisseur Jonathan English, der neben einem unbedeutenden Film namens "Nailing Vienna" nur noch als Produzent bei einer handvoll ähnlich bedeutvoller Werke tätig war. Gedreht hat er nach einer Drehvorlage von Nick Green und Stephen McDool, die mit dem Skript, basierend auf der griechischen Mythologie ihren Einstand im Filmgeschäft gaben. Abweichungen zur mythologischen Vorlage sind aber reichlich vorhanden und so kann nur von einer sehr groben Nutzung der überlieferten Geschichte die Rede sein. Es gibt sicherlich einige Debütanten-Vereinigungen, die mit ihrem Erstlingswerk zu gefallen wissen, doch "Minotaurus" gehört sicherlich nicht zu diesen und tritt lediglich den Beweis an, dass zu einem guten Film mehr als nur ambitioniertes Arbeiten gehört.
Mit Cutter Eddie Hamilton ("DOA: Dead or Alive") stand zwar ein erfahrener Mann für den Schnitt zur Verfügung, doch die oftmals in kurzer Schnittfolge präsentierten Szenen machen das Sehen des Filmes zu allem anderen als ein Vergnügen. In den Actionsequenzen mag dies vielleicht noch ein wenig Sinn machen, um die Hektik einer Schlacht zu präsentieren, doch wenn selbst in eher ruhigen Dialogen ein ähnliche schneller, harter Schnitt genutzt wird, macht dies alles andere als Sinn und wird als höchst störend empfunden. Hieraus entsteht nur ein zusätzlicher, künstlich erzwungener Makel für Dialoge, die ohnehin schon sowohl vom Inhalt als auch von ihrer Führung höchst abstoßend vorgetragen werden. Dies ist nicht zuletzt einer der entscheidenden Gründe, warum "Minotaurus" über weite Strecken nur schwer genießbar ist und keine Freude beim Zuschauer hervorrufen kann.
Aber auch außerhalb der Dialoge ist der Film nicht sonderlich mitreißend. Tom Hardy ("Star Trek - Nemesis") fehlt die Ausstrahlung eines Helden, was den gesamten Film über wie eine Bürde auf der Geschichte lastet. "Candyman" Tony Todd kann in der Rolle des düsteren Priesters Deucalion zwar den Anforderungen weitestgehend gerecht werden, allerdings ist die inhaltsleere Ausschmückung seines Charakters nicht sonderlich fördernd für die Wirkung seines Parts. Was bleibt, sind einige Blutspritzer von Opfern in einigen wenigen ansprechenden Szenen, in welcher der Minotaurus kurz zu sehen ist. Die Effekte erscheinen aber auch nicht sonderlich ausgereift und wirken bei den CGIs wie von einer Zwischensequenz eines Videospiels entnommen. Ein weiterer Baustein, um zu unterstreichen, warum "Minotaurus" ein Film ist, den nicht wenigen als Verschwendung ihrer Freizeit ansehen werden.
Digitale Aufarbeitung:
Abgesehen von feinem Rauschen bietet das Bild keinen Grund zum Klagen. Die Farben erscheinen natürlich und auch die Konturen fallen in einem guten, durchschnittlichen Wert aus. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist klar zu verstehen, hat in Sachen Räumlichkeit aber nichts Außerordentliches zu bieten.
Als Extra gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Jonathan English, der allerdings keine Untertitel zu bieten hat. Es folgen ein kurzer Beitrag, der einen Vergleich zwischen gefilmten und digital nachbearbeiteten Szenen macht, so wie rund 20 Minuten Deleted Scenes. Den Abschluss bildet der Trailer zum Film.
Fazit:
"Minotaurus" beruht auf vereinzelten Motiven der griechischen Mythologie und erzählt eine weitestgehend langweilige bis alberne Geschichte voller hölzerner Dialoge und einer Dramatik, die diesen Begriff im Grunde nicht verdient.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Jonathan English
- Visual Effects Montage
- Deleted Scenes
- Trailer
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Minotaurus
Minotaur
Anstatt des mächtigen Minotauren gibt es nur langweilige Dialoge und müde Action
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Frankreich / Luxemburg / Spanien / UK, 2006 Regie: Jonathan English Drehbuch: Nick Green, Stephen McDool Darsteller: Tom Hardy, Michelle Van Der Water, Tony Todd, Lex Shrapnel, Jonathan Readwin, Rutger Hauer, Maimie McCoy, Donata Janietz
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 10.11.2006
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