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DVD-Besprechung - New York - Eine Filmdokumentation
Story:
New York gehört sicherlich zu den faszinierendsten Städte der heutigen Zeit und wer von New York redet, meint damit in der Regel den Stadtteil Manhattan. Doch kaum einer weiß, wie die Stadt zu der Weltmetropole geworden ist, die sie heute darstellt und welche kritischen Phasen und welche Probleme sie zu überstehen hatte. Der Dokumentarfilmer Ric Burns hat sich diesen Wissenslücken angenommen und einen faszinierenden Blick auf die Geschichte New Yorks in seiner Dokumentation festgehalten.
Meinung zum Film:
Dokumentarfilmer Ric Burns hat sich für seine 5-teilige Dokumentation "New York" nicht damit begnügt, alleine die Faszination der Metropole einzufangen. Ihm ging es darum, einen möglichst weitreichenden Rückblick auf ihre Entstehung zu werfen. Er beginnt dabei ganz zu Beginn, als die Holländer die Insel Manhattan von den Indianern für ein paar Goldstücke abkauften. Es geht weiter mit dem zunehmenden Verfall von der anfangs vielversprechenden Hafenstadt "New Amsterdam", die anschließend durch die strenge Hand von Peter Suyvesant wieder auf Vordermann gebracht wurde, nur um kurz danach von Engländern kriegerisch erobert zu werden. Diese benannten die Insel zu Ehren des Herzogs von York in "New York" um und machten aus der Stadt eine der am schnellsten wachsenden Metropolen ihrer Zeit. Das Wachstum ging so schnell voran, dass irgendwann die umliegenden Gebiete zusammengeschlossen wurden und neben der Insel auch die weitaus größeren Gebiete wie Brooklyn oder Queens zu einem Teil New Yorks wurden.
Beeindruckend ist es, wenn Burns davon berichtet, wie die Straßen vom heutigen Manhatten in einem Gitternetz geplant wurde, obwohl erst ein kleiner Teil davon bebaut war. Doch schon bald waren die Parzellen gefüllt und von dem einstigen Grün, das die Insel auszeichnete, war nichts mehr zu sehen, was durch den künstlich angelegten Central Park im Nachhinein wieder ein wenig begradigt wurde. Ein Problem gab es mit der Anbindung an das damals noch eigenständige Brooklyn, wo viele Menschen, die in New York ihre Arbeit hatten, wohnten, da dorthin nur mittels Schiffe gelangt werden konnte, was im Winter nicht immer ganz leicht war. Eine Brücke zwischen den beiden Orten war nur schwer zu realisieren, da die gesamte Wasserfläche für den Hafen weiterhin nutzbar bleiben musste. Doch der deutschstämmige John August Roebling schaffte es mit seiner Konstruktionsplanung der Brooklyn Bridge, das Problem zu lösen und sorgte damit für das erste herausragende Bauwerk der Stadt. Doch später sollte die gewaltige Brücke wieder im Stadtbild verschwinden, da der Platzmangel auf der Insel dazu führte, dass die Gebäude in die Höhe schossen und die Skyline von Manhattan nach und nach geprägt wurde. Nachdem das erste Hochhaus erbaut war und nicht in sich zusammenfiel, war der Startschuss für einen Wettstreit im immer weiteren Bau in die Höhe gegeben, der die unglaublichsten Bauwerke seiner Zeit als Ergebnis hatte und die Architekten in einen wahren Wettstreit treten ließ.
Doch Ric Burns kümmert sich auch um die Menschen, die New York prägten. Er berichtet von korrupten Politikern, die letzten Endes gestellt wurden, weil ein Karikaturist mit seinen steten Zeichnungen dafür sorgte, dass auch die ungebildeten New Yorker vom Treiben der Stadtväter erfuhren. Er berichtet von Rassenhass zwischen verschiedenen Immigrantenstämmen, die zu blutigen Kämpfen führten und fast die vollständige Zerstörung der Stadt zur Folge hatten. Es wird berichtet von den unmenschlichen Lebensumständen der Menschen in einigen Vierteln, die durch die Erfindung des Blitzlichtpulvers in das Gewissen der betuchteren Bewohner gerückt wurden und dadurch zumindest teilweise so einer Verbesserung ihrer Situation führte. Auch die erbärmlichen Arbeitsumstände, unter denen Menschen auch heute noch, vor allem im Asiatischen zu leiden haben, werden thematisiert. Gezeigt werden die einzelnen Fakten abwechslungsreich durch zeitgenössische Zeichnungen, alten Fotografien und bewegten Aufnahmen. Zwischendurch kommen immer wieder Historiker und Schriftsteller zu Wort, um einige Fakten noch weiter zu vertiefen oder Probleme näher zu erläutern. Unterlegt wird das ganze mit einem sehr ruhigen Soundtrack, der es zusätzlich zu verhindern versteht, dass die Darbietung zäh oder eintönig wird. Das Gesamtergebnis ist somit trotz seiner Laufzeit von fast 5 Stunden eine niemals langweilige Schilderung einer Stadtgeschichte, welche die Faszination einer der beliebtesten und interessantesten Städte sehr gut weiter gibt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für eine Dokumentation mit teils recht alten, zeitgenössischen Materialien gut gelungen und bietet keinen Grund zum Klagen. Gleiches gilt für den Ton in stets klar verständlichem Dolby Digital 2.0
Extras gibt es keine. Ausgeliefert werden die 5 DVDs in einem sehr ansprechend gestaltetem DigiPak, das in einem stabilen Karton steckt.
Fazit:
"New York" ist eine gleichermaßen fesselnde wie auch faszinierende Dokumentation über eine der größten Metropolen unserer Zeit. Von der Landung der Holländer bis hin zum Entstehen der atemberaubenden Skyline von Manhattan zeigt die 5-teilige Doku die Höhen und Tiefen, die Licht- und die Schattenseiten in der Geschichte New Yorks.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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5 Episoden a ca. 59 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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New York - Eine Filmdokumentation
New York: A Documentary Film
Ein faszinierender, abwechslungsreicher Blick auf die Geschichte New Yorks
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1999 Regie: Ric Burns Drehbuch: Ric Burns, James Sanders Darsteller: -
Label :
MC One
Verkaufsstart : 16.11.2006
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