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DVD-Besprechung - Nikita (SteelBook)
Story:
Eine Rumtreiberin, die sich selbst Nikita (Anne Parillaud) nennt, wird nach einem misslungenen Einbruch festgenommen. Der bei einer geheimen Organisation arbeitende Bob (Tchéky Karyo) erkennt in ihr jedoch eine Menge Potential, um sie als Agentin für seine Zwecke zu nutzen. So lässt er Nikita offiziell für tot erklären und bildet sie im Geheimen zur Top-Agentin und eiskalten Killermaschine aus. Als Nikita sich jedoch in Marco (Jean-Hugues Anglade) verliebt, wird das geheime Leben als Profikiller alles andere als einfach.
Meinung zum Film:
Luc Besson ("Das 5. Element") ist für das französische Kino in etwas das, was Steven Spielberg für Hollywood ist. Mit einer einzigartigen Bildsprache versteht er es, Geschichten zu erzählen, die auf den ersten Blick wie bloße Unterhaltungsfilme aussehen, sich bei einem näheren Blick aber als weitaus mehr herausstellen. Zu seinen berühmtesten und prägendsten Werken zählt sicherlich "Leon - Der Profi" mit Jean Reno in der Rolle des Profikillers mit viel Herz, doch bereits vier Jahre zuvor sorgte Besson für Aufsehen, als er mit "Nikita" eine weibliche Variante von "Leon" in die Kinos brachte. Viele sahen in dem Film eine brutale Gewaltverherrlichung, vergaßen dabei aber, der tragischen Geschichte um eine missgeleitete Frau genügend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Denn neben der Gewalt zeigt "Nikita" vor allem auch die Leidensgeschichte einer Frau, die nur wenig Liebe und Zuneigung in ihrem Leben erfahren hat und von den falschen Einflüssen geprägt wurde.
Hauptdarstellerin Anne Parillaud ("Rette deine Haut, Killer") legt eine bemerkenswerte Leistung als Titelfigur hin. Zu Beginn wirkt es teilweise zwar ein wenig albern, wenn sie ihre derben Späße mit den diversen Ausbildern treibt, dafür brilliert sie umso mehr, wenn es um die verletzliche Seite von Nikita geht. Und noch besser wird es in den Momenten, wo sie den Auftrag erhält, jemanden zu töten. Eigentlich kann man es gar nicht glauben, dass diese eher zart gebaute Frau jemandem etwas antun könnte und wenn sie eine großkalibrige Handfeuerwaffe in ihren zarten Händen hält, wird dieser Eindruck nur noch gestärkt. Doch wenn die Action dann aber ihren Lauf nimmt, erkennt man sehr schell, wie sehr dieser erste Eindruck täuscht. Denn in den Kämpfen zweifelt man kein bisschen mehr daran, dass Nikita genau weiß, was sie tut und wie sie dies am effektivsten macht. Regisseur und Drehbuchautor Besson schafft es, sowohl die nach Liebe und Geborgenheit suchende junge Frau, als auch die mörderische Killermaschine annehmbar in einer Person zu vereinen.
Mit dazu bei tragen auch die beiden Herren an ihrer Seite. Tchéky Karyo ("Bad Boys") als ihr emotionsloser Ausbilder und Jean-Hugues Anglade ("Taking Lives") als ihr liebevoller Lebensgefährte unterstützen die jeweilige Seite Nikitas perfekt. Gelungen und sehenswert ist auch die kleine Rolle von Jean Reno, der als cooler Aufräumer ein kleines Highlight darstellt. Sehr gut fällt auch der Soundtrack von Luc Bessons Hof-Komponist Eric Serra ("Im Rausch der Tiefe") ins Ohr, der für jede Szene die passende Untermalung bereithält. Aber auch Action und Spannung kommen nicht zu kurz und auch wenn "Nikita" nicht ganz die Klasse von "Leon - Der Profi" erreichen kann, stellt er dennoch Top-Action-Kino auf großem Niveau dar. Das 2 Jahre später entstandene US-Remake unter dem Namen "Codename: Nina" mit Bridget Fonda in der Hauptrolle zeigt deutlich, wie geschickt es Luc Besson anstellte, seine Geschichte nicht zu einem reinen Actionwerk geraten zu lassen. Denn am Ende ist es vor allem die Liebesgeschichte, die beim Zuschauer haften bleibt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr liebevoll aufbereitet worden und bietet kaum Anlass zum Klagen. Einziges Manko ist ein feines Rauschen, das immer mal wieder zu erkennen ist. Der deutsche Ton in wahlweise Dolby Digital 5.1 oder dts klingt sehr akzentuiert und bietet ein breites Spektrum und dadurch eine schöne Räumlichkeit, die zum Einen bei der Musik, zum Anderen vor allem bei den Actionszenen sehr schön zum Tragen kommt.
Das Bonusmaterial des Films befindet sich auf einer separaten DVD. Den Beginn macht ein knapp 5-minütiger Beitrag über die Musik des Films, der einen guten Einblick in die Arbeitsweise Eric Serras gibt. Es folgt ein rund 20-minütiges Making Of, das mit einer Mischung aus Interviews und Szenen vom Dreh über die Entstehung berichtet. In knapp 2 Minuten wird noch einmal ein Extra-Blick auf die verschiedenen Gesichter von Nikita geworfen, gefolgt von einem ausführlichen, rund 20-minütigen Interview mit Luc Besson, Filmografien und einer Fotogalerie. Abgerundet wird das ganze durch den Trailer zum Film. Ein optisches Extra ist das sehr stilvoll gehaltene Steelbook, das eine hervorragende optische Ergänzung zu "Leon - Der Priofi" ist. Zusätzlich gibt es noch ein Booklet mit zusätzlichen Informationen.
Fazit:
"Nikita" ist eine perfekte Mischung aus Action-Thriller und Liebesdrama, der mit der vorliegenden Version im Steelbook in einer würdigen Version ausgeliefert wird. Freunde von gehaltvoller Actionunterhaltung dürfen blind zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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112:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- "The Sond of Nikita"-Featurette
- Making Of
- Programming Nikita
- Interview mit Luc Besson
- Filmografien
- Fotogalerie
- Trailer
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Nikita
La Femme Nikita
Ein frühes Werk von Luc Besson, das die Genialität des Filmemachers klar zum Ausdruck bringt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / Italien, 1990 Regie: Luc Besson Drehbuch: Luc Besson Darsteller: Anne Parillaud, Jean-Hugues Anglade, Tcheky Karyo, Jean Reno, Jeanne Moreau, Philippe Leroy-Beaulieu, Jean Bouise
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 22.11.2005
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