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DVD-Besprechung - No good deed
Story:
Der Cop Jack Friar (Samuel L. Jackson) gerät durch einen dummen Zufall mitten in die Vorbereitungen zu einem Bankraub und wird von den Gaunern gefangen genommen. Während Tyron (Stellan Skarsgård) und Hoop (Doug Hutchison) den Raub durchziehen, bleibt Jack an einen Stuhl gefesselt bei Erin (Milla Jovovich) zurück. Doch der ausgeklügelte Plan gerät außer Kontrolle, als der am Raub beteiligte Bankangestellte David Brewster (Jonathan Higgins) die Umsetzung ein wenig nach seinen Vorstellungen verändert.
Meinung zum Film:
Regisseur Bob Rafelson ("Die schwarze Witwe") hat eine namhafte Darstellerschar um sich versammelt, um eine Geschichte von Dashiell Hammett ("Der Malteser Falke") auf die Leinwand zu bringen. Samuel L. Jackson ("Pulp Fiction") spielt einen kleinen Cop, der durch eine Verwechslung in die Fänge von Bankräubern fällt. Milla Jovovich ("Das 5. Element") spielt eine verschlagene Versuchung, die mit allem und jedem ein Spiel spielt. Der als "Tooms" in der Akte-X-Serie bekannt gewordene Doug Hutchinson hat als überdrehter Gewalttäter Hoop seinen Auftritt, während Stellan Skarsgård ("Fluch der Karibik 2") das kriminalistische Mastermind hinter dem Raub gekonnt wiedergibt. Zu guter letzt sind Grace Zabriskie ("Twin Peaks") und Joss Ackland ("Mighty Ducks") noch als kriminelles Rentnerehepaar zu sehen. Doch trotz der gestandenen Darsteller schafft es "No Good Deed" nicht, richtig überzeugen zu können.
En Grund hierfür ist, dass vieles übereilt und nur oberflächlich erzählt präsentiert wird. Selbst dann, wenn der wahrlich höchst naiv und dämlich präsentierte Bankraub mal ganz außen vorgelassen wird, bleiben immer noch weitestgehend blasse Charaktere, von denen kaum etwas zu erfahren ist. Bei Cop Jack Friar weiß keiner, welche Funktion er bei der Polizei hat, er könnte genauso gut Versicherungsmakler sein. Über Erin ist überhaupt nichts zu erfahren, was ihrem ohne jedem Zweifel interessanten Charakter einiges an Reiz nimmt. Bei Hoop ist klar zu sehen, dass er ein Problem mit seiner Beherrschung hat, was das nun aber genau ist, und wo dies herrührt, erfährt man allerdings nicht, aber trotzdem schafft er es ohne Probleme, sich in das Sicherheitssystem einer Bank zu hacken. Woher er dies Fähigkeit hat, bleibt genauso ungesagt wie die Geschichte, wie das Gaunerteam zusammentraf und vor allem, wie die beiden Senioren hinzu stießen. Ausschweifende Hintergründe sind sicherlich nicht nötig, aber zumindest ein paar kurze Worte über die Geschichte der Räuber hätten den Film insgesamt wesentlich interessanter gemacht.
Die erste Stunde des Film ist recht zäh und durch die flüchtige Erzählweise und einige nicht unbedingt nachvollziehbaren Handlungen will sich ein Gefühl der Dramatik und Spannung nicht so recht aufbauen. Der Bankraub ist weitestgehend lahm erzählt und außer stimmungsvollen Aufnahmen im Regen bleibt die Atmosphäre weitestgehend steril. Allein die Szenen zwischen Jack und Eren sorgen für ein bisschen Unterhaltung. Richtig interessant und spannend wird es erst in der letzten halben Stunde, wo sich die Ereignisse überschlagen und eine Katastrophe die nächste trifft. Doch bis dahin ist zu wenig Action vorhanden, um das Publikum zumindest ein wenig überzeugen zu können. Der Titel "No Good Deed", "Keine gute Tat" ist somit Programm, da die ersten 2 Drittel des Films einfach viel zu langatmig sind, um das Durchhalten bis zum wirklich starke Finale unbedingt zu rechtfertigen. Regisseur Bob Rafelson hätte seine Mühe auf den ganzen Film verteilen müssen und nicht sein gesamtes Pulver bis zum Ende aufzusparen, um dann dort aus vollen Rohren losschießen zu können. Es wird sicherlich nicht wenige geben, die schon vor dem Finale gelangweilt abgeschaltet haben.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck ohne Höhen oder Tiefen. Der deutsche Ton ist stets klar zu verstehen, hält sich im Surroundbereich aber weitestgehend zurück.
Extras gibt es keine auf der DVD.
Fazit:
"No Good Deed" versteht es nicht, seine in der letzten halben Stunde ausgespielten Stärken über den gesamten Film zu verteilen. Eine reichlich oberflächlich erzählte Story, Charaktere ohne Hintergrund und fehlende Spannung können selbst durch die gute Darstellerriege nicht aufgefangen werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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93:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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No Good Deed
The House on Turk Street
No good film
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / USA, 2002 Regie: Bob Rafelson Drehbuch: Steve Barancik, Christopher Canaan (basierend auf einer Geschichte von Dashiell Hammett) Darsteller: Samuel L. Jackson, Milla Jovovich, Stellan Skarsgård, Doug Hutchison, Grace Zabriskie, Joss Ackland, Jonathan Higgins
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 27.10.2006
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