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DVD-Besprechung - Ocean's Twelve
Story:
Es ist gar nicht so lange her, seit Danny Ocean (George Clooney) mit seinen Kumpels den Vegas-Boss Terry Benedict (Andy Garcia) um 160 Millionen Dollar erleichterte. Doch der Gangster fordert nun sein Geld zurück - inklusive Zinsen. Da jedoch ein großer Teil der Piepen bereits von den einzelnen Mitgliedern ausgegeben wurde und man selbst exklusive Zinsen nicht zurückzahlen könnte, müssen neue Coups gelandet werden, um nicht den Zorn des großen Vegas-Mannes auf sich zu ziehen. Da man jedoch in Amerika zu bekannt ist, entschließt man sich, ins Ausland zu gehen - nach Europa. Was sie nicht wissen - ein Unbekannter namens "Nachtfuchs" erlaubt sich ein übles Spiel mit Danny und seinen Spießgesellen.
Meinung zum Film:
Der originale "Ocean's Eleven", der in Deutschland unter dem Namen "Frankie und seine Spießgesellen" lief und als Vorlage für das gleichnamige Remake diente, war nichts anderes als eine Gelegenheit des "Rat Packs" Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davies Jr., einige Zeit miteinander zu verbringen und eine Menge Spaß dabei zu haben. Darum wurde der Film auch komplett in Vegas gedreht, wo man abends mit der legendären Rat-Pack-Show ohnehin seine Auftritte hatte und so den Tag sinnvoll miteinander was unternehmen und viel Spaß haben konnte. George Clooney ("Emergency Room"), Brad Pitt ("Fight Club") und Co. schienen auch diesen Drang nach Spaß verspürt und sich obendrein noch von der bezahlten Tour durch Europa zusätzlich motiviert gefühlt zu haben, anders lässt sich nämlich kaum erklären, warum sie sich für dieses vollkommen langweilige und kaum zumutbare Machwerk hergaben
Eines muss man Regisseur Steven Soderbergh auf jeden Fall lassen - wenn er etwas macht, dann richtig: Entweder richtig gut oder richtig schlecht. Während Filme wie "Traffic" und "Erin Brockovich" ganz großes Kino bieten, sind Werke wie "Voll frontal" oder jetzt auch "Ocean's Twelve" eine harte Probe für die Geduld des Publikums. Es sind nicht nur die ewigen Zeitsprünge, die recht schnell nur noch nerven und überhaupt nichts mit gutem Erzählstil zu tun haben, oder die ständig wackelnde Handkamera, die wahrscheinlich für Atmosphäre sorgen soll, aber nur zu Unverständnis führt - es ist in erster Linie die lahme, müde und vollkommen uninteressante Story, die den Beginn des Abspanns zu einem der schönsten Momente im Film macht, denn damit ist gewiss, dass man endlich erlöst wurde. Doch bis dahin ist einiges an dummen Einfällen und eine über den gesamten Film gehende inhaltliche Leere zu überstehen. Denn den ganzen Film über hat man das Gefühl, dass es endlich richtig losgeht, allerdings passiert dann wieder nichts, man sieht die Helden wieder mal endlos durch die Stadt ziehen, hört sich sehr viel uninteressante Dialoge an und wenn dann mal wieder etwas Interessantes kommen könnte, geht es gleich wieder nach einer kurzen Rückblende zurück in den alten Labertrott.
Als Betrachter der deutschen Version bekommt man noch einen zusätzlichen Griff in die Keramikabteilung präsentiert, wenn George Clooney zu sprechen beginnt. Es ist nicht bekannt, aus welchen Gründen seine gewohnte Synchronstimme, Detlef Bierstedt, nicht zur Verfügung stand, aber eines weiß man ganz genau - der gewählte Ersatz passt so gut zu Mr. Clooney, dass man fast schon Angst bekommt, Brad Pitt könnte von Erkan oder Stefan die Stimme geliehen bekommen. In Bezug auf Mr. Pitt hat man Glück, dass einen allerdings wieder verlässt, wenn man den französischen Actionstar Vincent Cassell ("Die purpurnen Flüsse") wie einen schwulen Franzosen reden hört - was in der O-Ton-Fassung absolut nicht der Fall ist. Es ist schlichtweg unverständlich, wie man bei einem Film, der, wenn er überhaupt irgendetwas Gutes aufzubieten hat, dann sein Starensemble, bei einigen Besetzungen der Synchronsprecher und der Auslegung der Charaktere derartig schlampig sein kann. Doch im Grunde ist das relativ egal, da auch die perfekte Besetzung bei der Synchronisation nicht in der Lage gewesen wäre, aus "Ocean's Twelve" auch nur annähernd einen Film zu machen, der auch nur ein bisschen in den Verdacht geraten könnte, unterhaltsam zu sein.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild passt sich dem Unterhaltungswert des Filmes an. Es ist zu dunkel abgemischt, lässt schon bei kleinen Schatten Details verschwinden und im Dunklen werden teilweise gleich größere Flächen im Schwarz versenkt. Hinzu kommt, dass es mal mehr und mal weniger deutliches Rauschen zu entdecken gibt und der Rotanteil in der Farbgebung viel zu hoch abgemischt wurde. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ordentlich, allerdings fast nur frontal zu vernehmen.
Außer dem US-Trailer sind keine Extras auf der DVD zu finden.
Fazit:
Das einzige, was einen als Zuschauer bei "Ocean's Twelve" richtig fasziniert, sind die großen Namen darin. Doch der Film kann nicht annähernd liefern, was das große Staraufgebot verspricht. Außer nicht endenwollendem Rumgelaber gibt es nichts zu erleben. Der Film gehört in die Kategorie "Viel Schein, kein Sein", die DVD in die Sparte "Das geht auch wesentlich besser".
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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120:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Arabisch, Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Hebräisch |
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Bonusmaterial:
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Ocean's Twelve
Ocean's Twelve
Große Namen, nichts dahinter
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Steven Soderbergh Drehbuch: George Nolfi Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Catherine Zeta-Jones, Andy Garcia, Dan Cheadle, Bernie Mac, Julia Roberts, Vincent Cassell, Carl Reiner, Elliott Gould, Robbie Coltrane
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 12.04.2005
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