Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Oh Happy Day
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Oh Happy Day

Story:
Das Leben der dänischen Hausfrau Hannah (Lotte Andersen) ist trostlos und eintönig. Das Aufregendste in ihrem Tagesablauf ist ihre Teilnahme am kleinen Kirchenchor des Dorfes. Als sie eines Tages den farbigen Jackson (Malik Yoba) trifft, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn der temperamentvolle Schwarze macht nicht nur aus dem kleinen Kirchenchor einen mitreißenden Gospelchor, sondern hat zusätzlich auch noch eine belebende Wirkung auf das Leben Hannahs.

Meinung zum Film:
Gospel ist ein Synonym für pure Lebensfreude. Denkt man an Gospel-Songs, schießen einem gleich Bilder von freudestrahlenden Menschen in den Kopf, die voller Lebensfreude stecken und dieses Glück ohne Zurückhalten raus lassen. Da mag die anfängliche Stimmung von "Oh Happy Day" allerdings überhaupt nicht zu passen. Hannah wird zu Beginn in ihrem grauen Alltag gezeigt und hat sich offensichtlich in ihr trostloses Leben, das ohne jede Freude daherkommt, ergeben. Eine Situation, in der sicherlich viele Menschen stecken. Doch Hannah hat vielen eines voraus: sie schafft es im Laufe des Films, dem grauen Alltag zu entrinnen und den Sonnenschein in ihr Leben zu holen, auch wenn dies nicht ganz einfach für sie ist und einiges an Überwindung und Offenheit sich selbst gegenüber verlangt.

Die Aussage und vielleicht auch das Ziel des Filmes sind eindeutig. Er will Mut machen, auch mal etwas anderes zu versuchen. Etwas zu unternehmen, zu dem man Lust hat, auch wenn andere darüber im ersten Moment die Nase rümpfen oder sich darüber lustig machen. Man hat nur ein Leben, und man sollte das beste daraus machen und es so angenehm gestalten, wie es möglich ist. Der Film vermittelt auch, dass man an sich glauben soll und sich nicht durch böse Stimmen oder Neider klein reden lässt. Sicherlich ist die Situation im Film ein wenig versüßt und klischeehaft dargestellt, das hindert aber nicht daran, den tieferen Kern zu erkennen. Die Geschichte ist insgesamt ohnehin nicht als tiefgehendes Drama angelegt und bleibt die meiste Zeit über oberflächlich. Dies ist dann aber auch schon der einzige kleine Kritikpunkt an einem ansonsten wirklich unterhaltsamen Film.

Wo der Streifen seine ganz große Stärke hat, ist in seiner Musik, die teilweise aus der Feder von Rick Astley, dem bekannten Popstar aus den 80er Jahren stammt. Wenn Jackson den kleinen Kirchenchor behutsam in die Welt des Gospels einführt und die Gruppe langsam anfängt, sich in der Welt der anderen Art Kirchenmusik zu bewegen, ist es für den Zuschauer fast gar nicht mehr möglich, sich der Magie und der mitreißenden Art zu entziehen. Somit ist "Oh Happy Day" durch seiner, mal abgesehen von 20 eher ernsten Minuten, geballten Ladung an guter Laune und purer Lebensfreude genau die richtige Therapie gegen Stimmungslagen der Niedergeschlagenheit.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ganz ordentlich, allerdings sind die Farben genauso trüb ausgefallen, wie es anfangs das Leben von Hannah ist. Ein klein wenig mehr Kraft wäre hier wünschenswert gewesen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich abgemischt und bietet vor allem in den Musikszenen auch im hinteren Bereich was an.

Das Bonusmaterial ist kaum nennenswert. Außer einer knappen, musikunterlegten Bildergalerie, einem auf dem Cover als Interview mit Regisseurin Hella Joof angekündigten, im Endeffekt aber rund 2-minütigen Blick auf den Dreh, sowie dem Trailer zum Film gibt es nichts zu finden.

Fazit:
"Oh Happy Day" ist ein Stück Lebensfreude, das vor allem über die Musik und die vorgelebte Möglichkeit, im Leben etwas verändern zu können, wenn man es denn erst einmal versucht, mitreißt. Von der Geschichte darf man allerdings nicht zu viel Tiefe erwarten, allerdings vermisst man diese auch nicht sonderlich.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
93:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Dänisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bonusmaterial:
  • Musikunterlegte Slideshow
  • Interview mit Hella Joof
  • Trailer
Oh Happy Day - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Oh Happy Day
Oh Happy Day

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein Film wie die Gospel-Musik selbst - mitreißend und voller Lebensfreude steckend


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Dänemark, 2004
Regie:
Hella Joof
Drehbuch:
Lotte Andersen, Jannik Johansen, Hella Joof
Darsteller:
Lotte Andersen, Ditte Graböl, Kurt Ravn, Malik Yoba

Label Deutschland :
EuroVideo
Verkaufsstart Deutschland :
21.04.2005