Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Ong-Bak (Special Edition)
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Ong-Bak (Special Edition)

Story:
Die Bewohner eines kleinen Dorfes in Thailand leben friedlich und abgeschieden unter dem Segen des Buddhas Ong-Bak. Als eines Tages der Kopf der heiligen Buddha-Statue gestohlen wird, macht sich der durchtrainierte Ting (Tony Jaa) auf den Weg nach Bangkok, um die entwendete Reliquie zurückzuholen. Unterstützung soll er durch den vor Jahren aus dem Dorf ausgewanderten Humlae (Petchtai Wongkamlao) erhalten, der schon seit langem in der großen Stadt lebt. Doch Humlae, oder George, wie er sich nun nennt, denkt nur an Glücksspiel und Gaunereien, womit er Ting immer wieder in Schwierigkeiten bringt.

Meinung zum Film:
Eines steht fest – die Geschichte von "Ong-Bak" ist weit davon entfernt, in der Nähe irgendeiner Innovation zu stehen, das Ergebnis kann bestenfalls nur bemitleidend belächelt werden. Die Story beschränkt sich darauf, dass ein junger Mann aus der bescheidenen Abgeschiedenheit in die große Stadt kommt und hier immer wieder unfreiwillig in Kämpfe gerät und auch ansonsten seine Probleme mit der fremden, aggressiven Umgebung hat. Doch wer das Martial-Arts-Action-Feuerwerk gesehen hat, das „Ong-Bak“ über seine rund 104 Minuten zündet, weiß auch, dass auch eine bescheidene Story ausreicht, um über die gesamte Spielzeit zu begeistern. Denn letzten Endes wartet man als Zuschauer ohnehin immer wieder nur darauf, dass es weitere halsbrecherische Action auf dem Bildschirm zu erleben gibt. Das Erfolgsprinzip ist ähnlich aufgebaut wie bei Filmen wie "Bloodsport", wo es ebenfalls die Kampfszenen sind, die durch ihre Choreographie und Härte zu begeistern wissen und bei denen die Geschichte ebenfalls eher nebensächlich ist.  

"Ong-Bak" bietet ohne Zweifel hochwertige und harte Actionkost, bietet in den Choreografien aber noch einiges mehr. Regisseur Prachya Pinkaew versteht es sehr gut, die Action nie eintönig oder abgenutzt wirken zu lassen. Es gibt immer wieder genügend neue Ideen und Einlagen in den einzelnen Sequenzen, die für frischen Wind sorgen. So schickt er seinen Helden in einen Baum, auf der Jagd nach einem Stück Stoff. Er schickt ihn gegen Martial-Arts-Kämpfer und wilde Hau-Drauf-Prügler in den Ring, die alle ihren eigenen Kampsstil pflegen. Er lässt ihn durch die Straßen Bangkoks rennen und ihn dabei so manches Hindernis durch- oder überspringen. Er schickt ihn selbst mit Touristenkutschen auf eine wilde Verfolgungsjagd. Ein besonderer Kniff dabei ist, dass er die besten Aktionen und Stunts im Film teilweise 3-fach hintereinander aus verschiedenen Kamerawinkeln präsentiert. Was anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, wird schon bald als willkommenes Stilelement angenommen, da die Aktionen immer unglaublicher werden und man davon oftmals nicht genug bekommen kann.

Der Star des Films ist ohne Zweifel Tony Jaa in der Rolle des Ting. Wenn er in seiner schlichten Kleidung mit naivem Blick durch die Gegend zieht, möchte man gar nicht glauben, welche Power in dem drahtigen Mann steckt. Doch hat man ihn erst einmal in Aktion gesehen, kann man nur voller Ehrfurcht den Hut vor seiner Leistung ziehen. Leider hat Jaa es nicht geschafft, an den Überraschungserfolg von „Ong-Bak“ anknüpfen zu können. Neben zwei Fortsetzungen zum Film, die aber beide nicht sonderlich überzeugen konnten, dem eher mittelprächtigen „Revenge of the Warrior“ und zwei Teilen „The Bodyguard“, die nicht der Rede wert sind und bei dem es lediglich der erste Film nach Deutschland geschafft hat, kam leider nichts mehr von dem quirligen Martial-Arts-Künstler. Im Mai 2010 schloss sich Jaa einem buddhistischen Orden an und lebt seitdem als Mönch in Surin in Thailand. Wie es scheint, leuchtete sein Stern nur kurz auf. Dieses eine Mal aber richtig hell.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht keinen sonderlich guten Eindruck und wird dem Medium Blu-ray nicht gerecht. Es fehlt massiv an Details und scharf gezeichneten Konturen, auch die Farbgebung wirkt insgesamt relativ matt. Es ist dem Bild der DVD zwar überlegen, kommt über gehobenes DVD-Niveau aber nicht hinaus. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 ist gut zu verstehen und bietet in Sachen Räumlichkeit ein vergleichbar gutes Ergebnis wie die DVD. Besonders markante Momente hat die Tonspur leider nicht zu bieten.

Die im 2-Disc-Set beiliegende Bonus-DVD entspricht 1:1 der Bonus-DVD aus der DVD-Special Edition. Das knapp 50-minütige Making Of zum Film ist sehr informativ und vor allem die Arbeiten an den Action-Einlagen sind besonders interessant anzusehen. Hier gibt es die Möglichkeit, die Umsetzung der halsbrecherischen Stunts im Detail zu sehen und dabei zu sehen, dass keine CGI oder Halteseile zum Einsatz kamen. Es folgen ein Musik-Video zum Film inkl. Making Of, ein paar Impressionen von der Premieren-Show, ein paar Eindrücke zu Kampf-Techniken des Muay Thai, sowie Interviews mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller.

Fazit:
"Ong-Bak" ist Pflichtprogramm für alle Freunde von Martial-Arts-Action. Vor allem Hauptdarsteller Tony Jaa schafft es mit einer unglaublichen Gelenkigkeit und einer wahnsinnigen Körperbeherrschung zu begeistern. Die Kampfchoreographie, die Kameraführung und der Schnitt nutzen seine Fähigkeiten voll aus und schaffen dadurch ein furioses Kampfspektakel. Die Blu-ray bietet gegenüber der DVD-Version nur ein etwas besseres Bild, das aber kein HD-Niveau bieten kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
105:07 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Thailändisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • The Making Of "Ong-Bak"
  • Musikvideo "Tragedie - Je reste ghetto"
  • Musikvideo Making Of
  • Premieren-Show
  • Techniken des Muay Thai
  • Interview mit Prachya Pinkaew
  • Interview mit Tony Jaa
  • Trailer
Ong-Bak (Special Edition) - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ong-Bak - Muay Thai Warrior
Ong-bak

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein actiongeladenes Martial-Arts-Feuerwerk, das leider nur ansatzweise auf Blu-ray angekommen ist


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2003
Regie:
Prachya Pinkaew
Drehbuch:
Suphachai Sittiaumponpan
Darsteller:
Tony Jaa, Petchtai Wongkamlao, Pumwaree Yodkamol, Suchao Pongwilai, Wannakit Sirioput, Cumporn Teppita, Nudhapol Asavabhakhin

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
16.11.2010