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DVD-Besprechung - Red Heat - Unschuld in Ketten
Story:
Eigentlich wollte die junge Amerikanerin Chris Carlson (Linda Blair) nur ihren Verlobten besuchen, der als Soldat in West-Berlin stationiert ist. Doch was als freudiger Besuch gedacht war, endet nach einem Streit mit ihrem Freund in einer Spionage-Affäre. Nach einem erzwungenem Geständnis daran beteiligt zu sein, wird Chris zu 6 Jahren Haft in einem Gefängnis in Zwickau verurteilt. Eine brutale Aufseherin (Elisabeth Volkmann) und eine grausame Zellengenossin (Sylvia Kristel) machen ihr das Leben zur Hölle. Ihre einzige Hoffnung, diese Tortur zu überleben ist, dass ihr Verlobter sie aus der qualvollen Situation befreit.
Meinung zum Film:
In der 80er Jahren war der Unschuldige-Frau-im-Gefängnis-Film eine beliebte Unterart des vor allem in Europa populären (S)Exploitation Kinos, das sich einer treuen Anhängerschaft erfreute. Diese Filme bestanden in der Regel daraus, dass eine unschuldige Frau zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, wodurch sie dann den Launen einer oder mehrerer Mitinsassinnen ausgeliefert war. Viel nackte Haut und so manches Liebesspiel unter den Zellengenossinnen gehörte in der Regel genauso dazu, wie der perverse Aufseher oder die perverse Aufseherin, der oder die liebend gern zu Foltermethoden griff. "Red Heat - Unschuld in Ketten" reiht sich, was die Gewaltdarstellung betrifft, als eher harmlose Version in die Reihe der Filme, welches dafür in der Besetzungsliste bekannte Namen zu bieten hat. Und den Soundtrack steuerte niemand geringeres bei als die seinerzeit äußerst populäre Formation "Tangerine Dream".
Bei den bekannten Namen sticht zuallererst Linda Blair ins Auge, die nach ihrem Auftritt als vom Teufel besessenes Kind in "Der Exorzist" für Furore sorgte und durch zahlreiche Rollen in den 80er-Jahren zur B-Movie-Queen aufstieg. Mit Filmen wie "Savage Island" oder "Savage Streets" festigte sie zwar nicht unbedingt ihren Ruf als gute Schauspielerin, sorgte mit diesen aber zumindest dafür, dass man sie nicht vergaß und der Rubel, wenn auch sicherlich nur in kleinen Mengen, rollte. Ein weiterer Name mit großem Wiedererkennungswert bietet Sylvia Kristel, die sich mit ihrer Darstellung der "Emanuelle" im gleichnamigen Film unsterblich machte und sich für alle Ewigkeiten in die Spitze des Soft-Sex-Kinos katapultierte. Etwas ungewöhnlich auf der Besetzungsliste ist der Name Elisabeth Volkmann, die man bislang am ehesten als Ulknudel aus "Klimbim" in Erinnerung hat und die nun eine perverse Gefängniswärterin mit dem Hang zur gleichgeschlechtlichen Liebe spielt.
Durch den Ost-West-Konflikt hebt der Film sich inhaltlich ein wenig von den anderen Filmen seiner Art ab und kann auch durchschnittliche Thriller-Freunde zumindest teilweise unterhalten. Inhaltliche Glanzleistungen darf man natürlich nicht erwarten, denn es wird dem Zuschauer geistig so gut wie nichts abverlangt. Ganz im Gegenteil - wer über die Handlung etwas näher nachdenkt, wird schon recht bald entnervt abschalten. Wenn man das Denken aber weitestgehend einstellt, kann man sich bei einer nicht grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber dem Gerne von einer voller Klischees und vorhersehbaren Ereignissen vollgespickten Handlung anspruchslos unterhalten lassen. Es ist zu empfehlen, bei vorhandenen Englisch-Kenntnissen die englische Tonspur zu wählen, da vor allem durch den immer wieder rauszuhörenden deutschen Dialekt in der englischen Sprache eine prächtige B-Movie-Stimmung aufkommt, die man in vollen Zügen genießen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild ist klar zu erkennen, dass eine aufwendige Restaurierung nicht wirtschaftlich argumentierbar ist. Ein deutliches Rauschen ist zu erkennen und auch Verschmutzungen sind ständig auszumachen. Empfindliche Zuschauer könnte dies durchaus nachhaltig stören. Den B-Movie-Charakter unterstützt das Bild aber sehr gut. Der deutsche Ton in Dolby Digital 1.0 ist klar verständlich und weist keine Probleme auf. Bei der englischen Variante kommt es stellenweise zu leichten Verständnisproblem bei der Sprache, die aber wahrscheinlich auf den Dreh zurückzuführen sind und nicht auf das Mastering.
Als Extra ist der Trailer zum Film auf der DVD vorhanden.
Fazit:
"Red Heat - Unschuld in Ketten" ist eine Empfehlung für Anhänger des 80er-Jahre Exploitation- und B-Movie-Kinos, in welchem man immer wieder Haupt-Darstellerin Linda Blair finden konnte. Filmfreunde auf der Suche nach einem gehaltvollen Thriller oder Drama werden hier ganz sicher nicht fündig werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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86:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Red Heat - Unschuld in Ketten
Red Heat
Typischer B-Gefängnis-Movie aus den 80er-Jahren
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / USA, 1985 Regie: Roland Collector, Ernst R. von Theumer Drehbuch: Roland Collector, Gary Drucker Darsteller: Linda Blair, Sylvia Kristel, Elisabeth Volkmann, William Ostrander, Sue Kiel, Albert Fortell, Herb Andress, Barbara Spitz
Label :
MC One
Verkaufsstart : 24.11.2005
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