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DVD-Besprechung - Resident Evil: Apocalpyse (Premium Edition)
Story:
Nachdem der tödliche T-Virus aus dem Forschungslabor "The Hive" ausweichen konnte, hat die "Umbrella Corporation" Raccoon City abriegeln lassen, damit keiner der damit Infizierten entkommen kann. Mit dieser Entscheidung haben sie aber auch Tausende von Überlebenden zum Tode verurteilt, da es kein Entkommen vor den schrecklichen Kreaturen gibt, die durch die Seuche entstanden sind. Eine Gruppe um die bereits bestens mit den Machenschaften von Umbrella vertraute Alice (Milla Jovovich), der harten Polizistin Jill Valentine (Sienna Guilleroy) und dem Soldaten Oliveira (Oded Fehr) macht sich auf, um ein Mädchen namens Angela Ashford (Sophie Vavasseur) zu suchen. Deren Vater, Dr. Ashford (Jared Harris), der den T-Virus maßgeblich entwickelte, stellt nämlich eine Flucht aus dem verseuchten Sperrgebiet in Aussicht, wenn seine Tochter gefunden und ebenfalls ausgeflogen wird. Doch Major Cain (Thomas Kretschmann) von der "Umbrella Corporation" hat ganz andere Pläne, in denen die Kampfmaschine Nemesis (Matthew G. Taylor) eine entscheidende Rolle spielt.
Meinung zum Film:
"Das ist nur ein Videospiel. Das ist alles nur ein Videospiel." Dieses kann man sich gar nicht oft genug sagen, denn nur dann, wenn man sich dieses Umstandes von Anfang an bewusst ist, kann man auch Spaß an dem Film haben und durch ihn unterhalten werden. Versucht man allerdings, erst einmal mit Logik an "Resident Evil: Apocalypse" heranzugehen, oder gar nach Tiefe in den Charakteren oder einem Sinn im Handeln einzelner Personen zu suchen, wird man irgendwann beginnen zu verzweifeln, weil es all das einfach nicht zu finden gibt. Manchmal kommt sogar das nicht ganz von der Hand zu weisende Gefühl auf, dass die Protagonisten in den als Vorlage dienenden Videospielen weitaus mehr Hintergrund bekommen, als dies im Film der Fall ist.
Der bislang als Second Unit Director und Kameramann an erfolgreichen Produktionen wie "Gladiator" oder "Fluch der Karibik" beteiligte Alexander Witt saß beim zweiten Film zu der "Resident Evil"-Reihe zum ersten Mal als hauptverantwortlicher Regisseur hinter der Kamera. Basierend auf einem Drehbuch von Paul W.S. Anderson, der die erste "Resident Evil"-Verfilmung als Regisseur und Drehbuchautor in die Kinos brachte, bei der Fortsetzung allerdings durch seine Arbeit an "Alien vs Predator" verhindert war, schuf Witt einen actionreichen und teils auch recht spannenden Film, der sehr viel von seiner Atmosphäre lebt. Der Filmemacher ist gar nicht groß darum bemüht, seinen Helden und seiner Geschichte etwas mehr Tiefe zu geben. Für einen coolen Stunt, einem lockeren Spruch und eine Anlehnung an die Spiele werden, ohne groß darüber nachzudenken, Logik und Verhältnismäßigkeit über Bord geworfen. Aber genau das ist der große Vorteil des Films. Wenn etwas richtig stört, dann die schnellen Schnitte in den Kampfszenen, die teilweise eh schon im leichten Zeitraffer ablaufen. Besonders störend ist dies vor allem beim Kampf zwischen Alice und Nemesis, wo man den Kampf-Aktionen stellenweise überhaupt nicht mehr folgen kann.
Witt und Anderson hätten wahrscheinlich eh keine Chance gehabt, dem Publikum den Inhalt plausibel zu machen. Wo sie Stärken sahen, ist die Frauenpower von Alice und Jill Valentine, sowie den Schockeffekten durch die Monster. So fungiert der dünne Plot nur als loses Bindeglied, um von einer Actionsequenz zur nächsten zu gelangen und das Publikum mit Action und Horror zu unterhalten. Und wenn man nach einer solchen Unterhaltung sucht, sollte man bei der Apokalypse des residenten Bösen zugreifen. Geisterhaft leere Straßen, Horden von Untoten, die auf der Suche nach warmen Menschenfleisch sind, Licker und Zombiehunde, die allein durch ihre Präsenz schon Schrecken verbreiten, eine kolossale Kampfmaschine namens Nemesis und Heldenpotential der Extraklasse en Masse sorgen für reichlich temporeichen Spaß. Das Ende ist dann wie schon bei Teil 1 so offen gehalten, dass es fast schon nach einer Fortsetzung verlangt. Kein Wunder also, dass Paul W. S. Anderson bereits einen ersten Script-Entwurf in der Schublade liegen hat und auch der Titel "Resident Evil 3: Afterlife" bereits als Arbeitstitel vernommen werden kann. Wenn alles glatt läuft, gibt es 2006 ein Wiedersehen mit Alice & Jill.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen hervorragenden Eindruck. In den Tagszenen gibt es eine außerordentlich bemerkenswerte Detailfülle zu erkennen, lediglich in den Nachtszenen werden Feinheiten ein klein wenig verschluckt. Ansonsten wird das Auge jedoch mit scharfen Konturen, kräftigen Farben und fein abgestimmten Kontrastwerten umschmeichelt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist ein klarer Action- und Horrorverstärker, der mit seinen durchgehend vorhandenen Surroundeffekten das Geschehen beispielhaft unterstützt. Die dts-Spur hat dabei einen Vorteil in der Dynamik der Höhen.
Der Premium-Edition liegt reichlich Bonus bei. Auf der Filmdisk befinden sich gleich drei Audiokommentare. Bei dem mit den Darstellern geht es eher locker zu und es werden ein paar Anekdoten und Scherze zum Besten geben. Wer Hintergründiges erfahren möchte, schaltet zu dem Kommentar mit dem Regisseur oder dem Drehbuchautoren. Ein großer Wermutstropfen bei den Kommentaren ist allerdings, dass diese ohne deutsche Untertitel daherkommen und somit gute Englischkenntnisse voraussetzen, um deren Inhalten folgen zu können.
Auf der 2. Disk befindet sich der große Teil des Bonusmaterials. Das Highlight ist ein sehr ausführlich gehaltenes Making Of, das auf Wunsch am Stück gesehen werden kann, oder aber einzeln nach speziellen Themenbereichen. Hier erfährt der interessierte "Resident Evil"-Fan einfach alles über die Verfilmung. Erstaunliches wie die Tatsache, dass vieles nicht per CGIs realisiert, sondern an realen Schauplätzen gefilmt wurde oder aber Vergleiche zwischen Szenen aus den Spielen mit den Bildern aus dem Film stellen eindeutig einen Mehrwert dar. Außerdem gibt es noch viele kleinere Beiträge wie zehn "Deleted Scenes", eine sehr kurz gehaltene Version des Making Ofs, das offensichtlich als Werbe-Beitrag für den Film diente, einen Clip der "Umbrella Corporation", der auch als Teaser verwendet wurde, ein paar TV Spots, Trailer, reichlich Interviews, Texttafeln zu Cast & Crew, ein unkommentierter Blick hinter die Kulissen und ein DVD-ROM-Part mit dem Spiel "Genetic Labor" für den PC. Über den Punkt "Geheimarchiv" gelangt man zu weiterem Material. Hierzu fordert eine Stimme auf, einen Geheimcode einzugeben, der sich im Booklet befindet. Allerdings gibt es kein Booklet bei der DVD. Um aber trotzdem an diese Beiträge zu gelangen, sollte ein Blick in das Digipak geworfen werden. Auf der Seite mit den Kapiteln des Films kann besagter Code gefunden werden. Ausgeliefert wird die gegenüber der Kinoversion um knapp 4 Minuten längere Extended Version der "Premium Edition" in einem schön anzusehende DigiPak.
Fazit:
"Resident Evil: Apocalypse" bietet knapp 94 Minuten temporeiche Actionkost ohne viel Anspruch. Mit der Geschwindigkeit der Videospiele jagt Regisseur Alexander Witt durch ein verseuchtes Raccoon City und versucht erst gar nicht, der Geschichte oder den Helden Tiefe zu geben, sonder belässt es einzig bei stimmungsvoller Unterhaltung. Die Mission ist, zumindest in dieser Hinsicht, geglückt. Gleiches kann über Bild und Ton gesagt werden, die beide in beispielhafter Qualität vorliegen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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93:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar der Darsteller Milla Jovovich, Oded Fehr und Sienna Guillory,
- Audiomommentar des Regisseurs Alexander Witt, dem Produzenten Jeremy Bolt und dem ausführenden Produzenten Robert Kulzer
- Audiokommentar mit dem Drehbuchautor Paul W.S. Anderson und dem Produzenten Jeremy Bolt
- In mehrere Kapitel unterteiltes Making Of
- 10 Deleted Scenes
- Making of - Short Edit
- Interviews mit Cast & Crew
- Infos zu Cast & Crew
- Blick hinter die Kulissen
- Werbe-Spot "Umbrella Corporation"
- TV Spots
- Trailer
- Geheimarchiv
- DVD-Rom Part für den PC mit dem Spiel "Genetic Labor"
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Resident Evil: Apocalypse
Resident Evil: Apocalypse
Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, bringt die Umbrella Corp. die Toten auf die Erde zurück
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2004 Regie: Alexander Witt Drehbuch: Paul W.S. Anderson Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann, Sophie Vavasseur, Razaaq Adoti, Jared Harris, Mike Epps
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 17.02.2005
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