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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Ring - Das Original

Story:
Ein Gerücht über ein außergewöhnliches Video macht sich breit. Jeder, der dieses mysteriöse Video ansieht, hat angeblich nur noch 7 Tage zu leben. Kurz nach dem Genuss des ungewöhnlichen Streifens bekommen die Konsumenten als Bestätigung einen Anruf, bei dem eine düstere Stimme verkündet, dass man nur noch 7 Tage zu leben hat. Nach dem Tod ihrer Nichte untersucht die Reporterin Reiko Asakawa (Nanako Matsushima) die Legende, und stößt dabei auf das entsprechende Videoband. Nachdem sie sich dieses angeschaut hat, klingelt bei ihr das Telefon und der Countdown läuft. Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Ryuji (Hiroyuki Sanada) nimmt sie den Wettlauf gegen die Zeit an und versucht, hinter das Geheimnis der unheimlichen Bilder auf dem Video zu kommen und ihren Tod zu verhindern. Und mittlerweile ist sie nicht mehr alleine im Brennpunkt der Geschehnisse, denn auch Ryuji und ihr gemeinsamer Sohn Yoichi (Rikiya Otaka) haben mittlerweile das verfluchte VHS konsumiert.

Meinung zum Film:
Bei "Ringu" handelt es sich um die Vorlage zum gerade in den Kinos gelaufenen Gruselschocker The Ring, der durch eine selten dagewesene düstere und dichte Atmosphäre, den Zuschauer versuchte in den Wahnsinn zu treiben. Im Vergleich ist das Original in Sachen Spannung eindeutig zweiter Sieger. Während in der US Version ständig irgendwelche neuen unheimlichen Dinge geschehen, und die Musik ihren Teil zum Fingernägelkauen beiträgt, entwickelt sich die Geschichte in der japanischen Variante in ruhigen Tönen, ohne zusätzliche Schockeffekte. In ruhigen Tönen wird hier der Mythos um das mysteriöse Videoband erzählt, und auf unnötige Nebenhandlungen oder Aufblähung des Mysteriums verzichtet.

Ein Grund für die Ruhe in den ersten 2/3 des Filmes ist zum großen Teil sicherlich die fehlende Musikuntermalung. Endlos lange verzichtet Regisseur Nakata auf Score, was als Ergebnis nicht gerade vorteilhaft für den Spannungsbogen ist. Doch zu behaupten, der Film würde den Zuschauer kalt lassen, wäre eine vollkommene Falschaussage. Denn was in der ersten Stunde aufgebaut wird, entlädt sich in den letzten 30 Minuten geballt. Allein das linke Auge von Sadako wird für manch zartbesaiteten Zuschauer der Stoff sein, aus dem die Alpträume sind.

Wenn beide Werke von der Seite der Logik und Story betrachtet werden, gibt es gar keine Frage, dass Ringu hier ohne jeden Zweifel die Nase ganz weit vorne hat. Hier werden keine unnötigen Nebenstränge angefangen, hier ist nicht jede Person ein Mysterium für sich selbst und die Figur der Sadako wird dem Zuschauer so weit wie für das Verständnis notwendig erklärt. Selbst der in der US Version durch seinen Kontakt zu Samara nervende Sohn hat im Original eine funktionierende Rolle. Nervig sind einzig die teilweise recht unpassenden und amateurhaften Synchronstimmen der Nebendarsteller. Bei den Hauptrollen war zum Glück ein glückliches Händchen am Werk.

Digitale Aufarbeitung:
Mit leichten Rauschmustern, nicht ganz scharfen Konturen und einem etwas zu starkem Kontrast bewegt sich das Bild in einem befriedigenden Bereich. Die Farben kommen natürlich rüber. Der Sound liegt in einem einfachen 2-Kanalton vor, der auch entsprechend unspektakulär ist und teilweise etwas dumpf wirkt. Betroffen hiervon ist in erster Linie die Musik. Die Sprache ist mit genügend Höhen und Dynamik versehen.

Bei den Extras wird sich auf diverse Trailer zu "The Ring" und "The Ring 2", sowie einer Bildergalerie und der Kurzgeschichte "The Woman" von Sean Chang als Hörbuch beschränkt. Als Hidden Feature (einfach mit der Pfeil-Nach-Oben-Taste navigieren bis ein blauer Tortenschädel erscheint und dann Enter drücken) gibt es dann noch DAS Video zum direkt reinschauen.

Fazit:
Bei der Frage, welchen der beiden Ring Filme man sich letzten Endes anschauen sollte, kann nur mit einem "beide" geantwortet werden. Der US Ring ist eindeutiger Sieger bei der Inszenierung, der japanische Ring bietet dann die notwendige Aufklärung über die Hintergründe ohne unnötigen Schnickschnack und einem vergleichbar dramatischeren Ende. In einer perfekten Welt gäbe es die US Version nach japanischem Drehbuch.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
95:13 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Japanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Diverse Trailer zu "The Ring"
  • Bildergalerie
  • Hörbuch "The Womann"
Ring - Das Original - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ring - Das Original
Ringu

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Der Ring, aus dem die (Alb-)Träume gemacht sind


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 1998
Regie:
Hideo Nakata
Drehbuch:
Hiroshi Takahashi (nach Kôji Suzuki)
Darsteller:
Nanako Matsushima, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Yuko Takeuchi, Hitomi Sato, Yoichi Numata, Rie Inou

Label Deutschland :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
15.05.2003