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DVD-Besprechung - Der Rosarote Panther
Story:
Chefinspektor Dreyfus (Kevin Kline) befördert den Streifenpolizisten Jacques Clouseau (Steve Martin) aus wenig noblen Gründen in den Rang eines Inspectors. Als ersten Fall wird er mit der Lösung des verzwickten Diebstahls des legendären Rosaroten-Panther-Diamanten beauftragt, der während eines Fußballspiels zwischen den Nationalmannschaften von China und Frankreich entwendet wurde. Unterstützt wird er bei den Ermittlungen von Gendarme Gilbert Ponton (Jean Reno), der seinem Chef aus so mancher Peinlichkeit retten muss.
Meinung zum Film:
1963 schuf Blake Edwards gemeinsam mit Hauptdarsteller Peter Sellers die Kultfigur des Inspector Clouseau mit den "Pink Panther"-Filmen. Die Spielfilme vom Gespann Edwards/Sellers glänzten durch feinsinnigen und perfekt abgestimmten Gags. Als Randprodukt entstand aus dem Titelvorspann etwas noch viel größeres - die TV-Serie um den Rosaroten "Paulchen Panther", wie er im deutschsprachigen Raum genannt wird. 2006 bekam Regisseur Mark Levy ("Voll verheiratet") den Auftrag, ein Remake des Filmes zu drehen. Die Titelrolle wurde mit dem amerikanischen Comedian Steve Martin ("Im Dutzend Billiger") besetzt, der sich auch als Co-Drehbuchautor in die Verantwortung brachte. Doch im Lauf der Neuerzählung der Geschichte ging ein ganz wesentlicher Bestandteil des Originals verloren - ihr Charme. Stellenweise hat es gar den Anschein, als wäre es das Ziel gewesen, den Realfilm so weit wie möglich mit den Cartoons zu verweben.
Vor allem die Auslegung des Insp. Clouseau fällt im Remake sehr albern und slapstickartig aus, wodurch dieser weitaus näher an Lt. Frank Drebbin zu sein scheint, den Leslie Nielsen in den "Nackte Kanone"-Filmen spielte. Egal worum es geht, Steve Martin übertreibt es seinen Szenen in der Regel maßlos. Dies beginnt schon in der Eröffnungsszene, wo er mit einem Smart in einer Parklücke, in der ein LKW eingeparkt werden könnte, mehrmals Polizeiautos rammt, bevor er endgültig zum stehen kommt. Schon nach dem zweiten Rempler ist diese Situation nicht mehr lustig. Gleiches gilt auch für die albernen Sprachprobleme Clouseaus, der beim Versuch, einen amerikanischen Slang zu reden, sich als vollkommener Trottel bloßstellt, an dem nichts liebenswürdiges mehr zu finden ist. Ein Umstand, den es am laufenden Band zu erleben gibt. Für feinsinnigen und gut pointierten Humor bleibt dabei kein Platz. Doch selbst wenn es ihn geben würde, er würde im platten Slapstickfeuerwerk gnadenlos untergehen.
Reichlich fehl am Platze wirkt Jean Reno ("Leon - Der Profi") als stichwortliefernder Kollege Clouseaus. Der Part der nebensächlichen Randerscheinungen, der im Grunde vollkommen nutzlos erscheint, ist Reno vollkommen unwürdig und stellenweise macht er auch den Anschein, als würde sich der französische Kinostar selbst während des Films gefragt haben, wie er in diesen Mist hinein geraten konnte. Ganz anders ist das bei Kevin Kline ("Ein Fisch namens Wanda"), der in der Rolle des zwielichtigen Chefinspektors perfekt besetzt wurde. "Destiny's Child" Beyonce Knowles ("Austin Powers in Goldständer") dient als netter Blickfang, mehr sollte von ihr allerdings nicht erwartet werden. Wie auch von der Story, die dümmer und langweiliger kaum hätte ausfallen können. Das Remake vom "Pink Panther" ist nichts anderes als eine vollkommen überflüssige Slpastick-Veranstaltung geworden, die mit dem Original im Grunde nur die Namen gemein hat.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht gut aus, ist insgesamt vielleicht jedoch ein wenig zu kräftig bei den Farben. Beim Cartoon-Vorspann kommt dies vielleicht noch dem Eindruck zu gute, im Realfilm wirkt es jedoch überakzentuiert. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ohne Fehl und Tadel und liefert ein schönes Räumlichkeitsgefühl.
Auch neben dem Film gibt es etwas geboten. Zuallererst wäre dies einen Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy. Es folgen 11 "Entfallene Szenen" und 3 "Dokumentationen", die sich mit verschiedenen Belangen der Entstehung beschäftigen. Bei der "Sleuth Cam" handelt es sich um unkommentierte Szene vom Dreh. Wer möchte, kann sich noch einen "alternativen Filmanfang" ansehen, auf Wunsch mit Kommentar von Regisseur Shawn Levy. Gleiches geht auch bei der exklusiven Performance von Beyonces "A Woman like me". Von Beyonce Knowles gibt es abschließend auch noch das Musik-Video "Check on it". Fehlen darf natürlich nicht der Trailer zum Film.
Fazit:
Das Remake vom "Rosaroten Panther" ist eine überdrehte Slapstick-Komödie, die den gut getimten und pointierten Humor des Originals zu keiner Sekunde aufbieten kann. Warum sich Jean Reno dieser Peinlichkeit Preis gegeben hat, ist vollkommen unverständlichen. Nur für Anhänger derbsten Slapsticks zu empfehlen, aber auf gar keinen Fall für Freunde des Originals.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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89:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy
- 11 Entfallene Szenen
- Dokumentationen
- Sleuth Cams: Detail-Einblicke am Set
- Alternativer Filmanfang, wahlweise mit Kommentar von Regisseur Shawn Levy
- Music-Video "Check on it" von Beyonce
- Exklusive Beyonce-Performance "A Woman like me" mit wahlweisem Kommentar von Regisseur Shawn Levy
- Trailer
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Der Rosarote Panther
The Pink Panther
Derber Slapstick-Humor, der nichts mit den originalen Pink-Panther-Filmen gemein hat
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Shawn Levy Drehbuch: Len Blum, Steve Martin, Michael Saltzman (basierend auf Charakteren von Maurice Richlin und Blake Edwards) Darsteller: Steve Martin, Kevin Kline, Jean Reno, Emily Mortimer, Henry Czerny, Beyoncé Knowles
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 12.09.2006
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