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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Samstag, Sonntag, Montag

Story:
Don Peppino (Luca De Filippo) und Rosa Priore (Sophia Loren) sind seit längerer Zeit ein glückliches Ehepaar. Sie sind mit drei erwachsenen Kindern gesegnet und leben in den 30er Jahren in dem neapolitanischen Dorf Pozzuoli. Das harmonische Zusammenleben wird jedoch zunehmend in Frage gestellt, da Peppino Rosa nur noch als mürrisch und unausgeglichen wahrnimmt und immer öfter mit ihr aneinander gerät. Schließlich hegt er den Verdacht, dass Professor Iannello (Luciano De Crescenzo), ein Freund der Familie, Rosa Avancen macht und somit die Situation erst heraufbeschworen hat. Seine Eifersucht nimmt immer groteskere und gefährlichere Züge an.

Meinung zum Film:
Regisseurin Lina Wertmüller feierte in den 70er Jahren ihre größten Erfolge. Ihr Film "Sieben Schönheiten" von 1975 wurde sogar für zwei Oscars nominiert, für das beste Drehbuch und die beste Regie. Sie wurde damit als erste Frau überhaupt für den Regiepreis nominiert. "Samstag, Sonntag und Montag" war 1990 ihr Eröffnungsbeitrag für das Filmfestival von Chicago. Der Film entstand als Fernsehproduktion nach dem gleichnamigen Theaterstück von Eduardo De Filippo. Der gesamte Film zentriert sich um das Familienritual der Zubereitung eines Ragout. Die Vorbereitung dafür beginnt am Samstag, unter anderem mit dem Einkauf der Zutaten. Als Peppino erfährt, dass seine Frau auch Professor Ianello geladen hat, steigert er sich zunehmend in eine rasende Eifersucht hinein. Seit drei Monaten empfindet er seine Frau als äußerst launisch, fühlt sich von ihr zurückgesetzt und gerät immer öfter mit ihr aneinander. In der Zwischenzeit musste er jedoch beobachten, wie ihr der Professor ständig Geschenke in Form lucullischer Genüsse offerierte und sie sich in seiner Gegenwart ganz offensichtlich bestens amüsierte. Das kann Peppino natürlich nicht dulden und es kommt zur Konfrontation mit seiner Frau Rosa und dem Professor.

"Samstag, Sonntag, Montag" stellt eine Mischung aus Drama und Komödie dar. Die Liebe geht in diesem Film ganz offensichtlich durch den Magen, allerdings ist der Gegenpol in Form der zerstörerischen Eifersucht ebenfalls vorhanden. Professor Ianello verortet deshalb auch das Wesen des Neapolitaners zwischen Harmonie und Zügellosigkeit. Und bei Peppino schlägt eben dieses Harmoniebedürfnis und diese Liebe, weil er befürchtet, seine Frau an einen anderen zu verlieren, in zügellose Eifersucht um. Der Film schwankt dabei leider wenig überzeugend zwischen Drama und Komödie hin und her. Die ersten 60 Minuten verlaufen äußerst zäh und ohne Höhepunkte. Lediglich die Intensität des Zerwürfnisses zwischen Rosa und Peppino steigert sich zunehmend und ihr Streit wird immer heftiger. Grundsätzlich erscheint der Film hier auch wesentlich stärker als Drama, denn als Komödie. Den Komödienanteil machen hier vor allem die chaotischen Zustände im Haus der Priores aus, indem sehr viele Personen unter einem Dach zusammenleben. Dieser Zustand manifestiert sich vor allem in Form der schwerhörigen und ewig miteinander zankenden greisen Hausmädchen, sowie dem leicht "wunderlichen" Großvater Don Antonio. Erst nach einer Stunde nimmt der Film überhaupt kurzzeitig Fahrt auf, als die Ereignisse zunehmend hektischer werden und sich regelrecht überschlagen. Der Höhepunkt ist die Konfrontation bei Tisch zwischen Peppino und dem Professor einerseits und mit seiner Frau Rosa andererseits, in deren Verlauf es äußerst heißblütig zur Sache geht. Nach einer Viertelstunde wird der Geschichte dann aber schon wieder jegliches Temperament entzogen und es folgen langwierige Rückblenden auf die glückliche Vergangenheit des Paares aus Sicht von Peppino.

Obwohl der Grund für Rosas seltsames Verhalten nach etwas mehr als 80 Minuten enthüllt wird und alles aufgelöst werden könnte, zieht sich der Film überflüssigerweise noch weitere 20 Minuten in die Länge. Im Endeffekt wissen die Schauspieler zwar insgesamt zu überzeugen, der Film leidet aber unter dem mäßigen Tempo, dem zu früh gesetzten Wendepunkt und einem stark in die Länge gezogenen Schlussteil. Das größte Problem ist jedoch das Hin- und Herschwanken zwischen Drama und Komödie, das überhaupt nicht funktioniert. Um ein ernsthaftes Drama zu sein, wirken die eher plumpen, humoristischen Elemente zu übertrieben, wie z.B. auch die Absurdität der Auflösung, andererseits ist der Film dann aber auch nicht pointiert genug, um ein Schmunzeln hervorzurufen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist, besonders für eine TV-Produktion, sehr gut und hat bis auf ein minimales, kaum wahrnehmbares Rauschen keine größeren Schwächen. Die Qualität der deutschen und italienischen Tonspur ist ebenfalls ansprechend und beide klingen klar und verständlich.

Mit Extras geht die DVD äußerst sparsam um. Es befinden sich lediglich Biographien von Sophia Loren und Lina Wertmüller auf der DVD.

Fazit:
"Samstag, Sonntag, Montag" enttäuscht auf ganzer Linie. Trotz ansprechender schauspielerischer Leistungen ist der Film weder sonderlich humorvoll, noch wirklich dramatisch und verfügt über eine viel zu langatmige Erzählstruktur, die die Auflösung auch noch vorwegnimmt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,33:1
1,33:1
107:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Italienisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Biographie Sophia Loren
  • Biographie Lina Wertmüller
Samstag, Sonntag, Montag - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Samstag, Sonntag, Montag
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Bild unseres Mitarbeiters Lennart Reimherr
Liebe und Eifersucht auf neapolitanische Art


Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1990
Regie:
Lina Wertmüller
Drehbuch:
Eduardo De Filippo, Raffaele La Capria
Darsteller:
Sophia Loren, Luca De Filippo, Luciano De Crescenzo, Alessandra Mussolini, Pierluigi Cuomo

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
22.09.2006