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DVD-Besprechung - Shinobi (Limited Special Edition)
Story:
Im Japan des Jahres 1614 ist es dem Shogun Tokugawa gelungen, das von Clankriegen zerrissene Land zu einen und eine Zeit des Friedens heraufzubeschwören. Aufgrund dieser Entwicklungen scheinen jedoch die beiden Shinobi-Clans der Iga und der Koga, die bisher wertvolle Waffen darstellten, entbehrlich zu sein. Es wird daher beschlossen, dass beide Clans jeweils ihre fünf besten Krieger zu einem Duell entsenden sollen. Der in dieser Auseinandersetzung siegreiche Clan entscheidet über die Thronnachfolge von Tokugawa. Ausgerechnet die Enkel der beiden Anführer, Oboro (Yukie Nagama) und Gennosuke (Jô Odagiri), sind jedoch ein Liebespaar und führen die jeweiligen Duellanten an.
Meinung zum Film:
"Shinobi" basiert auf dem fünfbändigen Manga "Basilisk - Chronik der Koga-Ninja", welcher wiederum auf einer Story des vor allem für seine Ninja-Chroniken bekannten Schriftstellers Futoro Yamada basiert. Der Manga wurde 2005 als 24-teilige Animeserie verfilmt. Regie bei der Realverfilmung führte Ten Shimoyama, der in Deutschland vor allem mit seinem eher durchschnittlichen Horrorfilm "St. John's Wort", sowie zuletzt durch den harten Actionfilm "Muscle Heat" auf sich aufmerksam machte. Der männliche Hauptdarsteller Jô Odagiri ("Hazard") wurde für seine Leistung bei den Kinema Junpo Awards 2006 als bester Schauspieler ausgezeichnet, ebenso beim Yokohama Film Festival 2006.
"Shinobi" ist ein actionhaltiger Fantasyfilm, verbunden mit einer tragischen Love-Story, der im mittelalterlichen Japan spielt. Die erste halbe Stunde des Films verläuft eher träge und es deutet sich eine gewisse Diskrepanz zwischen den herrlichen Landschaftsaufnahmen, bzw. ruhigen, idyllischen Szenen, z.B. am Ufer eines Flusses im Wald, und den schnell geschnittenen, temporeichen Kampfszenen des Films an. Glücklicherweise löst sich dieser anfängliche Gegensatz im Verlauf des Films in Wohlgefallen auf und die beiden Elemente verbinden sich zu einer durchaus stimmigen Einheit. Die Clans der Iga und Koga gebieten nicht nur über perfekte Kampftechniken, sie besitzen auch übermenschliche Fähigkeiten und spezielle Talente. Aufgrund der Optik des Films und des Charakters der Auseinandersetzungen zwischen den Clanmitgliedern drängt sich hier geradezu der Eindruck auf, die X-Men hätten sich auf einen Ausflug ins Japan des Jahres 1614 begeben. Einer der Ninjas weckt auch ein wenig Erinnerungen an Wolverine, gebärdet er sich doch im Kampf eher wie ein wildes Tier und kämpft mit langen Stahlkrallen. Die anderen Ninjas verfügen über Talente wie übermenschliche Geschwindigkeit, annähernde Unverwundbarkeit oder einen giftigen Atem.
Diese Duelle zwischen den Ninjas bilden zusammen mit der umschließenden, tragischen Liebesgeschichte von Oboro und Gennosuke die Hauptelemente des Films. Die Kämpfe wurden mit sehr aufwendigen und spektakulären CGI-Effekten in Szene gesetzt, ohne dabei jedoch jemals unnatürlich zu wirken. Sie stellen sicher das Highlight des Films dar und verlaufen aufgrund der unterschiedlichsten Talente der Ninjas äußerst abwechslungs- und temporeich, wenn auch leider etwas blutleer. Auch die Liebesgeschichte und die fehlenden Zukunftsperspektiven einer Kriegerkaste in Zeiten des Friedens entfalten zusehends ihre Tragik und Dramatik, so dass der Film beinahe ein wenig philosophisch wird. Aber auch bei "Shinobi" gibt es kein Licht ohne Schatten, die Charaktere der Ninjas sind leider äußerst eindimensional ausgefallen, die Einführung des Films ist ein wenig langatmig geraten, der Verlauf der Story erscheint nicht immer ganz logisch und die Dialoge sind teilweise doch ein wenig kitschig und überzogen geraten. Außerdem bleibt ausgerechnet der vielfach ausgezeichnete männliche Hauptdarsteller ziemlich blass.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist insgesamt gut gelungen. Ein Bildrauschen ist nicht feststellbar und die Farben wirken kräftig, das Bild ist allerdings etwas zu dunkel geraten und die Schärfe ist nicht immer optimal, was zu einem etwas weichen Bild führt. Die japanische Dolby-Digital-5.1-Tonspur ist deutlich kräftiger und voluminöser ausgefallen als die deutsche Dolby-Digital-5.1-Tonspur, gut verständlich sind aber beide.
Auf den ersten Blick wirkt die Limited Special Edition im Bezug auf die Extras sehr umfangreich. Dieser Eindruck relativiert sich jedoch schnell, zieht man nämlich die beiden völlig unkommentierten und ziemlich nutzlosen Storyboardvergleiche ab, die zusammen fast 42 Minuten laufen, bleiben nur noch etwa 37 Minuten an sonstigen Extras. Am interessantesten ist dabei "Die Spezialeffekte" ausgefallen, in der die CGI-Effekte mehrerer Szenen schrittweise detailliert und interessant erläutert werden. "Die Waffen" gewährt einen Einblick in die Hintergründe der im Film verwendeten Waffen, "Vorbereitungen zum Dreh" berichtet über den Aufbau der beiden Shinobi-Siedlungen und ist ziemlich dröge ausgefallen. In "Die Kampfszenen" wird wieder eine der Szenen aus dem Feature "Die Spezialeffekte" aufgegriffen und durch die choreographische Arbeit ergänzt. Das Einblenden der ewig gleichen Filmszene wirkt jedoch ermüdend. Abgeschlossen wird die zweite DVD durch "Internationale Trailer und TV-Spots", auf der ersten DVD befindet sich lediglich ein Trailer zum Film.
Fazit:
"Shinobi" begeistert mit spektakulären, fantasievollen Kämpfen mit aufwendigen CGI-Effekten und auch die Story hat einiges an Dramatik und Tragik zu bieten, was letztendlich in Kombination die leichten Schwächen des Films überstrahlt. Die Extras sind jedoch für eine "Limited Special Edition" eher schwach ausgefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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97:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Die Spezialeffekte
- Die Welt von Shinobi in einem Frame - Storyboardvergleich
- Framesammlung des Regisseurs - Storyboardvergleich
- Die Waffen
- Vorbereitungen zum Dreh
- Die Kampfszenen
- Internationale Trailer und TV-Spots
- Trailer
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Shinobi - Heart under Blade
Shinobi
Actionreiches Fantasyspektakel im mittelalterlichen Japan mit tollen Spezialeffekten
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2005 Regie: Ten Shimoyama Drehbuch: Kenya Hirata, Futaro Yamada Darsteller: Yukie Nakama, Jô Odagiri, Kippei Shiina, Takeshi Masu, Mitsuki Koga, Tak Sakaguchi
Label :
I-On New Media
Verkaufsstart : 27.04.2007
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