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DVD-Besprechung - Das schwarze Museum
Story:
Chefinspektor Graham (Geoffrey Keen) ist auf der Suche nach einem kreativen Frauenmörder, der London in Angst versetzt. Der Kriminalschriftsteller Edmond Bancroft (Michael Gough) ist fasziniert von den Vorfällen und beschäftigt sich ohne Pause mit den Tötungen. Sein Psychiater geht sogar einen Schritt weiter - für ihn hat der Schriftsteller selbst die Morde begangen...
Meinung zum Film:
"Das schwarze Museum" war die letzte Arbeit von Regisseur Arthur Crabtree, der damit wahrscheinlich auch den spannendsten Film seiner Karriere ablieferte. Die Geschichte wurde durch das Duo Aben Kandel und Herman Cohen geschrieben, das sich kurze Zeit später auch für das Drehbuch zu dem ebenfalls vor kurzem in der Anolis "British Horror Classics"-Reihe erschienenen "Konga" verantwortlich zeigte. Die Kritiker konnten bei der Erstaufführung keinen großen Gefallen am "schwarzen Museum" finden und warfen ihm sogar vor, durch seine exotische Variation an Morden effekthascherisch mit Gewalt zu arbeiten, um von der schlechten Story abzulenken. Das zahlende Kino-Publikum sah dies jedoch anders und bescherte dem Film ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis an den Kinokassen. Neutral betrachtet muss festgestellt werden, dass die Gewalt selbst für damalige Verhältnisse nicht besonders grafisch oder ausufernd dargestellt wird.
Die Rolle des undurchsichtigen Schriftstellers spielt Michael Gough, der durch seine Darstellung des Bruce-Wayne-Butlers Alfred Pennyworth in den Batman-Kinofilmen auch einem breiten Publikum ein Begriff sein dürfte. Die Rolle des Edmond Bancroft lässt schon die steife Britische Art des Butlers ein wenig erkennen, allerdings ohne dessen stoischer Ruhe. Aber der Schauspieler ist ohne Zweifel die zentrale Figur des Filmes und sie trägt einen Großteil der Stimmung des Filmes. Geoffrey Keen in der Rolle des Chefinspektor Graham, konnte im Film auch schon einmal seine Stärke als Verbrechensbekämpfer zur Schau stellen, die ihm später als Verteidigungsminister Sir Frederick Gray in den James-Bond-Filmen ebenfalls abgefordert wurde. Die weibliche Hauptrolle wird durch June Cunnigham verkörpert, die ansonsten allerdings nur noch eine sehr knappe Auswahl an recht unbedeutenden Filmen in ihrer Filmografie zu bieten hat. Sicherlich kein Zufall, denn das Talent der Darstellerin ist mehr als leicht überschaubar.
Die Geschichte ist sehr interessant inszeniert und erinnert stellenweise sogar ein wenig an die Edgar-Wallace-Filme. Die Frage, wer der Mörder mit den kreativen Ideen ist, wird gekonnt eine ganze Zeit über aufrechtgehalten und selbst als die Katze aus dem Sack ist, wird es nicht langweilig. Durch die Aussage von Bancrofts Psychiater, der gleich zu Beginn des Filmes mutmaßt, dass es der Autor selbst unter einer Art Hypnose oder Bann war, der die Morde verübte, wird für zusätzlichen Zündstoff gesorgt. Freunde alter Krimifilme werden ganz sicher ihre Freude an diesem gut inszenierten Film haben. Der Vergleich auf dem Cover, der die Kreativität der Morde auf eine Stufe mit den Filmen von Mario Bava und Dario Argento stellt, sollte allerdings nicht einmal ansatzweise ernst genommen werden. Denn an diese reicht der Film nicht einmal annähernd heran. Wer auf vergleichbares hofft, wird zwangsläufig enttäuscht. Wer jedoch einen Film im Stil alter Edgar-Wallace-Krimis sucht, wird bestens unterhalten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann sein Alter nicht verbergen. Kleinere Defekte sind immer wieder auszumachen, der Bildstand ist ein klein wenig unruhig, Kontrastschwankungen sind zu sehen und feines Rauschen ist ebenfalls zu erkennen. Allerdings ist es immer noch annehmbar gut und hindert nicht das Sehvergnügen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ein wenig dumpf und hat deutliche Verzerrungen in den Spitzen. Doch auch hier gilt selbiges wie für das Bild - es ist nicht besonders gut, allerdings auch nicht störend schlecht.
Wegen eines Mastering-Fehlers bei der deutschen Tonspur, wodurch während des Finales in den letzten 2 Minuten der deutsche Ton komplett ausfällt, wurde die Auslieferung der DVD auf den 07.07.2005 verschoben, da eine neue, fehlerfreie Auflage gepresst werden muss.
Das Bonusmaterial setzt sich hauptsächlich aus einer ganzen Menge Teasern & Trailern, so wie einigen Filmprogrammen zusammen. Hinzu kommen die alten Titelsequenzen, wobei bei der englischen ein Vorwort hinzukommt, bei dem vor den hypnotischen Wirkungen des Films gewarnt wird. Nennenswert ist erneut das beiliegende Booklet, das mit Hintergründen zu dem Film aufwartet.
Fazit:
"Das schwarze Museum" ist ein unterhaltsamer Krimi, der ein wenig an Edgar-Wallace-Filme erinnert und in ähnlicher Weise zu fesseln weiß. Die Bildqualität ist für das Alter in Ordnung, der Ton bis auf einen Totalausfall in den letzten 2 Minuten ebenso.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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78:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Teaser & Trailer
- US-Titelsequenz mit Hypnovista-Feature
- Deutsch Titelsequenz
- Österreich-, IFB- und NFP-Filmprogramm
- Rank- und AIP-Werberatschlag
- Bildergalerie
- Booklet
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Das schwarze Museum
Horrors of the Black Museum
Gut gemachter und unterhaltender Krimi, im Stile alter Edgar-Wallace-Filme
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1959 Regie: Arthur Crabtree Drehbuch: Aben Kandel, Hermann Cohen Darsteller: Michael Gough, June Cunningham, Graham Curnow, Shirley Ann Field
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 07.07.2005
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