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DVD-Besprechung - Shadows of the dead
Story:
John (Jonathan Flanigan) und Jennifer (Beverly Hynds) bleiben in tiefster Nacht, mitten auf einem verlassenen und abseits gelegenen Highway mit einer Reifenpanne liegen. Durch Zufall entdecken sie bei dem ungeplanten Stop eine vermeintliche Leiche, die sich im Nachhinein allerdings als nicht ganz leblos herausstellt, als sie John in den Hals beißt. Ein Biss mit Folgen, wie sich anschließend herausstellt. Erst hat der Gebissene nur seltsame Schwächeanfälle, dann kann er keinen Puls mehr bei sich feststellen und mit der Zeit beginnt ein körperlicher Verfall, der aus dem jungen Mann innerhalb kürzester Zeit einen lebenden Toten macht. Aus Frust steckt es auch noch Jennifer mit der merkwürdigen Krankheit an und nun versuchen beide, ihre restlichen Tage so gut wie möglich gemeinsam zu verbringen.
Meinung zum Film:
Eines muss man Regisseur Carl Lindbergh lassen - er weiß genau, wie man eine gruselige Atmosphäre erzeugen kann. Nebelverhangene Landschaften, Scheinwerferlicht, dass die Nebelwand teilweise durchdringt, zwei Menschen, die in ihrem Wagen mitten im Niemandsland festsitzen und eine Leiche am Wegesrand, die unerwartet ihre Augen aufschlägt und unvermittelt durch den Bildschirm auf den Zuschauer starrt - all dies sind gelungene Mittel, um Gänsehaut zu erzeugen.
Doch nach der Nacht mit der Begegnung mit dem Toten ist es mit der gruseligen Spannung vorbei, da diese kurzzeitig einer mysteriösen Variante weichen muss. Nun steht für den Betrachter die Frage im Mittelpunkt, in welches Schlamassel die beiden Protagonisten geraten sind und wo das ganze noch hinführen mag. Ganz im Stile der guten alten Horrorgeschichten der EC Comics, in denen die Hauptfiguren merkwürdig-unheimliche Dinge erleben. Aber dies ist nur ein kurzer Übergang zum eigentlichen Hauptteil des Filmes, in dem es um den Umgang der beiden jungen Menschen mit ihrem eigenen Tod geht, den sie erleben. Es geht um die ewige Liebe, die Opferbereitschaft und den Grenzen von wahrer Liebe. Dann ist es allerdings vorbei mit dem guten Eindruck der ersten Minuten und als Publikum wird man auf eine harte Probe gestellt.
Die beiden lebenden Toten reden miteinander, versuchen ihre Schmerzen durch Medikamente zu lindern und warten nur noch auf den Augenblick, bis sie wirklich aufhören zu existieren. Dieser Teil des Films ist sehr zäh und wahrscheinlich wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, was eine Liebe nach dem Tod bedeutet und wie man Menschen aus Liebe auch großes Leid zufügt, ohne sie eigentlich verletzen zu wollen. Die Umsetzung ist jedoch weitaus weniger gelungen als die guten Momente zu Beginn. Die Worte haben weder tiefgründiges, noch enthalten sie einen poetischen Wert. Carl Lindbergh hätte sich in seinem Film besser auf die Spannung konzentrieren sollen, für die er erwiesenermaßen ein Gespür hat. Die ernsten Töne scheinen ihm allerdings weniger zu liegen. Da diese aber den ganz großen Teil von "Shadows of the dead" ausmachen, kann dieser auch nicht besonders unterhalten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht alles andere als einen guten Eindruck. Die Farben wirken blass, die Konturen sind verschwommen und Rauschen ist klar zu erkennen. Fast erscheint es, als wäre der Film mit einem handelsüblichen Camcorder aufgenommen worden. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1, bzw. Surround klingt klar, ist aber stets nur frontseitig zu vernehmen.
Das Bonusmaterial fällt mit dem Trailer in Deutsch und Englisch recht karg aus.
Fazit:
"Shadows of the dead" ist eine kleine Produktion, die zu Beginn Hoffnung auf einen spannenden Film macht. Nach einem kurzen Gruselintermezzo geht es allerdings mit einem wenig unterhaltenden Kammerspiel zweier im Grunde bereits toter Menschen weiter, das weder tiefsinnig noch poetisch ist, sondern schlichtweg langweilig. Da stört es dann auch nicht sonderlich, dass die Qualität nicht besonders gelungen ist.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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79:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Surround | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Shadows of the dead
Shadows of the dead
80 zähe Minuten, die wie ein Probeliegen in der Gruft wirken
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Carl Lindbergh Drehbuch: Carl Lindbergh Darsteller: Jonathan Flanigan, Beverly Hynds
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 17.02.2005
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