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DVD-Besprechung - Sharkman

Story:
Dr. King (Jeffrey Combs) hat einen Weg gefunden, wie man mittels isolierter DNA eines Hammerhais Krebs beim Menschen heilen kann. Die Wissenschaftlerin Amilia (Hunter Tylo) fährt gemeinsam mit Tom (William Forsythe) und einer paar weiteren Beobachtern auf die Forschungsinsel des Doktors, um sich dort ein Bild von dem Wundermittel machen zu können. Was sie dort vorfindet, übersteigt ihre Vorstellungen bei weitem, denn die Bekämpfung des Krebs hat einen unerwünschten Nebeneffekt - die behandelten Menschen mutieren zu haiähnlichen Wesen, die nur noch wenig menschliches an sich haben. Und da Dr. King nie vorhatte, sein Wissen zu teilen, sondern nur den Gedanken der Rache in sich trug, beginnt für die Inselbesucher ein Kampf ums Überleben.

Meinung zum Film:
Freunde von gehaltvoller Filmunterhaltung, die eine durchdachte Story mit tiefschürfender Dramaturgie erwarten, können sich nun getrost aus diesem Text ausklinken, wenn sie es denn überhaupt bis hierhin durchgehalten haben. Denn "Sharkman" ist auch auf den zweiten Blick das, was er auf den ersten Blick und zum großen Teil auch durch den Titel verspricht - ein ziemlich trashig daherkommender Tiermonster-Horror-Kracher, bei dem es nur um eines geht: Sein titelgebendes Monster so gut wie möglich in Szene zu setzen. Und was das in Szene setzen des Horrors anbetrifft, hat der Film auf jeden Fall seinen Reiz und einiges zu bieten.

Schon bevor man den Menschenhai zu Gesicht bekommt, gibt es bereits die ein oder andere Skurrilität zu begutachten, wie verschiedene Arten fleischfressender Pflanzen oder ein 3-äugiges Spanferkel. Highlight ist aber ganz ohne Zweifel der wirklich klasse aussehende Monster-Hai, der mit seinem glitschigen Äußeren klar zur besseren Sorte B-Monster-Kreaturen gehört, auch wenn der Latex-Anzug eindeutig abseits des heutigen Kostüm-Standards in Filmen liegt. Natürlich dürfen auch absurde Handlungs-Ideen nicht fehlen, wie das Öffnen einer mit ungeschützten Kontakten versehenen Kabelverteilerdose, die man zwecks Reparatur unter Wasser öffnet oder die zu Paarungszwecken für den Menschenhai gefesselte und für den Akt bereithängende Frau, die mit BH und großen Shorts bekleidet die Triebe und die Lust des Menschtiers wecken soll.

Wirft man einen näheren Blick auf die Geschichte, kann man sich in groben Zügen schon zu Beginn denken, wie es am Ende ausgehen wird. Die Heldin erzählt ganz nebenbei zwischen Schwimmen und anschließendem Solariumbräunen, wie sie mit Dr. Monsterstein schon einmal Kontakt hatte und was im Nebensatz an Informationen gegeben wird, kommt im späteren Verlauf natürlich noch zum Tragen. Die Lovestory, die sich zwischen Aileen und Tom entwickelt, ist ein weiteres Highlight im Film und wenn Tom ganz nebenbei vor dem Kampfeinsatz erwähnt "Ich liebe dich", sind die lauthalsen Lacher des Zuschauers gewiss. Bei den Dialogen darf man ohnehin keine Wunderdinge erwarten, denn die Plattheit regiert. Aber ernsthaft dürfte ohnehin niemand Shakespeare-würdige Aussagen hören wollen. Alles, was nicht auch mit ein paar Promille noch problemlos verstanden werden kann, würde ohnehin nur das Filmvergnügen trüben. So geht es nun einmal zu in Monster-B-Movies, die ohne jeden Zweifel ihren Unterhaltungswert haben. Und "Sharkman" ist einer dieser guten B-Movies, der Spaß macht - wenn man denn das Genre an sich mag.

Digitale Aufarbeitung:
Sieht man einmal von einem feinen Grundrauschen im Bild ab, kann dieses durchaus überzeugen. Gleiches gilt für den deutschen Ton in Dolby Digital 5.1, der klar abgemischt wurde und auch die hinteren Lautsprecher wurden dabei nicht vergessen.

Als Extra gibt es ein rund 15-minütiges Making Of, das einige Bilder vom Dreh bietet in Verbindung mit Statements der Künstler vor und hinter der Kamera. Der obligatorische Trailer darf natürlich nicht fehlen. Das war es dann aber schon an Bonusmaterial.

Fazit:
"Sharkman" ist ein Monster-B-Movie der obersten Güte. Wer das Genre mag, kommt gar nicht umher, sich diesen Knaller ohne jeden Anspruch in den Player zu legen und sich köstlich bei diesem Monster-Spektakel zu amüsieren. Nur sollte man sich von vornherein darüber im klaren sein, was einen erwartet. Ansonsten könnte der Film eine harte Probe für den guten Geschmack werden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
88:23 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Sharkman - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Sharkman
Hammerhead: Shark Frenzy

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Kultiger Monster-B-Movie - ein Fest für Fans des Genres


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004
Regie:
Michael Oblowitz
Drehbuch:
Monty Featherstone, Howard Zemski
Darsteller:
Jeffrey Combs, William Forsythe, Hunter Tylo, Arthur Roberts, G.R. Johnson, Velizar Binev

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
20.12.2005