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DVD-Besprechung - Sherlock Holmes' größter Fall
Story:
Ein Serienmörder, der von der Presse den Namen "Jack the Ripper" verpasst bekam, schleicht durch das nächtliche London und bringt eine Prostituierte nach der anderen um. Meisterdetektiv Sherlock Holmes (John Neville) macht sich gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Dr. John Watson (Donald Houston) auf die Fährte der menschlichen Bestie und stößt dabei schon bald in Kreise vor, die für Behinderungen bei den Ermittlungen sorgen.
Meinung zum Film:
Ein schwarzer Punkt in der britischen Kriminalgeschichte ist die wenig ruhmreiche Schreckensherrschaft Jack the Rippers, der Ende des 19. Jahrhunderts mit Morden an Prostituierten für Aufsehen sorgte und dessen wahre Identität niemals genau geklärt werden konnte. Einen Ausgleich für die Schmach der damaligen Ermittler bietet die legendäre literarische Figur des Privatdetektivs Sherlock Holmes, welcher der Phantasie von Sir Arthur Conan Doyle entsprang. Da stellt sich dann natürlich auch die Frage, ob der geniale Meisterdetektiv in der Lage gewesen wäre, den Dirnenmörder zu stellen. Diese Frage griff Regisseur James Hill in seinem Film auf und bereitete daraus ein spannendes Werk.
Der vor allem durch Fernsehproduktionen wie "Die 2" oder "Simon Templer" in Erscheinung getretene Drehleiter nahm sich der Traditionen der britischen Horror-Schmiede mit dem Namen "Hammer" an und versetzte seinen Krimi mit reichlich schauerlichen Elementen. Dass bedrohlicher Nebel in London ein grundlegendes Spannungspotential bietet, liegt in der Sache, aber der Regisseur ließ sich genügend weitere Dinge einfallen, um eine schaurig-schöne Grusel-Stimmung zu schaffen. Wenn der Ripper nach frischen Opfern Ausschau hält, überträgt sich die Spannung der Situation fast schon alleine durch das düstere Ambiente und die dazu perfekt harmonisierende musikalische Untermalung von John Scott ("Jack Ruby - Im Netz der Mafia").
Doch ein Sherlock-Holmes-Film wäre ohne Zweifel eine Enttäuschung, wenn es nicht auch reichlich Kombinationsgeschick des Meisterdetektivs zum Erleben gibt. Fast schon verspielt geht Holmes im Film mit allen möglichen kleinen Details um und entlockt ihnen eine unglaubliche Fülle an Informationen. Dies geschieht stilecht in einer sehr schön eingefangenen viktorianischen Stimmung, wie sie besser nicht ausfallen könnte. Darstellerisch bereichern John Neville ("Akte X") als Sherlock Holmes, sowie Donald Houston ("Kampf der Titanen"), Anthony Quayle ("Mord an der Themse"), Robert Morley ("Der Wachsblumenstrauß"), John Fraser ("Ekel"), Barbara Windsor ("Carry on..."), Frank Finlay ("Der Pianist") und Dame Judi Dench ("James Bond") diese sehr gelungene Sherlock-Holmes-Verfilmung.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann sein Alter meist recht gut verbergen und kommt ohne große Probleme auf den Schirm. Lediglich leichte Verschmutzungen, die unterschiedlich stark und oft zu erblicken sind, deuten auf die gut 40 Jahre hin. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 Mono ist ebenfalls gut erhalten und ist seinem englischen Pendant, das wesentlich dumpfer klingt, klar überlegen.
Als Extra gibt es lediglich Bio- und Filmografien.
Fazit:
"Sherlock Holmes' größter Fall" ist eine sehr gelungene Verfilmung eines Abenteuer mit dem Meisterdetektiv, die vor allem in Sachen Atmosphäre durchweg zu überzeugen weiß. Technisch macht die DVD einen guten Eindruck und Freunde von Grusel-Krimis sollten unbedingt zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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90:39 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Sherlock Holmes' größter Fall
A Study in Terror
Super-Detektiv vs. Super-Killer
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1965 Regie: James Hill Drehbuch: Derek Ford, Donald Ford (basierend auf den Romanen von Sir Arthur Conan Doyle) Darsteller: John Neville, Donald Houston. John Fraser, Anthony Quayle, Robert Morley, Barbara Windsor, Judi Dench
Label :
MC One
Verkaufsstart : 21.07.2005
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