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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Shutter - Sie sind unter uns

Story:
Das Leben des Fotografen Tun (Ananda Everingham) und seiner Freundin Jane (Natthaweeranuch Thongmee) ist nicht mehr dasselbe, seit sie auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier eine Frau überfahren und Fahrerflucht begangen haben. Auf einmal werden sie von Visionen einer blutigen Geistergestalt verfolgt und auf den Bildern Tuns sind auf einmal merkwürdige Schatten zu sehen. Die Beiden stellen Nachforschungen nach den Gründen für diese Phänomene an und schon bald stellt sich heraus, dass der Autounfall nur ein Teil eines grausigen Mysteriums sind.

Meinung zum Film:
"Shutter" ist ein thailändischer Versuch, auf der asiatischen Mystik-Horror-Welle zu reiten und einem breiten Publikum das Grausen zu lehren. Die Mittel, die dabei zur Anwendung kommen, können die Nähe zu "Ring" und "The Grudge", den Klassikern und Grundsteinen für den weltweiten Erfolg des asiatischen Horrorkinos, nicht verbergen. Das geisterhafte Wesen erinnert stellenweise recht stark an den Ring-Geist Sadako und in seinem Auftreten an die ruhelosen Geisterwesen aus "The Grudge - Der Fluch". Somit muss sich "Shutter" bis zu einem gewissen Grad ohne jeden Zweifel vorwerfen lassen, ein weiterer Klon zu sein, der auf den Erfolg der mittlerweile als Genre-Klassiker geltenden Werke aufzusetzen versucht. Aber es gibt auch einige Ansätze in der Geschichte, die zumindest teilweise erkennen lassen, dass eigene Ideen in das Drehbuch eingeflossen sind. So stellen sich zum Beispiel die Verfremdungen auf den Fotos, die zu Beginn an die Aufnahmen aus "The Ring" erinnern, im weiteren Verlauf mehr als Wegweiser denn als Todeswarnungen heraus.

Die Auflösung, die hinter der geisterhaften Erscheinung steckt, ist alleine auf dem Mist der Drehbuchautoren Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom und Sopon Sukdapisit gewachsen, kann jedoch nicht so recht überzeugen. Der Hintergrund für die Geistergestalt und warum sie gerade Tun und Jane erscheint, ist einfach nur als lächerlich zu bezeichnen, genauso wie so manche Szene im letzten Drittel. Auch das Ende selbst ist vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig und passt eher zu den zynischen Kurzgeschichten, die in Serien wie "Tales from the crypt" oder "Unheimliche Schattenlichter" präsentiert werden. So manche Situation wird durch das Ende ebenfalls nicht ausreichend erklärt und so bleiben manche Fragen offen im Raum stehen.

Aber sieht man einmal von der nicht ganz runden Geschichte ab, hat "Shutter" einige wirklich gut inszenierte Schock- und Gruselmomente zu bieten. Das Auftauchen des Geistes geschieht oftmals aus dem Nichts, was seine erschreckende Wirkung beim Publikum nicht verfehlt. Und wenn der Geist dann in der Nähe seiner Opfer zu sehen ist, kommt es zu an den Nerven zehrenden Einstellungen. So mag der Film vielleicht nicht in allen Punkten überzeugen können und in manchen Punkten sogar ein klein wenig albern wirken, doch bietet er insgesamt einen spannenden Rahmen, der Freunde dieser Art Film sicherlich gut unterhalten wird. In der Schwemme des Mystik-Horrors gehört "Shutter" eindeutig zu den guten und mit genügend eigenen Ideen daherkommenden Werken, die man sich ganz sicher ansehen sollte.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut anzusehen. Es bietet zwar keine herausragenden Merkmale, aber es sind auch keine störenden Mängel auszumachen, was für asiatische Produktionen im Grunde schon als äußerst Positiv zu vermelden ist. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sauber abgemischt und unterstützt in den schaurigen Momenten durch den gezielten Einsatz von Soundeffekten den Schock so gut wie möglich.

Das Bonusmaterial ist recht interessant und für asiatische Produktionen überraschend gut. Im "Behind the Scenes"-Feature gibt es von den Regisseuren einiges über den Dreh und die Hintergründe zum Film zu erleben, es folgt ein kurzer Beitrag über tatsächlich aufgetauchte Fotoeffekte, auf das bei den Interviews ebenfalls noch einmal eingegangen wird. Witzig zu geht es bei "Fun behind the scenes", wo es Pannen beim Dreh und Späße hinter den Kulissen zu sehen gibt. Einziges Manko hierbei ist, dass dieser als einziger Beitrag nicht deutsch untertitelt wurde. Es folgen noch Teaser & Trailer sowie eine Slideshow mit Bildern vom Dreh. Auch wenn die Extras insgesamt nur rund 25 Minuten laufen, bieten sie dennoch sehr informative Inhalte, die sehr positiv ins Auge fallen.

Fazit:
"Shutter" bietet äußerst spannend gemachte Geisterauftritte in einer nicht immer ganz gelungenen Geschichte. Im Mär der "Ring"- und "Grudge"-Klone ist er aber eindeutig einer der sehenswerten Beiträge, der Genre-Freunde ein spannendes Filmvergnügen bereiten wird.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
92:17 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Thailändisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Behind the Scenes
  • Interviews
  • Hintergrundinfo
  • Fun behind the scenes
  • Trailer & Teaser
  • Slideshow
Shutter - Sie sind unter uns - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Shutter - Sie sind unter uns
Shutter

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Nicht immer ganz inhaltssicher, dafür aber gruselig spannend


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2004
Regie:
Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom
Drehbuch:
Banjong Pisanthanakun, Sopon Sukdapisit , Parkpoom Wongpoom
Darsteller:
Ananda Everingham, Natthaweeranuch Thongmee, Achita Sikamana, Unnop Chanpaibool, Abhijati 'Meuk' Jusakul, Chachchaya Chalemphol

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
16.02.2006