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DVD-Besprechung - Spiel ohne Regeln
Story:
Nachdem der erfolgreiche Quarterback Paul Crewe (Adam Sandler) ein Spiel verkauft hat, ging es mit seiner Karriere, vor allem aber mit seinem Leben bergab. Vorläufige Endstation ist ein abgelegenes Gefängnis in einer öden Wüstenlandschaft in Texas. Hier wird er von Direktor Haze (James Cromwell) gebeten, das Football-Team, bestehend aus Wärtern, zum Sieg zu verhelfen, was er auf Nachdruck vom obersten Wächter Knauer (William Fichtner) allerdings absagt. Doch nicht nur die Wächter, auch die Insassen hat er gegen sich, da diese einen Betrüger auf dem Football-Feld überhaupt nicht gerne sehen. Als das Gefängnis-Team Kanonenfutter für ein Trainingsspiel sucht, beauftragt Direktor Haze den ehemaligen MVP Paul Crewe, ein Team aus Häftlingen zusammenzustellen und sie zu trainieren, um in einem Vorbereitungsspiel die Moral der Wärter zu stärken.
Meinung zum Film:
Wem die Geschichte um den inhaftierten Ex-Football-Profi bekannt vorkommt, hat sicherlich den 1974 entstandenen "Die Kampfmaschine" mit Burt Reynolds in der Hauptrolle gesehen, von dem "Spiel ohne Regel" das Remake ist. Da das ganze von MTV-Films produziert wurde, ist es auch entsprechend hip und leichtfüßig inszeniert und mit reichlich charttauglicher Musik unterlegt worden. Das Drehbuch schrieb Neuling Sheldon Turner, der anschließend mit seinen Skripten Filmprojekte wie "The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" auf den Weg brachte, nah an der originalen Geschichte von Albert S. Ruddy angelehnt. Wer das Original kennt, wird einige Anspielungen darauf finden und manchen kleinen Gag. Den Regiestuhl besetzte Peter Segal ("50 erste Dates"), der schon des Öfteren unter Beweis stellen konnte, dass er für lockere Unterhaltung ein gutes Händchen hat.
Bei den Darstellern überließ man nichts dem Zufall und besetzte die Hauptrollen mit populären Stars. Allen voran Adam Sandler ("50 erste Dates"), dem man die Rolle des ehemaligen Football-Superstars nicht ganz abnehmen kann, der davon abgesehen aber die gewohnt unterhaltende Leistung bringt. Als Sidekick stellte man ihm mit Chris Rock ("Bad Company") den idealen Stichwortgeber und das perfekte Plappermaul an die Seite, um für reichlich Abwechslung zu sorgen. Für weitere Quote beim Publikum in mehr oder weniger groß angelegten Rollen sorgen Rap-Superstar Nelly ("Snipes"), Original-Crewe Burt Reynolds, der ehemalige Dallas-Cowboys-Star-Receiver Michael Irvin, Ex-WWE-Superstar und Ex-NFL-Profi Bill Goldberg ("Santa's Slay"), Ex-WWE-Wrestling-Superstar Kevin Nash ("The Puinisher"), Ex-WWE-Superstar "Stone Cold" Steve Austin ("Nash Bridges"), Ex-Seattle-Seahawks-Linebacker Brian "The Boss" Bosworth ("Stone Cold - Kalt wie Stein"), Starkomiker Rob Schneider ("50 erste Dates") und "Friends Monica" Courtney Cox ("Scream"). Darstellerisch darf man da sicherlich nicht allzu viel erwarten, aber bei der Geschichte ist das ohnehin nicht so wichtig.
Im Grunde dreht sich alles nur um ein paar Häftlinge, die sich gegen alle Vorurteile zusammenraufen und durch den vereinten Hass auf die Wärter zum zusammengeschweißten Team reifen. Dass es dabei reichlich zu Lachen gibt, wegen einer Menger cooler Sprüche, einem ganzen Haufen witziger Streiche und natürlich genügend Action auf dem Football-Feld, ist Ehrensache. Trotz des für bunte Bilder und schnelle Schnitte bekannten MTV als Auftraggeber kann die Unterhaltung nicht nur jüngere Semester begeistern, auch reifere Menschen können sich voll auf das Geschehen auf dem Schirm einlassen, ohne sich dabei veralbert oder fehl am Platze vorzukommen. Den Drehbuchautoren und dem Regisseur ist ein gutes Remake eines Films gelungen, der auch damals schon nicht allzu viel mit tiefgründiger Charakterstudie im Sinn hatte und genau wie heute nur ein Ziel verfolgte - gut gelaunt und kurzweilig zu unterhalten. "Unternehmen gelungen" kann man da nur sagen. Film in den Player einlegen und entspannet heiter sein.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und hat keinen nennenswerten Schwachpunkt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ebenso gut gelungen und kann auch Akzente im Surroundbereich bieten.
Wer nach dem Film weiterhin Durst nach Unterhaltung verspürt, kann diesen mit dem Gag Reel bei den Extras löschen. Es folgen einige entfallene, bzw. erweiterte Szenen, die auf Wunsch mit Kommentar des Regisseurs gesehen werden können. Das Making of ist in vier Teilbereiche unterteilt, die einzeln oder am Stück gesehen werden können und besteht in erster Linie aus Interviews, die aber durch reichlich witzige Kommentare zu unterhalten wissen. Besonders interessant fällt der Beitrag über das Catering aus, denn die schweren Jungs wollen schließlich mit reichlich Proteinen versorgt werden. Abschließend gibt es noch das Musikvideo zu "Errtime" von Nelly.
Fazit:
"Spiel ohne Regel" ist eine gelungene Frischzellenkur für einen alten Burt-Reynolds-Klassiker aus den 70er-Jahren. Eine gelungene Besetzungsliste und ein mit reichlich witzigen Situationen gefülltes Drehbuch sorgen für leicht Unterhaltungskost ohne tiefgründigen Anspruch. Genau das richtige, wenn man einfach mal abschalten und ein wenig lachen möchte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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109:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Gag Reel
- Entfallene & erweiterte Szenen
- Filmdokumentation
- Musikvideo "Errtime" von Nelly
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Spiel ohne Regeln
The Longest Yard
Adam Sandler ist zwar keine Kampfmaschine, der Film aber stark unterhaltend
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Peter Segal Drehbuch: Sheldon Turner (basierend auf der Geschichte von Albert S. Ruddy und dem 74er-Drehbuch von Tracy Keenan Wynn) Darsteller: Adam Sandler, Chris Rock, Burt Reynolds, Nelly, Michael Irvin, James Cromwell, William Fichtner, Walter Williamson, Bill Goldberg, Kevin Nash, Steve Austin, Brian Bosworth, Rob Schneider, Courteney Cox
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 21.03.2006
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