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DVD-Besprechung - Terkel in trouble
Story:
Terkel ist ein dänischer Teenager mit reichlich Problemen. Seine Schwester nervt ständig rum, seine Eltern sind alles andere als normal, die Verwandtschaft steht dem in nichts nach und zu seinem großen Pech ist er auch noch ständiges Ziel der Schulrowdys Sten und Saki. Als es bei der Hochzeit seiner Eltern zu einem Zwischenfall mit seinem Problemonkel Stewart und den beiden Schlägern kommt, scheint es mit dem Seelenfrieden endgültig vorbei zu sein. Als er jedoch nicht ganz unschuldig ist am Selbstmord einer Mitschülerin, wendet sich das Blatt und auf einmal sind er und seine ehemaligen Peiniger die besten Kumpel, was seinem alten Freund Jason allerdings überhaupt nicht gefällt.
Meinung zum Film:
"Terkel i Knibe", wie der Animations-Film im Original heißt, hat seine Wurzeln beim dänischen Radiosender "Børneradio", wo Anders Matthesen in zahlreichen Comedy-Spots über einige Jahre hinweg den Kultcharakter Terkel aufbaute und ihm ein Umfeld verpasste, das ganz in der Tradition von großen Chaos-Comedys wie "Beavis & Butthead" oder "South Park" stand. 2004 nahm sich Drehbuchautorin Mette Heeno der beliebten Kultfigur an und schrieb das Skript zu einem Spielfilm, aus dem der erste abendfüllende Animationsfilm Dänemarks entstand. Für die deutsche Fassung wurde Ärzte-Drummer Bela B. Felsenheimer verpflichtet, um Matthesens Part in der deutschen Fassung zu übernehmen und sämtlichen Figuren eine Stimme zu geben.
Auffallend bei "Terkel in Trouble" sind sicherlich die überzeichneten Charaktere, die ihren amerikanischen Vorbildern sicherlich in nichts nachstehen. Terkels Vater kennt nur ein einziges Wort, das "Nein" lautet und liest die ganze Zeit ein und dieselbe Ausgabe einer Zeitung. Seine Mutter ist zwar deutlich gesprächiger, ist dafür aber niemals ohne eine Zigarette anzutreffen. Sten und Saki sind natürlich auch keine simplen Prügelknaben, sondern übertriebene Loser, die mit einer Vielzahl an Waffen aufzuwarten wissen und denen nichts mehr Freude bereitet, als ihre Mitschüler möglichst derb gemein zu behandeln. Terkels bester Kumpel Jason ist ein cooler und hipper Rap-Typ, der nur in Szenesprache redet und dem die Video-Filme nicht brutal und blutig genug sein können. In dieser Richtung geht es auch mit den anderen Charakteren weiter.
Die Geschichte des Films ist relativ simpel gestrickt und der einzelne Gag ist deutlich höher eingestuft als der Gesamteindruck. Um den Plot ein wenig zu vertiefen, tritt immer wieder ein Erzähler in die Szene, der Gefühle und Umstände näher bringt. "Terkel in Trouble" wirkt dabei wie ein Sketchshow, die reichlich überdreht daherkommt. So bekommt der Titelheld schon mal blutige Alpträume mit seiner Familie in den Hauptrollen oder es gerät sein Wasserlassen auf der Schultoilette zu einem großen Abenteuer. Von feinfühligen oder gar subtilen Gags ist dabei weit und breit nichts zu sehen. Der Humor wird mit großem Trichter und dem Holzhammer einverleibt, wodurch Gefallen an platten Gags und schrillen Späßen für witzige Unterhaltung unabdingbar notwendig sind. Sind diese Vorlieben vorhanden, sollte "Terkel in Trouble" beim nächsten Filmabend allererste Wahl sein.
Digitale Aufarbeitung:
Dem Bild fehlt es ein klein wenig an Schärfe und die Farben wirken ein klein wenig blass. Von diesen kleineren Problemchen abgesehen, macht es einen sehr guten Eindruck. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 hört sich gut an, und bietet ein klein wenig an räumlichen Eindruck, vor allem bei der Musik.
Wer möchte, kann sich die Songs des Films am Ende noch einmal ansehen, zwei der Songs als Sing-Along-Fassung. Als weiteres Extra gibt es ein Interview mit Bela B., in dem er über seine Arbeit bei der Synchronisation berichtet. Es folgen zwei Fun Clips, in denen Terkels Schwester zu sehen ist. Das Making Of entpuppt sich als ein einminütiger, nicht ganz ernstzunehmender Beitrag der dänischen Synchronisation, während "Casting" einen witzigen Blick auf die Besetzung der Rollen wirft, der natürlich nicht zu ernst genommen werden sollte. Abschließend gibt es noch zwei Slideshows, wobei bei einer das Gesicht von Bela B. in Szenen eingearbeitet wurde, sowie eine paar Spots und Trailer.
Fazit:
"Terkel in Trouble" ist abgedrehter Animationshumor, der ganz in der Tradition von "Beavis & Butthead" und "South Park" steht. Er ist zwar nichts für Anhänger feinsinnigen Humors, dafür aber ein garantierter Freudenspender für jeden, der derbe Späße und abgedrehte Charaktere unterhaltsam findet.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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77:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Dänisch Dolby Digital 2.0 | Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Spots & Trailer
- Interview Bela B.
- Fun Clips
- Making Of
- Casting
- Slideshow
- Karaoke & Songs
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Terkel in Trouble
Terkel i knibe
Abgedrehter Brachial-Humor mit überdrehten Charakteren
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Dänemark, 2004 Regie: Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen, Stefan Fjeldmark Drehbuch: Mette Heeno (nach den Radiospots von Anders Matthesen) Darsteller: -
Label :
MC One
Verkaufsstart : 29.08.2006
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