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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Three...Nightmares

Story:
"Three...Nightmares" erzählt in "Memories", der ersten von drei Episoden, von einem Mann, der nach dem spurlosen Verschwinden seiner Frau von unheimlichen Visionen geplagt wird, während die Vermisste ohne Gedächtnis durch die Straßen irrt. "The Wheel" erzählt von mystischen und todbringenden Kräften, die in einer alten Puppe stecken. Abschließend schildert "Going Home" den Wahn eines Mannes, der seine verstorbene Frau über den Tod hinaus pflegt, da er sich sicher ist, dass sie bald wieder erwachen wird.

Meinung zum Film:
Nach den drei Extremen in "Three...Extremes", bietet e-m-s dem Publikum nun 3 Alpträume aus dem fernöstlichen Horrorkino. Den Beginn macht die Episode "Memories" des süd-koreanischen Regisseurs Kim Jee-Won, dessen hochgelobter "A tale of two sisters" ebenfalls in den Verkaufsregalen steht. Die Geschichte von "Memories" ist relativ simpel gehalten. Er zeigt die Leiden zum Einen aus der Sicht des Mannes, der sich in Sorge um seine Gattin verzehrt und ständig Bilder vor Augen hat, in denen sie tödlich verunglückt ist. Auf der anderen Seite steht eben jene Frau ohne Gedächtnis und irrt ohne zu wissen, wohin sie gehen soll, durch fremdartig und leer wirkende Straßen. Aber trotz dieser Einfachheit, vielleicht aber auch gerade wegen dieser, funktioniert der Film hervorragend als stimmungsvolles Grusel-Mysterium, das mit einer klasse Optik daherkommt und eine gute Auflösung des Geschehens am Ende bietet. Ein sehr guter Einstieg, der richtig Lust auf die nächsten Episoden macht.

Die Messlatte für den thailändischen Regisseur Nonzee Nimibutr ("Nang Nak") ist also hoch angesetzt worden und er muss sich mächtig anstrengen, wenn er nicht enttäuschen will. Er versucht in seiner Episode "The Wheel" mit mysteriösen Puppen zu unterhalten. Doch das Szenario wirkt ein wenig steif und kann trotz der geeigneten Idee von mysteriösen Killerpuppen nicht so recht überzeugen. Spannung will einfach nicht aufkommen, was größtenteils an der Tatsache liegt, dass die für gruselige Atmosphäre geeigneten Momente meist verschenkt werden. Nimibutr kratzt die Spannung immer nur kurz an, verpasst es dann aber, tiefer auf die Bedrohung einzugehen und zeigt dafür lieber Aufnahmen vom Leben und den Intrigen im Dorf. Diese werden durch wenig begabte und extrem hölzern wirkende Darstellern präsentiert, was den ohnehin schon wenig guten Eindruck noch einmal schmälert. "The Wheel" ist ein Beispiel für verpasste Chancen, dass dem Unterhaltungswert und der Klasse der ersten Episode nicht einmal annähernd nahe kommt.

Als letzter versucht sich Peter Chan ("Hong Kong Love Affair") darin, dem Publikum einen Alptraum zu bereiten. Erfahrung auf dem Horror-Sektor konnte er als Produzent bei den beiden "The Eye"-Filmen sammeln, wobei vor allem der erste mit zum Besten gehört, was das asiatische Mystik-Kino zu bieten hat. Seine Episode "Going Home", die rund 50 Minuten Spielzeit hat, während seine beiden Kollegen in weniger als 40 Minuten ihre Geschichten erzählten, bekommt nach einem als Geisterallerlei wirkenden Beginn im weiteren Verlauf eine ganz eigene Idee und reichlich beklemmende Atmosphäre verpasst. Doch es ist weniger das offensichtliche Grauen, das die Episode in die Güteklasse von "Memories" einordnen lässt, sondern vielmehr die enge und offensichtlich kranke Liebesbeziehung, die ein Mann zu seiner verstorbenen Frau hegt. Allein durch den offensichtlichen Wahn ergeben sich reichlich Szenen, in denen einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Gegen Ende kippt die Atmosphäre dann ein wenig und der Film wird sehr poetisch und bekommt eine tragisch-romantische Stimmung. Insgesamt stellt "Three...Nightmares" guten Asien-Horror dar, der die "Three...Extremes" in Sachen Unterhaltung trotz des deutlichen Durchhängers in der Mitte sogar noch übertrifft.

Digitale Aufarbeitung:
Das mit feinem Rauschen versehene Bild macht insgesamt einen guten Eindruck. Wenn man ihm etwas vorwerfen kann, dann vielleicht, dass die Farben insgesamt ein klein wenig blass erscheinen. Der deutsche Ton liegt in dts und Dolby Digital 5.1 vor und findet die meiste Zeit über in der vorderen Front statt. Die hinteren Lautsprecher werden aber immer mal wieder gezielt für Effekte eingesetzt.

Das Bonusmaterial ist leicht überschaubar und setzt sich aus Trailern, Spots und einem Promo Real zusammen und wird durch eine Bildergalerie ergänzt.

Fazit:
Für Freunde asiatischen Gruselkinos ist "Three...Nightmares" klar zu empfehlen. Die zweite Episode lädt zwar eher zu einem ruhigen Nickerchen ein, dafür sorgen die anderen beiden Geschichten zum gruseligen Alptraum "Made in Asia" ein.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
122:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Kantonesisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Koreanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Thailändisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Spots & Trailer
  • Promoreel
Three...Nightmares - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Three...Nightmares
San geng

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Zweimal Alptraum- und einmal seichte Schlummerkost


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hong Kong / Südkorea / Thailand, 2002
Regie:
Kim Jee-Woon, Nonzee Nimibutr, Peter Chan
Drehbuch:
Kim Jee-Won, Nonzee Nimibutr, Peter Chan
Darsteller:
Kim Hye-Soo, Jung Bo-Seog,Moon Jung-Hee, Komgich Yuttiyong, Ponsanart Vinsiri, Suwinit Panjamawat, Leon Lai, Eric Tsang,Eugenia Yuan, Li Ting Fung, John Shum

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
03.03.2006