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DVD-Besprechung - Tierisch Wild
Story:
Samson ist der König der Löwen im New Yorker Zoo. Sorgen macht ihm sein Sohn Ryan, dessen Löwengebrüll sich alles andere als gefährlich anhört. Als der Filius eines Abends jedoch aus Versehen in einen Container, der gen Afrika fährt gerät, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden, der Giraffendame Bridget, dem großmäuligen Koala Nigel, der begriffsstutzigen Schlange Larry und dem listigen Eichhörnchen Benny auf zur Rettung seines Sohns in den Dschungel.
Meinung zum Film:
Es ist gar nicht mal so lange her, dass vier Tiere aus einem New Yorker Zoo in einer ferngelegenen Wildnis Abenteuer erlebten. Warum Disney kurze Zeit nach "Madagascar" mit "Tierisch Wild" einen ähnlichen Film erst in die Lichtspielhäuser und nun in die Heimkinos brachte, ist kaum zu verstehen. Denn im Grunde ist der Film nicht viel anders, nur die Tiergattungen und ihre Motivationen im Film variieren ein wenig. Wo beide Filme gar keinen Unterschied machen, ist bei ihrem Unterhaltungswert. Sowohl "Madagsacar" als auch "Tierisch Wild" verstehen es nicht, eine interessante Geschichte auf den Weg zu bringen und liebenswerte Charaktere zu schaffen, die neben ihrem Klamauk auch eine Seele mit etwas liebenswürdigem haben.
Bei den Animationen macht sich ein gemischtes Gefühl breit. Zum Einen ist die Feinheit der Haare bei den Tieren sehr detailliert und lässt sie wie lebendig gewordene Stoff-Tiere erscheinen. Zum Anderen gibt es dann aber die Hintergründe, die oftmals vergleichsweise detailarm und wie aus Plastik wirken, wodurch eine teils doch sehr störende Diskrepanz zwischen Protagonisten und Umfeld auszumachen ist. Die vorhandenen Details im Umfeld wirken dazu noch viel zu glatt und auf Hochglanz poliert, was ebenfalls nicht sonderlich ansprechend erscheint. Wäre die Umgebung nur halb so liebevoll gestaltet wie die Tiere selbst, zumindest optisch hätte der Film vollends überzeugen können. Was der Atmosphäre zusätzlich noch schwere Probleme bereitet ist das vollkommen sterile Sounddesign. Wenn die Helden durch den Dschungeln gehen, ist nichts von der Umgebung zu hören. Im "Tierisch Wild"-Dschungel geht es zu wie auf einem Friedhof.
Bei der Story gibt es immer wieder kleinere Gags zu erleben. So ist Eichhörnchen Benny scharf auf die Giraffendame Bridget, macht sich immer wieder an sie ran, erntet allerdings nur einen dummen Spruch nach dem nächsten von der schlagfertigen Lady. Koala Nigel weiß immer mal wieder durch seinen Größenwahn in Bezug auf seine Kampfeskraft für kurzzeitige Unterhaltung zu sorgen, nur um bei der kleinsten Gegenwehr schnell das Weite zu suchen. Es gibt sicherlich einige kleine Gags zu finden, die für einen oder auch zwei Lacher gut sind, was aber schlichtweg fehlt, ist die spannende und dramatische Geschichte drum herum, welche diese Momente miteinander verbindet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild weiß in allen Belangen zu überzeugen und besonders die kräftigen Farben und die scharfen Konturen sind aller erster Güte. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar zu verstehen, klingt in Sachen Surround allerdings ein wenig leise, vor allem fehlende Umgebungsgeräusche sorgen für eine sehr sterile Atmosphäre, die durch die Musik im Raum nicht aufgefangen werden kann.
Die Extras sind eher dürftig. Neben 5 nicht verwendeten Szenen, die entweder als Storyboard oder Rohanimation vorliegen und wahlweise mit Audiokommentar des Regisseurs und des Produzenten gesehen werden können, gibt es noch zwei kurze Beiträge über zwei der amerikanischen Sprecher sowie ein Musikvideo zu einem Song zum Film.
Fazit:
"Tierisch Wild" kann von den Animationen der Tiere betrachtet vollends überzeugen. Doch eine sehr steril wirkende Umgebung und das Fehlen einer ansprechenden Story sorgen dafür, dass die im den Film durchaus vorkommenden Gags niemals so recht ihre ganze Kraft entfalten können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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78:18 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Portugiesisch Dolby Digital 5.1 |
Spanisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Zusätzliche Szenen in Form von Storyboards/Roh-Animationen
- Musik-Video "Real Wild Child" von Everlast
- Nigel ungeschnitten
- Ein schräger Dschungel-Nager
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Tierisch Wild
The Wild
Lebendige Tiere in einer tot erscheinenden Welt ohne echte Abenteuer
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Steve 'Spaz' Williams Drehbuch: Ed Decter, Mark Gibson, Philip Halprin, John J. Strauss Darsteller: -
Label :
Disney DVD
Verkaufsstart : 05.10.2006
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