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DVD-Besprechung - Renaissance
Story:
Paris im Jahre 2054: Der Avalon-Konzern beherrscht die Gesellschaft, die Presse und die Politik. Unter dem Deckmantel, alles für die Menschen zu tun, bildet er eine eigene Elite aus. Die junge, attraktive Wissenschaftlerin Ilona Tasuiev, eine begabte Mitarbeiterin des Multis, wähnt sich vor der Aufdeckung eines großen Geheimnisses, als sie entführt wird. Ausgerechnet der unbequeme und risikofreudige Polizist Karas wird auf diesen Fall angesetzt, doch er scheint der beste Mann für diesen Job zu sein.
Meinung zum Film:
"Renaissance" ist ein Animationsfilm aus Frankreich, der mit einer interessanten Umsetzung versucht, den Zuschauer zu faszinieren. Es wird überwiegend mit Schwarz-Weiß-Elementen gearbeitet, selbst Grautöne wurden weitgehend vermieden. Dies gibt dem Film eine ganz eigene Optik, die entfernt an Scherenschnitte erinnert, aber durch die erstklassigen flüssigen Bewegungen Dimensionen davon entfernt ist. Technisch spielt der Science-Fiction-Thriller auf einem hohen Niveau, wie z.B. Spiegelungen in Pfützen, Lacken oder anderen blanken Oberflächen offenbar wird, und nur die Münder und die Darstellung der Zähne wirken etwas künstlich. Die ersten zehn Minuten des Films sind aufgrund der eigenen Tricktechnik sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, doch danach beginnt die Faszination dieser Spielart.
Inhaltlich bietet der Film eine spannende Story, die im Paris anno 2054 spielt. Der allgegenwärtige Konzern Avalon bestimmt das Spiel, die Regeln, das Leben. Wohl und Wehe obliegen dem Konzern und dort ist man natürlich sauer, dass eine ihrer besten Wissenschaftlerinnen entführt wurde. Der konsequent agierende Polizist Karas ist bei seinen Vorgesetzten nicht unbedingt beliebt, da er aber in seiner Unbequemlichkeit aber auch enorm erfolgreich ist, wird ihm der Fall der verschwundenen Ilona Tasuiev übertragen. Bis dahin ist der Film noch einem Muster gefolgt, welches auch schon andere Streifen nutzten: Der wagemutige Held stürzt sich ins Geschehen, um die Schöne von deren Häschern zu erretten und sie zu befreien. Ab hier ändert sich dann aber einiges im Vergleich zu anderen Storys, denn nicht unser knallharter Held bringt die Handlung entscheidend weiter, sondern die Entführte selbst und ihre etwas undurchsichtige Schwester Bislane. Weiterhin gibt es in der letzten halben Stunde einige Wendungen, die sowohl für Spannung sorgen, als auch die Sympathien der Zuschauer für einzelne Personen immer wieder verändern.
Mit "Renaissance" ist ein Film gelungen, der gerade wegen seiner ausgefallenen Optik stark an "Sin City" erinnert, doch der Erzählstil ist ein ganz anderer. Ein wenig tendiert er in die Richtung Film-Noir, lässt sich diesem Genre aber nicht ganz eindeutig zuordnen. Der Science-Fiction-Thriller wird sicherlich seine Fans finden, zumal die Inszenierung durchweg spannend gelungen ist. Der Zuschauer bekommt immer genau so viele Informationen, wie sie notwendig sind, um seine Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Doch nicht nur die Story ist interessant, sondern auch die fantasievollen Kulissen, die erarbeitet wurden wie ein kleines Wäldchen unter einer Dachverglasung, der wohl größte Wintergarten der Welt. Ein echter Augenschmaus, der es dem Zuschauer zudem leicht macht, sich in diese futuristische Welt entführen zu lassen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut geworden und weist keine Mängel auf. Beim Ton haben sich die Macher ebenfalls Mühe gegeben und einen durchweg guten Sound geschaffen, der immer, wenn es notwendig wird, auch passenden Raumklang bietet.
Bei der zum Test vorliegenden Verleihversion gab es lediglich den deutschen und den englischen Trailer. Die zum Verkauf erscheinende Doppel-DVD soll einiges mehr an Extras bieten.
Fazit:
"Renaissance" ist eine kleine positive Überraschung, sowohl technisch wie auch inhaltlich. Wer sich mit der angewendeten Tricktechnik anfreunden kann, wird einen fantasievollen Thriller genießen können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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101:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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Renaissance
Renaissance
Düsterer Animationsthriller
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich/GB/Luxemburg, 2006 Regie: Nicholas Dodd Drehbuch: Alexandre de la Patelliere, Mathieu Delaporte, Patrick Raynal Darsteller: -
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 22.03.2007
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